Dieses Blog durchsuchen

Willkommen

Viel zu spät begreifen viele die versäumten Lebensziele:
Freude, Schönheit der Natur, Gesundheit, Reisen und Kultur,
Darum, Mensch, sei zeitig weise!
Höchste Zeit ist's! Reise, reise!

Zitat
Wilhelm Busch

Geocaching

profile for vunds

Samstag, 24. August 2013

Gran Canaria Tag 6 Lost Place Strand

Als wir heute vom Frühstück wieder auf unser Zimmer gekommen sind stellten wir fest das die Putzfrau bereits im Nebenzimmer ihr Werk verrichtet. Es war also nur eine Frage der Zeit bis es auch bei uns klopft. Wir packten Landkarte und Ipad ein und suchten uns im botanischen Garten eine Bank im Schatten. Heute sollte es ja an einen möglichst einsamen Strand zum Schnorcheln gehen. Zwei Möglichkeiten hatte ich gestern schon unter die Lupe genommen. Die Gefahr auf Horden von Menschen zu treffen ist aber gerade an einem Freitag an allen Stränden hoch. Schon seit längerer Zeit habe ich auch noch die Playa de Veneguera im Focus. Ein einsamer Strand nur 1 Km. Luftlinie entfernt. Aber um ihn zu erreichen muss man einen Berg umfahren und danach 15 Km. auf einer Schotterpiste am Fuß des Barrancos herunterfahren. Diese Strapazen nimmt sicherlich niemand in Kauf um im Wasser zu Baden.
Mit dem Ipad suchte ich per Google Earth die Fahrtstrecke ab und befand das Ganze als fahrbar. Auch auf unserer Landkarte war ein Forstweg eingezeichnet. Das kann hier aber eine Teerstraße, Schotterpiste oder ein Loch im Boden sein.
Zur Sicherheit durchforstet ich noch ein Gran Canaria Forum nach Infos. Und ich fand sie, das klang alles nicht sehr gut. Die Posts waren eindeutig, mit Ölwanne unsanft aufgesetzt, nach Ausfall der Servolenkung kein Fortkommen, Geländefahrzeug zu bevorzugen. Da das Ganze mit ausreichend Bildmaterial belegt wurde nahmen wir Abstand von dem Ziel. Ein weiteres Problem ist das der Mietwagen auf unbefestigten Boden nicht versichert ist. Solche Drohungen habe ich in der Vergangenheit schon öfter ignoriert. Doch in diesem Fall wollten wir kein Risiko eingehen. Das die Karre am Arsch der Welt mit einem Achsbruch liegen geblieben ist lässt sich einfach zu schwer vertuschen.
Wir entschieden einfach mehrere kleine Strände östlich von Puerto de Mogan anzufahren und wenn uns einer zusagt bleiben wir. Auf dem Weg lag auch noch ein Geocache, das kann ja nur ein guter Tag werden.
Da die Putzfrau immer noch in unserem Zimmer zu gange war mussten wir weiter abwarten. Ich überbrückte die Zeit mit Online Nachrichten der Kanaren lesen auf http://www.comprendes-grancanaria.de/ .
Bei einem Artikel blieb ich spontan hängen."Leiche in Ayacate gefunden". Dort waren wir vor kurzem erst. Beim Lesen des Artikels bekam ich Gänsehaut. Auf der Rückfahrt vom Pico de las Nieves haben wir einen Feuerwehrrüstwagen und Feuerwehrmänner mit Höhenrettungsgerät an einer typischen Aussichtspunkthaltebucht am Straßenrand gesehen. Solche Buchten nutzen auch wir immer wieder um zu halten und Fotos von den tiefen Schluchten zu machen. Wir dachten uns nichts dabei es war kein Krankenwagen oder Polizei zu sehen. Wir dachten eher an Sicherungsarbeiten an den Steilhängen um Steinschlag im Tal zu vermeiden. Doch nach dem Lesen des Artikel war klar hier wurde die Leiche eines Mannes geborgen. Er wurde 20 Tage vermisst und ist 100 Meter tief in den Barranco gestürzt an einer viel befahrenen Straße wo immer wieder Fahrzeuge halten. Und niemand hat es mitbekommen oder die Leiche gesehen.
Gestern schrieb ich noch ausschweifend das ein Barranco dich förmlich auffressen kann. In diesem Fall traf meine Beschreibung treffend zu. Man darf das nicht zu sehr dramatisieren, die Umstände sind noch völlig unklar. Aber es ermahnt doch zur Vorsicht in manchen Situationen.
Kommen wir zu den erfreulichen Dingen des Lebens die Temperaturen sinken heute haben wir nur 33°C und die Luftfeuchtigkeit sinkt. Die Hitze lässt sich gut ertragen aber in Verbindung mit hoher Luftfeuchtigkeit bringt dich das um. Ich erzähle jetzt nichts von dem Artikel mit der Wanderin die vor kurzem an Hitzschlag auf Gran Canaria gestorben ist.
Ich vermeide es gerade strikt deutsche Nachrichten zu lesen, das sollte ich auch für die kanarischen Nachrichten gelten lassen.
Die Putzfrau hat mittlerweile unser Zimmer im wahrsten Sinne geräumt und wir machten uns badefertig.
Zuerst ging es zum Geocachen mit dem Auto nach Taurito. Ein hässlicher Ort der nur aus in den Berg gequetschten Hotelkomplexen besteht. Der Cache selbst lag in einem kleinen angelegten botanischen Garten. Wie paradox, da wird alles natürliche sprichwörtlich weggebomt und mit Beton verschandelt und gleichzeitig künstlich ein Garten angelegt der zeigt wie es aussehen könnte. Ein neues Hotel ist in der Gegend schon im Bau.
Bei all meiner Kritik an diesem Frevel der Natur und dem Massentourismus muss ich aber auch fairerweise erwähnen das der Tourismus die größte Einnahmequelle auf den Kanaren ist. Die Inseln sind durch eine am Boden liegende Wirtschaft geprägt. Und von einer schönen Aussicht kann man nicht seine Familie ernähren. Mehr Touristen bedeutet mehr Arbeitsplätze und Devisen für die Insel. Heute habe ich auch noch von einer immer mehr steigenden Kriminalität aufgrund der hohen Arbeitslosigkeit auf den Kanaren gelesen. (Memo an mich, ab heute generell keine Nachrichten mehr lesen)
Ein dickes "aber" gibt es dennoch. Ich denke nicht das diese Strategie zukunftsorientiert ist. Irgendwann sind die Inseln ausgelutscht, und keine Touristen werden mehr kommen. Sich nur auf gutes Klima verlassen ist leichtsinnig.
Wie solche nicht zu Ende gedachten Pläne ausgehen haben wir heute an unserem Lost Place Strand gesehen.
Nach dem wir Taurito verlassen haben steuerten wir den ersten Strand abseits der Massen an. Leider war der Zugang durch den Barranco noch nicht für die Füße von Vic geeignet und wir steuerten den Nächsten an. Hier war schon am oberen Parkplatz die Hölle los und nach dem Studium der Karte entdeckten wir noch eine Badebucht in der Nähe.
Hier standen nur wenig Fahrzeuge und wir begannen den Abstieg über eine asphaltierte gesperrte Straße. Es gab Fußwege Straßen Laternen und eine Promenade aus vergessenen Palmen die im Sterben lagen. Und das alles im Nichts. Hier wurde irgend etwas geplant es wurde angefangen zu bauen es wurde aufgegeben und jetzt holt sich die Natur alles zurück.
Ein typisches Beispiel für, nicht zu Ende gedacht. Ist Geld da wird gebaut, geht das Geld aus bleibt die Ruine stehen und zerfällt. Solche Beispiele gibt es viel auf den Kanaren.


