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Viel zu spät begreifen viele die versäumten Lebensziele:
Freude, Schönheit der Natur, Gesundheit, Reisen und Kultur,
Darum, Mensch, sei zeitig weise!
Höchste Zeit ist's! Reise, reise!

Zitat
Wilhelm Busch

Geocaching

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Donnerstag, 20. August 2015

Hochzeitstag

Viktoria und ich sind aus unerfindlichen gründen nicht unbedingt für einen  normalen Lebensstil bekannt. Doch was ist schon normal, aus unserer Sicht hat der Rest der Welt einen an der Waffel. Was nach gesundem Selbstbewusstsein klingt ist eher besorgniserregend für uns.
Aber es geht ja um unseren Hochzeitstag. Den Tag direkt konnten wir aufgrund unserer sehr beziehungsfreundlichen Arbeitszeiten mal wieder nicht gemeinsam verbringen. Um so wichtiger war es für uns mal wieder gemeinsame Zeit in unserer kleinen "normalen" Welt zu verbringen.
Als wir auf Gran Canaria waren beschlossen wir an unserem Hochzeitstag den höchsten Berg der Insel zu besteigen.  Berge haben wir aber in unserer Heimat nicht wirklich und so beschlossen wir einfach eine kleine Trekking Tour durch die heimischen Wälder zu unternehmen.
Holzkocher statt Oberkellner und Tütenfutter statt Sterne Restaurant. Dafür unzählige echte Sterne am Himmel. Was kann schöner sein.
Und hier ist das kleine Erinnerungvideo von unserer Tour. Vielen Dank für die schönen Jahre an die Frau mit der ich bis an das Ende der Welt laufen würde, und noch viel weiter.


Samstag, 15. August 2015

Einfach mal raus zwei Tage im Wald

Lange haben wir den Plan im Kopf gehabt. Basti möchte mich einmal auf einer Trekking Tour begleiten. Doch der verdammte Alltag mit seinen Zeit raubenden Verflichtungen verhinderte so eine Tour. Diesmal haben wir es geschafft, trotz Gewitter Warnungen zogen wir los. Für Basti war es eine ideale Tour um Trekking Luft zu schnuppern, und ich konnte ein neues Tarp, Wasserfilter sowie einen neuen Hobokocher Testen.
Aber bewegte Bilder sagen mehr als Worte viel spaß beim schauen des Videos.


Montag, 10. August 2015

Selbstbebauter Spiritus Kocher

Ich baue aus einer Bierdose einen Spirituskocher. Und das Teil wird ein Gastgeschenkt an Basti für unsere nächste Tour. Viel Spaß beim nachbasteln.

Samstag, 11. Juli 2015

Kaktusfeigen eine Delikatesse

Unter der Kaktusfeige versteht man den Fruchtkörper des Feigenkaktus. Er ist in allen Südlichen Ländern vertretetn wenn auch nicht heimisch. Wer unterwegs einen kleinen Snack einsammeln möchte sollte nicht an der Kaktusfeige vorbei gehen. Doch beim ernten ist einiges zu beachten. Weitere Infos im Video.

Freitag, 10. Juli 2015

La Gomera 2015 in bewegten Bildern

Hier noch einmal unser Urlaub in bewegten Bildern mit bisher unveröffentlichten Video Materieal.


Donnerstag, 9. Juli 2015

La Gomera Tag 15 Die Abreise

Ich möchte unseren Urlaub mal in ein paar Zahlen kurz zusammenfassen.

La Gomera ist 3487 Km von Hildesheim entfernt. Und für die An- und Abreise musten wir 24,5 Stunden investieren.

La Gomera hat im Durchmesser 25 Km, wir fuhren mit dem Mietwagen 690 Km und Wanderten 110 Km zu Fuß über die Inseln. Beeindruckende Zahlen wenn man sich die Größe der Insel vor Augen führt.

Bereits um 08:45 Uhr mussten wir unser Hotel verlassen, wir schafften noch ein kurzes Frühstück und ein wenig zerknittert sitzen wir in einem Bus, der uns zum Hafen von San Sebastian bringt. Von dort ging es weiter mit der Fred Olsen Fähre nach Teneriffa.

Die See ist ein wenig kabbelig aber die 45 minütige Überfahrt verläuft ohne besondere Ereignisse. Die eigentliche mentale Herrausforderung steht uns noch bevor. Vom Hafen auf Teneriffa wurden wir wieder in einen Bus verfrachtet und an der Playa de las Americas unserem Schicksal überlassen. Unser Gepäck konnten wir in einem Hotel abgeben und dann mussten wir zwei Stunden rumhängen, bevor der nächste Bus uns zum Flughafen Süd brachte.

Die Playa de Las Americas ist der Vorhof zur Hölle, ach was sage ich, es ist der Höllenschlund des Pauschaltourismus. Riesige Hotelkomplexe, die architektonisch absolute Katastrophen sind. Dazu Menschen über Menschen, und jeder läuft in Badesachen durch die Stadt. Egal ob Supermarkt oder Hotellloby. Ein Ort an dem der Anstand der Dummdreistigkeit gewichen ist.

