Willkommen

Viel zu spät begreifen viele die versäumten Lebensziele:
Freude, Schönheit der Natur, Gesundheit, Reisen und Kultur,
Darum, Mensch, sei zeitig weise!
Höchste Zeit ist's! Reise, reise!

Zitat
Wilhelm Busch

Geocaching

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Samstag, 17. November 2018

La Palma Tag 6 Es ist verhext

Gestern hat Vic eine tolle Tour geplant. Unberührte Lorbeerwälder für abenteuerlustige Naturliebhaber, hieß es im Reiseführer. Na das klingt doch perfekt für uns. Aber es steht noch eine Warnung in der Tourenbeschreibung.
Nicht nach Regenfällen begehen, das Flussbett könnte überschwemmt werden und es besteht erhöhte Steinschlaggefahr. Erst einmal nichts Ungewöhnliches für La Palma.


Und es kam wie es kommen musste, schon in der Nacht setzte der Regen ein. Und bis heute Mittag hörten die Regenfälle nicht auf. Die Berge waren nicht mehr zu sehen, alles lag in tief grauen Wolken.
Und damit ist unser Plan für heute gescheitert.
Aber wir haben den Urlaub ja unter das Motto „Perspektivwechsel“ gestellt. Und so sollte es auch heute sein.


Gestern Abend kletterte eine Herde Ziegen auf dem Berg hinter der Finca herum. Und es waren zwei Menschen dort oben zu sehen. Schon seit drei Jahren fragten wir uns ob man da irgendwie rauf kommt.
Und so nutzten wir gegen Mittag das aufklarende Wetter und fuhren auf gut Glück mit dem Mietwagen über die LP 212 auf die andere Seite des Hügels hinter unserer Finca.
An einer Parkbucht hielten wir und erkunden die Umgebung. Und es gab tatsächlich einen Weg auf den Berg, sogar ein Windsack war dort oben installiert. Der Weg nach oben sah erst aus wie eine Abbruchkannte, entpuppte sich aber als gut gehbarer Aufstieg.
Nach ein paar Minuten standen wir auf dem Überrest eines weiteren Vulkans und bewunderten die geniale Aussicht an der Abbruchkannte.

Und so sahen wir unsere Umgebung wieder aus einer anderen Perspektive. Schade das unser eigentlicher Tripp ins Wasser gefallen ist aber Sicherheit geht vor. Und der kleine Ausflug hat sich für uns wieder einmal mehr als gelohnt.
Da der Tag noch jung war machten wir noch einen Abstecher an das Meer und schauten den aufgebrachten Wellen zu wie sie am Steinstrand brachen.


Wieder auf der Finca wurde noch lecker gekocht und das war es auch schon für heute.
Gute Nacht liebes Tagebuch

Freitag, 16. November 2018

La Palma Tag 5 2018 Endlich Volcan Teneguia???

Heute sind wir auf Nummer sicher gegangen. Der Wecker holte uns zuverlässig aus dem palmerischen Tiefschlaf raus. Und schon hatte ich eine Geschäftsidee, Urlaub für Menschen mit Einschlafproblemen könnte der Renner sein. Also ich kann den ganzen Tag hier auf der Insel verschlafen, aber das wäre zu schade um die verlorene Zeit.
Nach einem kleinen Frühstück auf der Terrasse machten wir uns zielsicher auf dem Weg zum Volcan Teneguia. Ja heute sollte es endlich soweit sein, wir wiederholen unsere erste Wanderung auf La Palma von 2011.
Den Einstieg zu finden war gar nicht so einfach. Es hat sich vieles auf der Insel verändert und dort wo ich 2011 noch mit dem Auto durchgefahren bin gibt es heute dicke Verbotsschilder.
Wir parken erst einmal und sondieren die Lage. Der Plan war schnell entwickelt, Rucksack auf und los.
Schon nach einem kurzen Fußmarsch über eine Schotterpiste konnten wir den Bergkamm sehen, der von tausenden Menschen bevölkert wurde.

Das war so gar nicht nach unserem Geschmack.
2011 waren wir allein auf dem Berg und dann entdecketen wir noch etwas. Ein gut ausgebauter Weg führte steil zum Bergkamm. Das gab es früher auch noch nicht. Das ganze Wilde war nicht mehr.
Ich war doch sehr enttäuscht. Aber wir stiegen trotzdem mal auf zum Bergkamm.