Uns soll das recht sein wir wollen einen einsamen Strand. Unten angekommen sahen wir einen kleinen aber feinen Steinstrand. Nur eine Handvoll Menschen sind zu sehen. Wunderbar hier bleiben wir. Die anderen Badegäste waren zwar überwiegend nackt aber man muss ja nicht jeden Trend mitmachen. Am Felsenstrand haben sich Menschen viel Mühe gegeben und kleine Burgen aus Stein gebaut. In der Mitte lag feiner Kies um beim Liegen kein Fall für den Orthopäden zu werden. Man muss sich das vorstellen wie die Sandburgen an der Nordsee die von Familien als Gartenzaunersatz benutzt werden.
Nur hier aus Stein für jeden zugänglich und ohne Muscheln an der Front die aussagen hier wohnt Familie Schmitt.


Wir ließen uns häuslich nieder und ich machte mich gleich auf den Weg ins Meer. Allein schon die Temperaturen des Wasser verhindern das ich mich hier nackt zeige.
Wie der erste Mensch stolperte ich über die glitschigen Steine wurde von einer Welle erfasst und saß mit dem Arsch in der Brandung. Jetzt war es gar nicht mehr so kalt. Ich beschloss das schwimmen in 30 cm Wassertiefe ungefährlicher ist als Laufen und schnorchelte eine Proberunde. Geil total viele Fische sind unterwegs, ich kenne sich nicht aber genau das will man beim Schnorcheln sehen.


Also raus aus dem Wasser die Aktion Cam geholt und wieder rein in die Fluten um zu Filmen. Doch die Wellen wurden immer höher und ich wurde wie ein Ping Pong Ball von der Brandung hin und her geschleudert, leider auch immer wieder Richtung Felsen knapp unter dem Wasserspiegel. Ich hatte auch am Rumpf die Farbe eines Ping Pong Balles, wir waren ja bis jetzt nur nachts schwimmen.
Egal was ich versuchte die Wellen hoben mich hoch und schleuderten den weißen Wahl wider an die Küste. Ich gab das Schnorcheln auf verletzte mich noch ein wenig an den Steinen unter Wasser am Daumen. Und kletterte in unser Steindomizil.


Vic wollte mal wieder nicht ins Meer, es ist ihr zu kalt. Ein kurzer Blick auf die Uhr sagte mir wir haben auflaufendes Wasser deshalb der immer stärker werdende Wellengang. Ich wunderte mich schon warum die Einheimischen aus dem Wasser gingen bzw. gar nicht drin waren.
Wir verbrachten dann die Zeit einfach mit Lesen an der schönen Küste und betrachteten die Brandung wie sie sich am schroffen Ufer bricht.


Total schön und das in Ruhe ohne Massen von Menschen. Jeder lag in seiner Steinbehausung und war mit sich selbst zufriedenen.
Nach ca. 1,5 Stunden verließen wir diesen schönen Ort denn es gab keinen Schatten und trotz Sonnenschutz Faktor 50 merkte ich schon ein leichtes Ziehen an den Schultern. Auch mein Ultra weißer Bauch hat jetzt einen roten Streifen. Bevor mich jemand als Boje missbraucht geht es zurück ins Hotel.
Auf dem Rückweg hielten wir noch an einer Haltebucht von wo man auf unser kleines Puerto de Mogan schauen konnte.


Ich machte noch Fotos, und wir fuhren weiter einkaufen danach ab ins Hotel. Hier widmeten wir uns unseren Bücher und tranken noch ein paar Tropical.
Wir haben übrigens neue Nachbarn. Der Stimme nach ein junges Paar die spielen den ganzen Abend Kniffel und Schiffe versenken. Die wirken so langweilig scheinen aber glücklich in ihrer kleinen Welt zu sein.
Morgen soll es endlich wieder wandern gehen. Vics Füße sind zwar immer noch nicht ganz auf dem Damm aber ich tape sie mit Panzerband und Gelpflaster das sollte gehen. Wohin es gehen soll ist noch nicht klar, mal sehen in welche Richtung der Wind morgen weht.