 

Dieses Mal waren wir vorbereitet und wir wussten, dass unser Reiseveranstalter uns hier Abladen würde. Besser machte es die Umgebung trotzdem nicht. Zwei Stunden in einem schrecklichen Hotel rumzuhängen ist nicht unser Ding und so machen wir das was wir am besten können. Wir stiefeln einfach mal los, unser Ziel war das Meer. In der Stadt ist das Klima einfach nur zum Ersticken in jeglicher Hinsicht. Am Meer erhofften wir Weitsicht und Linderung.

Unterwegs versuchten wir uns noch an zwei Geocaches, aber hier hat man zum Suchen keinen ruhigen Moment und wir brachen ab. Vic besorgte uns im Supermarkt noch zwei eiskalte Limonaden und die schmeckten einfach nur göttlich. Der Hintergrund ist, dass wir über den Tag auf Gomera immer nur abgestandenes warmes Wasser aus unseren Trinkschläuchen getrunken haben und das wird geschmacklich irgendwann zu einer echten Herrausforderung.

Eine Unart fiel mir noch im Bezug auf die ortsansässigen Touristen auf. Die mieteten sich Elektrofahrzeuge, die eigentlich für Menschen mit Gehbeeintrachtigung entwickelt sind, und fahren ihre fetten Kinder und sich durch die überfüllte Tourimeile. Übrigens kann man die Playa de las Americas locker in zwanzig Minuten zu Fuß durchqueren, wirklich weitläufig ist das Areal hier nicht.

Innerlich habe ich das Bedürfnis, erst die dämlichen Eltern von der Gehilfe zu treten und danach die dicken Kinder. Sich zu motorisieren um den Aktionsraum zu erweitern ist nicht verwerflich, aber aus purer Faulheit ein Hilfsmittel für Menschen mit Beeinträchtigung zweckentfremden für mich schon.

Gott sei Dank gingen die zwei Stunden Wartezeit auch rum und es ging weiter mit dem Bus zum Flughafen. Beim Sicherheitscheck wurde mein Handgepäck erst einmal gründlich auseinander genommen. Dort war meine ganze Kameraausrüstung drin und jedes Objektiv wurde begutacht. Witzig fand ich aber als der Sicherheitsmann meine Taschenlampe fand, er guckte in den Reflektor und schaltetet die Lampe an. In der Bedinungsanleitung steht man soll das nicht machen. Ich kann mir in dem Augenblick gut vorstellen, wie flimmernde Punkte über seine Netzhaut flitzen. Ein wenig Schadenfreude sei mir gegönnt, immerhin hat er beim Zerlegen des Rucksackes mein Buch total zerknittert.

Das war die letzte Hürde und um 16:20 Uhr Ortszeit startete ganz nach Zeitplan unser Flieger.

Als wir nach 13,5 Stunden Abreise endlich wieder auf dem heimischen Sofa saßen, zauberte ich noch zwei Dosen Dorada aus dem Gepäck und damit endet unser La Gomera Abenteuer 2015.

 

Fazit

Meine Ängste, dass eine erneute Reise nach La Gomera die wunderschönen Erinnerungen von vor fünf Jahren zu Nichte machen können, war mehr als unangebracht. Ganz im Gegenteil, sie wurden sogar noch verstärkt und der Plan steht, in fünf Jahren kommen wir wieder. Und warum nicht gleich nächstes Jahr wieder auf die schönste der kanarischen Inseln?

Ganz einfach, die Welt hat noch so viele schöne Orte für uns bereit und da müssen wir auch noch hin.

Adios La Gomera

Das Hotel

Das Hotel Jardin Tecina ist wirklich eine Empfehlung. Die Lage am verträumten Fischerdorf Playa de Santiago bietet gerade Ruhesuchenden einen idealen Ausgangspunkt um die Insel La Gomera zu entdecken.

Ein Mietwagen bietet hier die beste Möglichkeit. Mietwagen können direkt im Hotel gemietet werden.

Trotz der Größe des Hotesls verläuft sich das Ganze. Man hat vielmehr das Gefühl, in einem kleinen kanarischem Dorf zu wohnen, der wundervolle Garten unterstreicht das Ganze noch.

Das Essen ist allerdings eher Mittelmaß mit Ausreißern nach oben und unten. Es wird in Bufettform angeboten und ist oft zerkocht und lauwarm. Es wird sich die Mühe gemacht vegetarische Gerichte zu kennzeichnen. Doch das passiert nicht zuverlässig. Reis mit Schweinefleisch ist halt nicht vegetarisch, manchmal fehlen sie ganz.

Das Frühstück ist für kanarische Verhältnisse sehr gut und reichhaltig.