Als wir oben ankamen traf uns der Schlag, ein Parkplatz, Reisebusse und uns wurden gleich mal 5 Euro pro Person an Eintritt abgeknöpft. Eintritt um auf einen Berg zu gehen.
Wir schritten weiter den Kamm entlang mit den ganzen anderen Lemmingen und sind total irritiert.
Haben die Palmeros den ganzen Berg umgebaut? Und irgendwie haben wir auch die Topografie ganz anders in Erinnerung.
Wir entdecken ein Schild wo man die Geschichte des Volcano San Antonio nachlesen konnte. San Antonio???


Wir sind tatsächlich eine Stunde lang auf den falschen Vulkan gestiefelt. Wir Deppen, vom Vulkanrand konnten wir auch den richtigen Volcan Teneguia sehen.


So ganz ernst konnten wir uns in der Situation nicht nehemen. Purer Galgenhumor machte sich breit. Aber man muss auch zu seinen Fehlern stehen. Wir hatten ja nur zwei GPS Geräte, eine topograpische Karte und zwei Smartphones mit Internet dabei. Da kann man die ganzen Vulkane schon einmal verwechseln. (Übrigens ist ganz La Palma ein Vulkan)
Ach ja und die Landkarte haben wir auf diesem Tripp auch noch verloren. Der Teufel ist ein Eichhörnchen oder Eidechse oder Vulkan.
Humor ist wenn man trotzdem lacht. Und so machten wir uns ohne den Teneguia wieder auf dem Weg zur Finca. Einkaufen für das Abendessen mussten wir auch noch.
Wir haben die Besteigung des Teneguia auf nächsets Jahr verlegt, das wird nichts mehr.
Gute Nacht liebes Tagebuch

Donnerstag, 15. November 2018

La Palma Tag 4 2018

Eigentlich sollte es ja heute endlich auf den Volcan Teneguia gehen. Und auch sollte es nicht so ganz gelingen. Ich habe mich dazu entschlossen mal auszuschlafen und so ist der Plan wieder gescheitert.
Aber wir wollten natürlich nicht mehr auf der Finca rumhängen sondern wieder aktiv werden. Und eine nahegelgene Alternative musste her.
Schon seit dem ersten Besuch auf dieser Finca sind mir immer wieder zwei Erhebungen in der Nähe aufgefallen. Eine davon ist der Montana La Laguna. Ein Minivulkan auf dem zufällig auch noch ein Geocache liegt. Der Plan war geboren wir wollen auf diesen Vulkan, außer uns und ein paar Geocachern wird wohl niemand auf die Idee kommen hochzuklettern. Also gerade exklusiv genug für uns.

Und so setzten wir unseren technisch hochgerüsteten Mietwagen Bärbel in Bewegung Richtung Montana La Laguna. Dabei nutzten wir das tolle eingebaute Navi, nur um festzustellen das Teil nützt nur als Briefbeschwerer. Zielsicher wurden wir in Sackgassen und auf Privatgelände gelots. Nach kurzer Zeit beschlossen wir dieses Wunderwerk der Technik auszuschalten und nach altbewährter Manier mit Karte zu navigieren. Und was sollen wir sagen das war zielführender als die moderne Technik.

So landeten wir direkt am Fuße des kleinen Vulkans. Und wirklich spektakulär war der Aufstieg über eine Schotterpiste auch nicht. Aber der Ausblick über den Atlantik war wunderschön. Wir verweilten noch ein wenig auf dem Gipfel und versuchten im Wirrwarr der kleinen Häuschen in den Bergen unsere Finca ausfindig zu machen. Da wir top orientiert sind gelingt es uns den Ort tatsächlich ausfindig zu machen. Der Wind hat mittlerweile ordentlich zugenommen und wir machen uns an den Abstieg. Ein sehr kurzweiliges Unterfangen, aber trotzdem hat es wieder Spaß gemacht die Stiefel über Vulkangestein zu buxieren.

Wieder an der Finca lernten wir unsere neuen Nachbarn kennen. Eine ältere Frau stellte sich vor und erzählte im selben Atemzug das sie Krebs im Endstadium hat und vieleicht in der Urne nach Hause fliegt. Was soll man da sagen einen schönen Urlaub wünschen fanden wir etwas unpassend.
Etwas irritiert ließen wir den Abend auf der Terasse bei einem wunderschönen Sonnenuntergang ausklingen und philisophierten noch lange über Gott und die Welt.
Gute Nacht liebes Tagebuch

Mittwoch, 14. November 2018

La Palma Tag 3 2018

In der Frühe hörte ich Vic wieder rum rümpeln, aber heute dachte ich mir das mein Kopf doch lieber auf dem Kopfkissen bleiben sollte. Und so wachte ich tiefenenstpannt um 11:00 Uhr auf um Vic und die Sonne zu begrüßen.
Und es war herrlich, 25 Grad blauer Himmel Mitte November. Eigentlich haben wir für heute eine Wanderung geplant. Wir wollten unsere erste Tour auf der Insel noch einmal nachgehen.
Doch zwei Dinge verhinderten das. Wir haben die Nachricht beommen das morgen weitere Gäste auf die Finca kommen und das Wetter ist einfach der Hammer hier oben auf 650 Metern über NN.
Wir entschlossen uns die Ruhe und das Wetter auf dem Berg noch einmal in vollen Zügen zu genießen.
Doch eine Pflichtaufgabe blieb uns noch wir haben einige Dinge beim letzten Einkauf vergessen und die müsssen wir heute noch besorgen.