Gute Nacht Liebes Tagebuch

Position:Lugar Lomoquiebre,Playa de Mogán,Spanien

Freitag, 23. August 2013

Gran Canaria Tag 5 Die Höhlen von Guayadeque

Wie gestern schon zu erahnen war fällt wandern aufgrund von Vics Blase am Fuß heute aus. Auf einer Fläche von ca. 2 Cent sieht man rohes Fleisch. Ich guck mir das aber nicht an sieht ja schlimm aus. Bei unserer Flucht durch die Dünen von Maspalomas hat sich das Teure Hydro Gel Blasenpflaster in seine Bestandteile zerlegt und der Sand in den Schuhen sorgte für Ordentlich Reibung am Fleisch. Das hat Vic aber gestern komplett ausgeblendet und jetzt ist der Fuß durch. Wenn man nicht gerade verfolgt wird hat man unterwegs auch ein wenig mehr Zeit um die Füße zu tapen.
Da das nicht genug ist hat Vic auch noch ein Kaputtes Knie. Ich weiß nicht mehr ob es an der Hitze oder dem Hauswein lag, aber gestern Nacht überkam uns das dringende Bedürfnis auch mal den Pool zu nutzen. Wie immer zu spät ab 19:00 Uhr herrscht hier Badeverbot. Im festen Glauben ab 01:30 sehr sehr früh am morgen ist das Verbot wieder aufgehoben machten wir uns auf den Weg. Mit unseren neu erworbenen Fähigkeiten im Tarnen und Täuschen gelang es uns unbemerkt den Pool zu erreichen. Das Wasser war piss warm aber die Atmosphäre war genial. Wenn ich den Hotelpool immer für mich allein (und Vic) hätte würde ich auch am Tag darin schwimmen.
Als wir elegant den Rückzug antreten wollten verfehlte Vic in der Dunkelheit eine Stufe der Poolleiter und stürzte. Sah im Dunkeln erst mal nicht schlimm aus. Man sah ja nichts.
Im Hotelzimmer lief dann schon der rote Lebenssaft am Bein runter. Ich habe Vic kurz verarztet und dann gab es noch ein Glas Wein auf den Schreck.
Heute morgen stellten wir fest nicht nur die Blase am Fuß sieht scheiße aus, jetzt auch noch das Knie.

Wie es der Zufall wollte haben wir von Micha vor kurzem eine Nachricht über Facebook bekommen. Er schrieb von einem kleinem Dorf das aus Höhlen besteht und in dem Wohnen heute noch Menschen. Ein Ausflug lohnt sich. Dazu muss man wissen das die Uhreinwohner der Kanaren ihre Siedlungen und Grabstätten in die steilen Wände der Barancos Bauten. Dadurch hatte sie optimalen Schutz vor der Witterung und möglichen Feinden.
Beim Frühstück beschlossen wir das aufgrund von Vics Gebrechen ein wenig gucken statt laufen auch nicht verkehrt ist. Wieder auf dem Zimmer recherchierten wir zum Ort Guayadeque und dessen Lage. Auf der aufgehängten Landkarte schusterten wir uns eine Route zurecht und los ging es.
Das Wetter war mal wieder sehr schwühl. Die Wolken hängen tief am Himmel kaum Sonne dafür Hitze. Auf dem weg nach Guayadeque zeigte das Thermometer im Auto 40° C Außentemperatur an. Unterwegs machten wir noch einen unfreiwilligen Abstecher nach Ingenio. Durch die Zahlreichen Einbahnstraßen und schlechter Beschilderung lernten wir den ganzen Ort kennen, befanden das aber als schön hier.
Hier mal ein typischer Dialog beim fahren.
Ich: "Ich glaube wir müssen hier Links abbiegen"
Vic: "Ja das stimmt aber du darfst hier nicht Links abbiegen"
Ich: "ich weis"
Und bevor der Satz zu Ende gesprochen war bogen wir links ab. Irgendwie muss man ja zum Ziel kommen. Der Rest lief nach Plan, ich meine Landkarte. Auf dem weg zu den Höhlenbewohnern fuhren wir durch ein wunderschönes Tal.





Wir waren von schier endlos wirkenden Steilwänden umgeben. Man wirkt in dieser Umgebung immer so klein und verletzlich. Aber auch fast hypnotisiert von der Kulisse. Es gibt im Tierreich Jäger die ihre Beute damit anlocken in dem sie vorgeben etwas zu sein was sie nicht sind. Und so sehe ich die Baracos. Sie locken mit der Farbenpracht, dem Lichtschauspiel. Und wenn du nicht aufpasst frisst er dich auf. Diese Eindrücke sind schwer in Worte zu fasse. Das muss man erleben und vor allem auf sich wirken lassen.


Nach einiger Zeit erreichten wir auch das kleine Höhlendorf. Wir beschlossen erst einmal ein Platz im Schatten zu suchen und die ganze Kulisse bei einer Zigarette auf uns wirken zu lassen. Sofort viel ums eine kleine Kapelle auf die in den Massiven Stein gemeißelt wurde. Auch die ersten Höhlen sahen sehr interessant aus.








Die beeindruckende Idylle wurde aber durch einen Reisebus unterbrochen. Der parkte genau in unserem Blickfeld und er lud eine Horde Engländer ab. Es war eine geführte Tour, die Reiseleiterin versammelte ihre Schafe nach dem aussteigen. Und begann mit ihrem Vortrag. Interessanter weise schauten alle auf die Reiseführerin, die aber schaute selbst auf die Höhlenlandschaft so das ihr Publikum die Sehenswürdigkeiten im Rücken hat. Nach der Kurzinfo zum Ort löste sich der Mob und begab sich sofort in das rechts neben der Kapelle liegende Restaurant um ihre dicken Kinder nicht verhungern zu lassen.
Wir beobachten das Treiben recht amüsiert.
Bei uns läuft das Gott sei Dank anders ab. Wenn ein so wundervoller Ort vor uns liegt wollen wir diesen auch entdecken und auf uns wirken lassen. Erst wenn das Gehirn mit Bildern gefüttert ist kommt der Bauch.
Und so machen wir es auch zu erst ging es in die Kapelle. Wahnsinn, hier wurde ein komplettes Gotteshaus in den Fels getrieben. Im inneren gab es einen Beichtstuhl und eine Kanzel zum Predigen, alles aus Stein. Ich gebe nicht viel auf Religion aber auf Architektur.








Die Engländer futtern und wir erkunden das Höhlendorf. Hier wird sogar Vieh gezüchtet und die Eingänge der Behausungen sehen aus als ob sich in den letzten 100 Jahren nichts verändert hat.


Nur die vereinzelten Fernsehantennen an den Höhlen lassen erahnen das hier moderne Menschen Wohnen.




