Das ist keine ausführliche Hotelbewertung, vielmehr eine kurze Einschätzung. Nach zwei Besuchen von jeweils 14 Tagen kann ich das Hotel nur mit gut bis sehr gut bewerten. Wer die An- und Abreiseprozedur nicht scheut und wech vom Viehtrieb des Pauschaltourismus möchte, sollte im Jardin Tecina einen Urlaub in Erwägung ziehen.

 

Zum letzten mal gute Nacht liebes Tagebuch, gute Nacht La Gomera.

 

La Gomera Tag 14 Tecina und der Tod einer Legende

Wir mussten heute Morgen unseren Mietwagen abgeben und sind deshalb nicht mehr mobil. Und so begannen wir den morgen mal mit einem gesunden Sektfrühstück.

Nur wollten wir nicht den halben Tag an der Poolbar abasseln wie beim letzten Ruhetag. Und so zogen wir per Pedes durch Tecina. Unser Ziel war eine Kirche und die wollten wir uns mal anschauen. Gesagt getan, ich interessiere mich überhaupt nicht für irgendwelche Kirchen aber für andere Kulturen und so lohnt sich ein Blick.

 

Unser Entdeckerdrang ist aber auch nach 14 Tagen nicht gebrochen und so stiefeln wir weiter durch den Ort Tecina. Natürlich wie immer top ausgerüstet. Es ist ein guter Schuh der dich ans Ziel bringt.

Bei unseren Ausfahrten passierten wir immer einen Park und den wollten wir jetzt mal erkunden. Natürlich nicht ohne einige Höhenmeter zu machen.

 

Es ist heute bei 35°C immer noch warm aber auch extrem schwühl und da die Hand von Vic wetterfühlig ist sieht man das auch.

Der Park ist wirklich schön angelegt und an diversen schildern kann man etwas zur Geschichte des Ortes nachlesen. Die Geschichte erzähle ich jetzt nicht kommt her und lest selbst nach, es lohnt sich.

Und natürlich gab es noch die obligatorischen Blumen Fotos.

 

 

Auf dem Rückweg zum Hotel entdeckte ich noch einen Kaktus der reife Kaktusfeigen trug. Seit Anfang des Urlaubs wollte ich ein Video zum Thema Kaktusfeigen für meinen YouTube Kanal drehen und heute konnte ich es verwirklichen. Ich muss nur noch in der Heimat das Material schneiden.

Und dann wollte ich unbedingt noch schorcheln. Wir gingen also runter zum Felsstrand und dabei zerriss es Vics legendären Blümchen Flip Flops. Das Problem an der Sache war das die Steine hier so heiß sind das man Spiegeleier darauf braten kann. Als Vic die kaputten Flip Flops realisierte war in ihrem Gesicht ein Ausdruck von Enttäuschung und Wut. Die Dinger haben sie auf Sechs Inseln begleitet und heute sterben sie. Kurz danach humpelte sie zu einem Mülleimer und warf sie wutentbrannt rein.

Und dann tanzte sie den Tanz auf dem Vulkan oder ihren Namen ich weis es nicht genau.

Und wech war die die Vic auf dem Weg in eine schattige Umgebung, die fand sie an der Treppe zum Fahrstuhl vom Hotel. Wir beratschlagten kurz und beschlossen, sie wartet im Schatten mit einem Bier aus meinem Rucksack und ich springe kurz in den Atlantik für ein paar Unterwasser Filmaufnahmen.

Leichter gesagt als getan, ich wollte meinen überhitzten Körper langsam an den kalten Atlantik gewöhnen. Die Brandung war schon ordentlich und ich setzte mich auf einen Stein der regelmäßig vom Wasser umspült wurde. Der erste Kontakt war erschreckend kalt, der zweite ging und der dritte war schon angenehm. Und dann kam die Welle, ich wurde wie ein Ping Pong Ball von meinem Sitzstein geschleudert prellte mir das Schienbein an einem Felsen und schluckte salziges Wasser.

An dem Punkt dachte ich ich, Ok Poseidon wenn du mich nicht bei dir haben willst gehe ich wieder. Rein technisch gillt das als Bad im Atlantik und nass humpelte ich zu der barfüßigen Vic im Schatten.

Wir machten uns auf zum Hotelzimmer, ich bot Vic meine Schuhe an doch ich kannte die Antwort schon. "Nein" das mache ich selber. Und so tanzte sie weiter den Tanz auf glühend heißen Steinen. Taffe Frau.

Das war unser Tag in Kurzform. Wir haben noch gut zu tun mit Sachen packen, Rückreise Infos einholen ect. morgen haben wir einen harten ritt vor uns. Um 8:45 Uhr werden wir vom Hotel abgeholt und um 22:10 Deutscher Zeit landen wir in Hannover es kann noch viel passieren also lest auch morgen noch unseren letzten Bericht vom Abenteuer La Gomera.

Gute Nacht liebes Tagebuch

PS: Heute gibt es kein gute Nacht Foto, wir gedenken an die ehrenhaft aus dem Dienst geschiedenen Flip Flops von Vic