Gesagt getan, der Einkauf war schnell erledigt und wieder auf dem Berg schlug spontan das Wetter um. Dunkle Wolken und Regen begrüßeten uns. Der guten Laune tat das aber kein Abbruch. Wer die Insel La Palma kennt der weiss das Wetter in den Bergen ist gerade im Winter sehr launisch. Und so verzogen sich im Laufe des Tages auch die Regenwolken und ich fotografierte und machte Aufnahmen mit der Drohne.
Natürlich mussten wir auch noch das neue Kartenspiel von Vic ausprobieren. Ja die Geburtstagsgeschenke sind wirklich gut angekommen.


Morgen geht es zum Volcan de Teneguia, dort begann unsere Leidenschaft für das Wandern auf La Palma vor vielen Jahren.
Und was lehrt uns dieser Tag. Nicht immer an festen Plänen festhalten. Flexibel sein und einfach mal seinen Bedürfnissen nachgehen. Unser Bedürfnis war heute Ruhe und entspannen, unser kleines Paradies in vollen Zügen genießen. Und es war richtig so. Während ich diese Zeilen schreibe scheint mir wieder die Sonnen ins Gesicht und das nicht nur aus purer Freude.
Gute Nacht liebes Tagebuch
Morgen wird es wieder ausführlicher, versprochen.

Dienstag, 13. November 2018

La Palma Tag 2 2018

Meine Blogeinträge fallen leider etwas kürzer aus als sonst. Ich lade sie über mein mobiles Datenvolumen hoch, ich bitte um Verständnis.


Gestern nach der Anreise war ich einfach nur tot müde und bin dementsprechend wie eine Leiche in das super bequweme Bett gefallen und erst wieder aufgewacht als Vic vor sich hin rumpelte. Kurz überlegte ich noch einmal die Augen in das Kopfkissen zu drücken, entschloss mich aber lieber aufzustehen und den Sonnenaufgang bei einem vorzüglichen Pulverkaffee zu genießen. Der Sonnenaufgang ist auf jeden Fall die attraktivere Motivation gewesen.
Das Wetter ist bewölkt 15 Grad und windig. Aber das hält uns nicht davon ab uns ein herrliches Frühstück bei einem super Panorama auf der Terasse zuzubereiten.

Und so dümpelten wir einfach mit leckerem Frühstück rum und ließen den lieben Gott einen guten Mann sein. Mit dem haben wir so wie so nichts am Hut.
Dabei durfte mein geliebtes Mojo Rojo natürlich nicht fehlen. Es handelt sich um eine Soße aus Paprika, Knoblauch und diversen Gewürzen. Das ersetzt mir auf den Kanaren die Butter auf dem Brot.
Und ja es gibt natürlich Butter bei uns.
So ganz tatenlos konnten wir den Tag aber nicht verstreichen lassen. Wir benötigen noch Lebensmittel für die nächsten Tage. Gestern haben wir nur das Nötigste gekauft. Und Vic hat morgen Geburtstag das muss auch vorbereitet werden. Genau genommen feiern wir heute schon, weil La Palma eine Stunde deutscher Zeit zurückliegt.
Und so machten wir uns erst einmal auf alle Pflichten zu erledigen. Was bedeutete wir fahren erst mal an das Meer und schauen ob es noch da ist.