Ein sehr Kontrastreicher Ort.
Als wir wieder auf dem Rückweg zum Wagen sind kommen uns auf den engen Pfaden schon die Horden entgegen. Die blockieren auch schön den Weg und machen uns für den Abstieg nicht ein Millimeter Platz. Scheint der Horden Tunnelblick zu sein. Wir drängten uns durch die Massen und waren froh wieder am Wagen zu sein.
Darauf sind wir noch weiter Berg auf Gefahren, um zu einem Restaurant zu gelangen. Dies ist natürlich auch eine Höhle. Wir hatten tierisch Lust auf eine eiskalte Cola in einer Höhle. Das mitgeführte Wasser in PET Flaschen stand kurz vor dem Siedepunkt.
Als wir das Restaurant betraten waren wir total beeindruckt. Tief in den Berg wurden verschlungene Gänge gerieben und immer wieder gibt es Nischen an denen man sitzen kann. Das die Kellner hier einen Überblick behalten wo und ob überhaupt ein Gast irgendwo Sitz ist eine Reife Leistung. Auch die Theke mit dem abhängenden Schinken sieht einfach nur geil aus.





Als ich mir die gewünschte eiskalte Cola und den Schlund goss wurde mein Körper zum Filter. Farbstoff und Koffein blieben im Körper und Wasser wurde in Form von Schweißausbrüchen auf der Stirn ausgeschieden. Trotzdem sehr erfrischend.


Nach dem Restaurant Besuch suchten wir noch einen nahegelegenen Geocache und bewunderten weitere Wohnhöhlen. Sehr abgefahren so zu leben.


Danach machten wir uns ohne Umwege auf den Rückweg zum Hotel. Das Klima und der doch sehr späte Abend von gestern machen sich bemerkbar. Wir sind einfach nur kaputt und keine 17 mehr.
Inspiriert von den Hängenden Schinken im Restaurant habe ich auch meine Wandersalami im Hotel aufgehängt.


So eine harte Mettwurst schmeckt erst richtig gut wenn sie Knüppel hart ist. Mir kam dann noch ein Verwendungszweck in den Sinn. Sollte wieder ein Spinner hinter uns her sein hole ich die harte Mettwurst raus und Prügel die scheiße aus ihm raus. Danach gönne ich mir auf dem Opfer einen Snack.
Ich darf allerdings die Verteidigungsmettwurst nicht vorher aufessen.
Das soll es für heute gewesen sein, morgen wollen wir vielleicht an einen einsamen Strand und ich möchte Schnorcheln und endlich ein paar Unterwasser Bilder machen.

Gute Nacht Liebes Tagebuch


Position:Lugar Lomoquiebre,Playa de Mogán,Spanien

Donnerstag, 22. August 2013

Tag 4 aus der Sicht von Viktoria

Da Vic parallel Tagebuch in Papierform führt und dieser Tag total heftig für uns war kann man die Situation aus ihrem Tagebuch noch einmal nachlesen
21.08.2013 - Tag 4
So wurden wir bisher noch nicht geweckt. Um 8.50 (der Wecker stand auf 9.00) hörten wir im Zimmer ein freundliches: Hola. Die Putzfrau war bereit zur Tat. Wir lagen aber noch im Bett, und als auch sie das registrierte, schloss sie die Tür schnell wieder von außen. Da wir ja nun wach waren, konnten wir auch aufstehen. Bei der morgendlichen Balkoninspektion stellten wir erstaunt fest, dass es regnete. Da auf den Kanaren im August durchschnittlich ein Regentag zu erwarteten ist, dachten wir eigentlich, dass dies gestern schon geschehen ist, aber nun gut. Erst mal frühstücken. Das beinhaltet wie immer einreichhaltiges Angebot. Ach ja, vorher hatten wir erneut eine Nachricht im Zimmer, dass wir uns ander Rezeption melden sollten, was konnte das nun wieder bedeuten? Jetzt der Rausschmiss? Nach dem Essen erfuhren wir, dass es sich lediglich um die HP+ Nachbuchung handelte, man wußte nicht dass das gestern Abend schon geklärt wurde. Glück gehabt!
Frisch gestärkt ging es an die Tagesplanung. Eigentlich hatten wir eine kleine Barranco-Wanderung, verbunden mit einem Multi-Cache und anschließendem Strandbesuch ganz in der Nähe geplant. Doch da machte uns das Wetter einen Strich durch die Rechnung. Da es ja gestern schon geregnet hatte und heute nun auch tröpfelte, war die Barranco-Tour nicht zu empfehlen, es könnte durch die Näße zu Steinrutschen kommen. Strandwetter war dies ohnehin nicht. Also, was nun? Wegen des Regens und des Nebels wollten wir auch keine lange Autotour einplanen, schon gar nicht auf den Serpentinen hier. Im Reiseführer entdeckte ich eine Tour durch die Strand- und Dünenlandschaft von Maspalomas. Diese Dünen standen bei uns sowieso auf dem Urlaubsprogramm, zumindest wollten wir sie mal gesehen haben. Und die Rother-Tour von 2,5 Stunden kam da wie gerufen. Da es bedeckt war, bestand keine Gefahr eines Sonnenstichs in der Wüste! Passt doch! Außerdem war die Luft so drückend und schwül, dass jede Anstrengung tödlich gewesen wäre. Da kommt so ein easy Strandspaziergang doch genau richtig.
Gesagt, getan, ausgerüstet und los. Nach Maspalomas kommt man bequem über die Autobahn, also auch keine anstrengende Serpentinenstrecke. Vor Ort angekommen waren wir erst einmal erschrocken über den Touri-Faktor und die Häßlichkeit des Ortes. Da ist unser kleines Mogan doch ein Schmuckstück dagegen. Hier war es völlig überfüllt, nur kaputte Leute. Dies spiegelte sich auch in der Parkplatzsuche wider. Es gab nämlich keinen! Wir mussten schließlich wieder ein ganzes Stück zurück fahren, um Frau Bach adäquat abstellen zu können. Der Startpunkt der Rother-Wanderung liegt an einem Leuchtturm in Meloneras, wohl einem Stadtteil von Maspalomas. Hier liegt auch ein Cache, da es hier aber Ultra vermuggelt ist, wollten wir den evt. am Ende unserer Runde angehen. Zunächst waren wir wirklich überfordert mit dem Touri-Aufkommen hier, ein kleiner Kulturschock, den wir bei einer Zigarette verdauen mussten. Wenigstens der Klang der durch Wellen umspülten Steine war vertraut und schön.
Die Wanderung sollte zunächst für ca 4 km den Strand entlang führen. Doch schon nach den ersten Schritten im Sand merkten wir, wie anstrengend das war. Die Wanderstiefel fühlten sich gleich 3x schwerer an als sonst. Dazu kam die unglaublich unangenehme Atmosphäre hier. Alles voller Bade-Touris, Liegen, Sonnenschirme etc. Hier waren wir in unseren Komplett-Wanderoutfits mit Rucksack, Trinkschläuchen, Wanderstiefeln doch etwas overdressed. Dementsprechend wurden wir auch beäugt, was uns wiederum egal ist. Wir finden es eher schlimm all diese Leute sehen zu müssen! Die Rother-Strecke am Strand ging uns sehr bald auf die Nerven und wir beschlossen den Angriff nach vorn: einfach quer Feld ein und mitten durch die Dünen die Strecke abkürzen. Diese Entscheidung wurde, natürlich, auch davon beeinflusst, dass mitten in der Wüste tatsächlich noch ein paar Dosen liegen sollten. Also ging es, den Rücken zu den Strand-Touris, direkt in die Sandwüste. Und je mehr wir uns vom Strand entfernten, desto beeindruckender wurde die Landschaft. Weißer Sand, wellenförmig vom Wind in riesige Dünenlandschaften verweht.
Das Wandern war immer noch anstrengend aber die Natur machte das wett! Nächster Vorteil war, dass man hier kaum einer Menschenseele begegnete, außer den paar Nudisten, die hier ihre Ruhe suchten. Herrlich. Anhand des GPS näherten wir uns allmählich der ersten Dose. Dann kamen uns aber doch die ersten Bedenken. Eine Dose in der Wüste? Wo zur Hölle soll man die denn suchen? Und dann auch noch bei Wanderdünen? Kranker Scheiß! Nach und nach tauchten im Sand aber doch hin und wieder Gestrüppe, dann sogar kleine Bäumchen auf. Ok, das erhöhte die Chance, die Dose ohne größere Umgrabungen zu finden. Und so wars dann auch. Unter einem Bäumchen fanden wir, getarnt durch einen Steinhaufen (wie kreativ) die Dose. Schön. Also ab zur Nächsten, wieder mitten durch die Wüste. Es war wirklich eine gute Entscheidung, diese Tour nicht bei prallem Sonnenschein zu machen, das wäre tödlich. Es war so schon anstrengend genug durch den Sand bergauf- und -ab zu laufen. Die nächste Dose brachte uns zurück in die Zivilisation, quasi auf die andere Seite des Dünenfeldes, direkt vor ein RIU-Hotel. Hier war auch der Durchgang von der Promenade ins Dünen-Gehege. Dementsprechend war das Muggel-Aufkommen recht hoch, aber es ging. Vom Cache trennte uns eine Mauer, und wie immer stellt sich dann die Frage: auf welcher Seite ist er denn? Vom Strand aus gesehen war hinter der Mauer eine kleine botanische Ausstellung von Kakteen und Palmen, geziert von Lavagestein. Dank des Hints gingen wir davon aus, das die Dose auf dieser Seite sein musste. Das Gelände sah zwar so aus, als dürfte man es nicht betreten, dem war aber nicht so, und nach kurzer Suche wurden wir fündig. Freu.
Nach einer kurzen Pause wollten wir die Route fortsetzen, denn an diesem Punkt genau stießen wir wieder auf die Rother-Route, die der Rückweg war. Noch während wir pausierten, fiel uns ein Typ mit rotem Rucksack und gelbem Handtuch in der Hand auf, der uns, während er an uns vorbei ging, komisch anglotzte. Nach ein paar Metern blieb er stehen, glotzte abwechselnd in die Dünelandschaft und dann wieder zu uns. Naja, wir boten ja auch eine merkwürdigen Anblick im Vergleich zu den ganzen anderen Touris im Strandoutfit, wie gesagt, overdressed. Nach der Rother-Wanderung sollten wir den Holzpfählen mit der blauen Markierung folgen. Die Orientierung in den Dünen ist durch die Verwehungen nicht leicht, deshalb gibt es diese Pfähle, die verschieden Wege markieren in rot, gelb und Blau. Weil das Laufen im Sand sehr anstrengend ist, legten wir immer wieder kurze Verschnaufpausen ein. Nach kurzer Zeit fiel uns der Typ mit dem roten Rucksack auf, der parallel zu uns in die gleiche Richtung lief. Auffällig war, das er, wenn immer wir stoppten, auch anhielt und sich scheinbar gleichgültig in der Wallachei umschaute. Merkwürdig. Doch erst mal dachten wir uns nix weiter dabei und wanderten weiter. Doch bei jedem unserer Stopps hielt auch er an, einmal schob er sich sein T-Shirt hoch und kraulte sich den Bauch. Nun wurden wir mißtrauisch. Der verfolgt uns doch! Ich erzählte Stephan von meinen Bedenken und er hatte davon gelesen, dass es hier an den Stränden Leute gibt, die gezielt darauf aus sind, nackte Menschen zu beobachten. Ach so, dann glaubt der wir würden uns ein stilles Örtchen suchen um nackt zu Sonnen und hofft, uns beobachten zu können. Na, soll der mal glauben was der will, das wird er nicht zusehen bekommen! Der wird nach ein paar 100 Metern schon feststellen das wir uns nicht ausziehen wollen, sondern Wandern (was eigentlich das Outfit schon sagt!).