Und siehe da das Meer ist noch da wo es vor einem Jahr war. Eigentlich wollten wir uns ja nur vor dem Einkauf drücken und lieber bei 26 Grad und Sonnenschein durch die Gegend stiefeln.
Aber es half ja alles nichts, wir machten uns auf zum nächsten Supermarkt.
Und dann geschah etwas unheimliches, wie jedes Jahr verfuhren wir uns auf dem Weg zum Supermarkt. Diese eine Abzweigung aus einer anderen Dimension, die mal vorhanden und mal verschwunden ist, sie war spurlos verschwunden. Soviel zu Ortskenntnis.
So machten wir noch ein paar Kilometer mit unserem Mietwagen Bärbel und genossen es einfach mit kanarischer Gelassenheit auf der Insel zu sein.
Das Gute an diesen ungeplanten Roadtripps ist, man entdeckt immer wieder Neues. Und so entdeckten wir einen neuen Sparmarkt. Dort hielten wir um unsere Vorräte aufzustocken.
Danach ging es zum relaxen wieder auf die Finca.
Wir schrieben Tagebuch und fotografierten ein wenig. Der Wind ist immer noch heftig aber die Sonne scheint, alles in bester Ordnung.
Kleine Anekdote, Vic sagte heute wir hätten mal ein Kartenspiel mit nehmen können und ich sollte ihr magnetisches Lesezeichen mit Klebeband reparieren.
Was sie zu diesem Zeitpunkt noch nicht weiss, zum Geburtstag bekommt sie ein Kartenspiel und spezielle Krimi Lesezeichen. Ich denke meine Geschenke punkten.
Jetzt wird noch lecker gekocht, einfache Nudeln mit Olivenöl und viel Knoblauch. Und dann stoßen wir auf Vics Geburtstag an.
Alles weitere morgen
Gute Nacht liebes Tagebuch

Montag, 12. November 2018

La Palma Tag 1 2018

Warum wieder La Palma. Dazu gibt es eine kleine Geschichte. Vor drei Jahren habe ich meinen Job gekündigt und es stand eine ungewisse Zukunft vor uns. Arm an Zukunftssicherheit aber reich an Zeit, das beschreibt meinen damaligen Zustand sehr gut. Da Zeit ein unbezahlbares Gut ist und diese im Überfluss zur Verfügung stand musste sie auch genutzt werden.
Wie es der Zufall wollte wurde uns ein Ferienhaus auf La Palma von Bekannten empfohlen. Und das passte genau in unser Bild von einem perfekten Urlaub. Einsam am Fuße der Berge von La Palma.
Wir kannten die Insel schon aus einem weiteren Urlaub und so wurde der Plan ganz spontan umgesetzt. Wir flogen über den Geburtstag von Viktoria auf die Kanaren.
Soweit erst einmal nichts aufregendes.
Das unser Ferienhaus wunderschön war ist auch nichts Besonderes, das können andere auch. Obwohl Montana Rajada wirklich eine kleine Perle ist.


Doch nach der ersten Nacht im kleinen Paradies stellten sich wundersame Dinge ein. Zukunfstängste waren verflogen. Später wurden meine Schlafstörungen durch jahrelangen Schichtdienst wie vom Wind fortgeblasen. Und bei uns stellte sich eine tiefe Zufriedenheit beim Blick auf die Berge von La Palma ein.
Berge machen einen demütig, man wirkt gegen sie so klein und zerbrechlich. Aber sie geben auch Kraft und fordern dich heraus. Wenn du einen Berg besteigst, ist das eine richtige Leistung. Unabhängig von Geld und gesellschaftlichen Werten. Nur du als Person zählst, das macht stark.
Und diese Stärke nahmen wir nach dem Tripp von La Palma wieder mit nach Haus, und das nachhaltig.
Und aus dieser Situation wurde ein Ritual, wir sind jetzt zum dritten Mal über den Geburtstag von Viktoria auf der Insel. Wir nehmen uns einfach diese gemeinsame Zeit, egal was kommt. Und wer sie uns rauben möchte kann das gern tun, aber nur aus den steifen Gliedern unserer sterblichen Überreste.
So jetzt aber genug Geschwafel. Wie verlief unsere Anreise?
Einfach und knapp, super. Kein Warten beim Check in, keine Probleme mit dem Mietwagen und so schnell haben wir noch keine Formalitäten für einen Flug erledigt. Wir waren auch ganz modern unterwegs. Unsere Tickets hatten wir auf dem Handy und eingeckeckt haben wir schon 24 Stunden vorher, online. Verrückte Welt.
Eine Sache ist aber noch sehr interessant, das Parken am Hannoveraner Flughafen ist für eine Woche genau so teuer wie die An- und Abreise für zwei Personen mit öffentlichen Verkehrsmitteln. So sind wir schön bequem mit dem eigenen Wagen zum Flughafen.
Am Flughafen La Palma wurden wir direkt von der Gästebetreuerin Gabi empfangen, denn sie flog eine Stunde später nach Deutschland. Wir machten eine kurze Übergabe und holten uns den Mietwagen ab. Auch der ist modern, mit Navi, Rückfahrkamera und allem Schnick und Schnack. Aus diesem Grund heisst er auch simpel Bärbel.

Und das soll es auch für heute gewesen sein. Wir sitzen gerade glücklich mit Blick auf die Berge vor unserem Häuschen und genießen einfach unser Sein.
Gute Nacht liebes Tagebuch