Wir folgten also weiter der blauen Markierung, waren nun aber doch etwas in Lauerstellung, da wir keinen Bock hatten, von so einem Voyeur verfolgt zu werden. Immer mal wieder war er außer Sichtweite, doch dann tauchte er unvermittelt hinter der nächsten Düne wieder auf und beobachtet uns. Nur wenn man ihn direkt ansah tat er so, als würde er die Landschaft genießen. So langsam wurde der Typ mir aber doch immer unheimlicher. Schließlich verfolgte er uns schon eine ganze Weile. Was für ein Aufwand um jemanden nackt zu sehen! Zumal es hier genug Menschen gab, die er ohne so viel Aufwand hätte beobachten können. Und dann kamen mir die Gedanken analog zu den vielen Krimis, die ich immer lese. Was ist, wenn der Typ gar kein Spanner ist, sondern an unsere Wertsachen will, und er bisher nur noch nicht die günstige Gelegenheit gefunden hat? Meine Gedanken überschlugen sich: wir, augenscheinlich zwei Rucksack-Touris, haben doch alle Wertsachen bei uns. Hier in der Wüste gibt es zahlreiche Gelegenheiten, jemanden unbeobachtet zu überfallen, das bekommt kein Schwein mit! Außerdem war der Typ offensichtlich ortskundig, denn er tauchte immer wieder unvermittelt auf, als ob er wüßte welchen Weg wir gehen. Und er starrte uns auch immer wieder an! Nach ca. einer halben Stunde hing er immer noch an uns dran. Diesen Aufwand betreibt kein Spanner, das schwöre ich! Da gibt es hier leichtere Beute! Scheiße. Wir hatten ein Problem am Hacken, im wahrsten Sinne! Und weit und breit keine Zuflucht, geschweige denn Menschen in Sicht! Und der Typ genoss anscheinend Heimvorteil. Langsam stieg echt Panik in mir auf, und auch Stephan konnte nicht mehr an die Voyeur-Theorie glauben. Verdammte Axt, was nun?
Da der Typ offensichtlich die verschiedenen Wege hier kennt, beschlossen wir, querfeldein weiter Richtung Strand (und ich sage es ungern aber in dem Fall stimmt es, rettende Menschenmenge) zu gehen und die vielen Dünen für uns als Tarnung zu nutzen, schließlich verfolgt er uns nicht auf dem selben Weg, sondern war immer darauf bedacht, irgendwie parallel zu uns zu gehen. Es begann, zumindest in meinem Kopf, eine regelrechte Hetzjagd! Der Typ war nun schon mindestens 45 Minuten an uns dran und machte mir immer mehr Angst! Mit Hilfe des GPS (Gott sei Dank - wir sind Geocacher!) schlugen wir Haken zwischen den Dünen und erhöhten unser Tempo so gut es das Terrain zuließ. Ich stieß schon leicht an meine Grenzen, aber stehen bleiben wollte ich ums Verrecken nicht bis wir den Typ losgeworden sind! (Ach ja, später im Hotel tauften wir ihn Dessert Devil) Nach ein paar Windungen und Biegungen schien es tatsächlich so, das wir ihn abgehängt hatten. Glück gehabt, aber wohl war mir immer noch nicht beider Sache, ganz im Sinne der klassischen Paranoia schaute ich mich immer wieder um. Wir waren nun aber glücklicherweise in einem Gelände, wo wenigstens sehr vereinzelt wieder Menschen, wenn auch nackt, waren. Doch die waren immer noch so verstreut, dass dazwischen viel Platz für Untaten war. Aber augenscheinlich hatten wir es geschafft, den Typen abzuschütteln, zumindest hatten wir ihn ca. 15 Minuten nicht mehr gesehen.
Bis er unvermittelt doch wieder ganz in unserer Nähe auftauchte! So eine scheiße. Und dann wurde meine Panik echt groß! Vorher hatte ich noch optimistisch gedacht, es wäre doch ein Spanner, der einfach sehr hartnäckig ist, doch nun, Pustekuchen! Nach einer geschätzten Stunde ist er uns immer noch auf den Fersen, bleibt stehen wenn wir stehen bleiben und beobachtet uns. Meine Nerven waren zum Zerreißen gespannt. Stephan stellte dann fest, dass uns Dessert Devil erst dann wieder gefunden hat, als wir wieder auf einem offiziellem Wanderweg unterwegs waren, die Zeit im "Off" hatten wir Ruhe vor ihm. Das hieß also, runter von den Wegen. Als er so unvermittelt wieder auftauchte, hatte ich so einen Schiß, dass ich in Betracht zog, einen der Sonnenanbeter irgendwie um Hilfe zu bitten. Oder ich wollte wenigstens in der Nähe einer der nackten umherwandernden Menschen bleiben. Doch Stephan behielt zum Glück einen kühlen Kopf, und auch ich wußte, dass der Typ auf keine Fall meine Panik sehen durfte, also riss ich mich zusammen, es musste weiter gehen. Also diesmal wieder per GPS fernab der Wege, auf der schnellsten Route zum Strand, dahin wo viele Leute sind! Ich war zwar noch nicht am Rande eines Nervenzusammenbruchs, aber das war schon ein ganz krankes, bedrohliches Gefühl! Das hatte ich so auch noch nicht. Körperlich hätten wir beide gut eine Pause gebrauchen können, aber nicht hier, ohne Menschenseele, und mit dem Typen, der gerade wieder außer Sichtweite war.
Mit letzter Kraft, und das ist kaum übertrieben, kamen wir am Strand an und nutzten hier einen Busch als Tarnung, um die verdiente Pause zu machen. Unsere Köpfe waren hochrot, und mal wieder wurden wir angeglotzt, aber das war mit egal. Hauptsache unter Menschen! Ich glaubte zwar immer noch, dass der Typ uns weiter sucht, aber hier war genügend Publikum, was soll da passieren. Trotzdem hatte ich, nachdem wir wieder einigermaßen auf dem Damm waren, keinen Bock mehr auf Maspalomas und diesen Scheiß. Ich wollte nur noch weg! Wir machten uns auf den Rückweg zum Auto. Der Dessert Devil hat uns so paranoid gemacht, das wir sogar auf diesem Weg ständig hinter uns geschaut haben und die Farbe Rot war plötzlich omnipräsent! Aber wir haben es geschafft und Stephan brachte uns dann sicher wieder nach Hause. Schnell Bier gekauft, das muss unbedingt sein, nach diesem körperlichen und auch echt psychischen Stress, und ab auf den sicheren Balkon! Da will man mal gemütlich, stressfrei, ohne Anstrengung.... Ich glaub's noch gar nicht so richtig.... Wir wissen ja nicht, was der Typ im Schilde führte, aber bestenfalls haben wir hier echt Schwein gehabt. Das hätte auch richtig fies enden können! Hier aufgeschrieben klingt das alles gar nicht so dramatisch, aber in der Realität war das unglaublich bedrohlich. Abschließend kann man sagen dass Stephan und ich da das Dream-Team sind, und ich denke, das wir wirklich das Beste aus der Situation gemacht haben, was uns möglich war. Und schlussendlich haben wir den Dessert Devil ja auch abgeschüttelt. Krass! Das will ich nicht noch mal erleben. Ergo: meide Touri-Gebiete weiträumig, lieber ab in den Wald!!!

Position:Lugar Lomoquiebre,Playa de Mogán,Spanien

Mittwoch, 21. August 2013

Gran Canaria Tag 4 Die Wüstenkrieger von Maspalomas

Gran Canaria Tag 4 Die Wüstenkrieger von Maspalomas

Heute morgen regnet es immer noch ein wenig und die Berge sind in dunkle Wolken gehüllt. Ursprünglich wollten wir einen nahen Geocach in einem Baranco absolvieren. Doch der Regen vom Vortag und heute macht das zu riskant. Die Steinschlag Gefahr nimmt nach Regenfällen stark zu. Ein Ausflug in die Berge lohnt sich auch nicht da alles in Regenwolken verhüllt ist.
Nach dem Frühstück saßen wir ein wenig ratlos auf dem Balkon betrachteten die aufgehängte Landkarte und schmökerten im Rother Wanderführer. Die Luftfeuchtigkeit lag bei ca. 80 % und wir hatten Temperaturen um die 30° C. Das bedeutet, nur beim sitzen läuft der Schweiß und die Luft drückt. Wir beschlossen es muss etwas in Küsten Nähe sein. Und wir wollen nicht Stunden mit dem Auto über die Insel Gurken. Für einen Ruhetag ist es aber auch noch zu früh.
Vic fand im Rother die Dünen von Maspalomas ein Wüsten Naturschutzgebiet, es wird auch die Sahara von Gran Canaria genannt. Dieses Wunderwerk der Natur wollten wir so wie so besichtigen und der Bewölkte Himmel, die frischen Winde der Küste machen das Ziel für heute Ideal.
Als feststand wo es heute hingeht kam mir gleich der Titel für den heutigen Blog Eintrag. "Die Wüstenkrieger von Maspalomas". Das lag weniger an unserer Kriegerischen Ader, vielmehr an unser Wander Outfit. Mit Bergstiefeln und dicken Rucksäcken fällt man am Strand einfach auf, warum auch immer.
Das dieser Titel heute noch Programm sein wird hätten wir uns nicht Träumen lassen.
Ich fasse zusammen. Entspannter Spaziergang durch die Dünen und einfach alles auf sich wirken lassen. Total Easy und genau richtig bei der Wetterlage.
Wir packten unsere sieben Sachen und fuhren in das ca. 40 Kilometer entfernte Meloneras. Dort erwartete uns Bettenburgen und dicke Engländer mit zu wenig Kleidung am Leib. Die Parkplatzsuche war anstrengender als das Fahren in den Serpentinen. Ständig läuft einem irgend ein Mensch vor die Karre, und dem Drang einfach draufzuhalten musste ich unterdrücken. Schlussendlich fanden wir einen Parkplatz am Po der Welt und Marschierten zum Leuchtturm von Meloneras. Laut Rother Wanderführer beginnt hier die Tour durch die Dünen. Am Leuchtturm ließen wir den ganzen Kitsch um uns rum negativ wirken und lasen die Beschreibung im Wanderführer.
Kurz vorher haben wir noch einen dieser aufdringlichen Flyer Verteiler kennen gelernt. Wir wollten keinen Flyer und er lief hinter uns her bettelte für eine Chance und beschimpfte uns danach. Rein sachlich betrachtet war sein Glück das er uns vor der Wanderung getroffen hat. Nach der Wanderung hätte man seine Zettel Operativ aus dem Dickdarm entfernen müssen.
Wir schlenderten also gemütlich an der total überfüllten Strandpromenade entlang, nebenbei rette ich noch ein Kind im Kinderwagen. Dieser hatte sich selbständig gemacht und rollte unbemerkt von der Mutter eine Holzrampe runter. Ein kurzer Sprint, Zugriff und das Kind war save.
Alles total entspannt. Nur die vielen Menschen Nerven (noch!!!)
Irgendwann beschließen wir den Strand und damit auch die Wanderroute zu verlassen. Die Dünen sahen einfach zu wunderbar aus um sie links liegen zu lassen.





Ich klärte noch mit vic die Überlebensstrategie bei einem Sandsturm. Wir müssen dann halt in einem Toten Kamelbauch Zuflucht finden Vic will da aber nicht mit machen und Kamele gibt es auch nicht, hoffen wir mal auf keinen Sandsturm.
Ein kurzer Blick auf das GPS zeigt auch drei Geocaches in den Dünen an, also rein in den Sand. Wer schon einmal ein Wettrennen am Strand gemacht hat weis wie anstrengend die Fortbewegung im Sand sein kann.
Wir wurden aber mit einer Atemberaubenden Landschaft aus Sand und Strauchwerk belohnt.


Noch treffen wir vereinzelt auf Menschen doch bald laufen wir allein durch die Wüste.














Einfach nur Schön.





Das zog sich weiter so hin bis wir den Rand eines Hotelkomplexes erreichten der auch gleichzeitig ein Aussichtspunkt war. Dort gab es noch einen Geocache. Es dauerte ein wenig bis wir ihn fanden und zum erstem mal viel mir ein Typ auf der seit unserer gesamten Anwesenheit in den Dünen steht und zu uns rüber schaut. Ich dachte mir nichts dabei, ist ja auch eine schöne Gegend da verweilt man schon einmal etwas länger. Später erzählte Vic der war auch schon einmal ganz nah bei uns und wirkte Komisch, das ist mir aber nicht aufgefallen.
Wir machten uns auf den Rückweg und schlenderten wieder so durch die Dünen. Plötzlich tauchte der Typ wieder in unserer Nähe auf und starte zu uns rüber. Dann verschwand er wieder. Als wir uns ein wenig verlaufen hatten und in einer Sackgasse aus Wüstenpflanzen landeten war er wieder da. Immer in einiger Entfernung. Ab jetzt war klar wir werden verfolgt. Mein erster Gedanke war das ist einer der vielen Spanner die sich in den Dünen rumtreiben. Hier treffen sich auch viele Nudisten. Die Problematik kannte ich bereits aus einigen Kanaren Foren. Vic wurde das zurecht sehr unheimlich.
Ich empfand die Situation noch nicht sonderlich bedrohlich aber meine Sinne waren geschärft. Immer wissen wo der Feind sich befindet und bloß nicht überraschen lassen.
Wir versuchten den Dessert Devil durch geschicktes ausnutzen der Topographie zu entwischen. Immer wieder verließen wir den markierten Wanderweg verschwanden hinter den Sanddünen und beobachten aus der Deckung was der Schatten macht. Wir waren ihn los, dachten wir. Als wir sicher waren der ist weg betraten wir wieder den Offiziellen Wanderweg. Und als hätte der Dessert Devil unsere Route vorhersehen können stand er wieder da. Wie ein Geist verschwand er und Tauchte wieder auf.
Jetzt machte ich mir auch große sorgen. Die Spanner sind normalerweise harmlose Feiglinge. Doch wir passen, außer das wir verdammt gut aussehen nicht in das Beuteschema eines Spanner in Maspalomas. Wir tragen dicke Bergstiefel, Wanderbekleidung usw. es machte nicht den Eindruck als würden wir bald alle Klamotten vom Leib reißen und nackig in den Dünen rumtanzen.
Ein neuer Verdacht kam auf, da wir sehr abgeschieden von der Außenwelt waren könnte der Dessert Devil versuchen uns auszurauben. Wenn er uns schon länger beobachtet, hätte er auch meine Teure Kamera Ausrüstung gesehen. Vielleicht wartet er nur auf die Gelegenheit uns an einsamer stelle zu überrumpeln. Keiner würde es merken. Die Stimmung wurde sehr angespannt. Als der Dessert Devil wieder in Erscheinung trat verließ ich meine Deckung und starte zu ihm rüber. Er sollte wissen: Du Scheißkerl Ich weis das du uns verfolgst. Das lies ihn unbeeindruckt. Spanner flüchten eigentlich wenn sie entdeckt werden. Unser Dessert Devil blieb. Wir verschwanden wieder hinter der nächsten Düne schlugen ein paar Haken und waren den Schatten für einen Moment los.
Was jetzt klingt wie aus einem schlechten Survival Film der irrt sich.
Außer Sichtweite des Dessert Devil hielten wir inne um eine Plan zu machen.
Es muss eine Entscheidung getroffen werden, Kämpfen oder Flüchten. Zwei Dinge sind dabei unbedingt zu beachten. Die vor und Nachteile von Kampf und Flucht, aber vor allem es muss eine Entscheidung getroffen werden. Nichts macht einen schneller zum Opfer als hysterische Panik. Vic ist stark beunruhigt und auch ich mache mir große sorgen versuche das aber zu verschleiern.
Pro Flucht
- Es gibt einen sicheres Gebiet, wir müssen nur den überlaufenen Strand erreichen.
- Geringes Verletzungsrisiko
- Keine wirksamen Waffen zur Verteidigung.
- der Feind hat noch nicht angegriffen (evtl. Unsicher ob wir Opfer sind, nicht die Passende Örtlichkeit)

Kontra Flucht
- Der Feind hat ausgezeichnete Ortskenntnisse und kann augenscheinlich jeden Schritt von uns voraussehen.


Pro Angriff
- Wir schlagen den Dessert Devil in die Flucht

Kontra Angriff
- Hohes Verletzungsrisiko
- Keine Waffen zur Verteidigung.
- Keine Möglichkeit zum Rückzug

So eine Risikoanalyse findet natürlich in so einer Situation nicht tabellarisch statt. Vielmehr wägt man innerhalb von Sekunden seine Pros und Contras ab.
Wie zu erahnen ist, wir entschieden uns zum strategischen Rückzug.
Wir schlugen weiter unsere Haken zwischen den Dünen und versuchten in der Landschaft unter zu tauchen. Immer wieder versuchten wir auch die Schritte unseres Gegners zu erahnen und ihm aus dem Weg zu gehen. Kurz bevor wir in einem Tal einen Geocache erspähten mahnte Vic zur Vorsicht. Und sie hatte recht vorsichtig schaute ich um einen Busch und der Dessert Devil stand hoch oben auf der Düne und suchte das Gelände nach uns ab. Wir blieben aber unentdeckt. Mit sehr schnellen Schritten verschwanden wir wieder zwischen den Dünen. Der neue Plan sah vor wir müssen Raum zwischen uns und dem Gegner schaffen. Er darf uns niemals überraschen. Leider bietet das Gelände nicht genug Deckung um auf Dauer unsichtbar zu sein. Das kann ein Nachteil sein, dies nutzten wir aber zu unserem Vorteil. Im Stechschritt durch den Wüstensand vergrößerten wir den Abstand zum Dessert Devil und begaben uns auf eine große Freifläche, keine Versteck Möglichkeiten. Demonstrativ schauten wir zurück, das Arschloch ist jetzt in einer Zwickmühle. Wir sind gut auszumachen, aber er kann sich bei der Verfolgung auch nicht mehr vor uns verstecken. Der Blick zurück sollte genau das signalisieren. Der Puls rast die Pupillen sind erweitert pures Adrenalin. Der Desert Devil trug ein weißes T-Shirt und eine Roten Rucksack wir sind total fokussiert auf diese Farben. Als wir in den Dünen die ersten Nudisten entdeckten fühlten wir uns sicher, den Dessert Devil haben wir abgehängt. Doch nach einer weiteren Düne standen wir ihm Aug in Auge gegenüber so nah war er noch nie.
Ich starte ihm direkt in die Augen und wollte auf ihn zu gehen. Vic hat sofort einen alternativ weg eingeschlagen und als dann noch ein nackter Onkel aus dem Gebüsch kam verschwand unser Schatten wieder.
Wir mussten unseren flucht plan umgestalten. Der Dessert Devil weis genau wo er uns auflauern kann er kennt hier jeden Winkel. Anstatt über Ausweichmanöver direkt auf die Stadt zu zu gehen lassen wir uns zurückfalle um direkt über die Dünen an den Strand zu kommen. Unsere Rechnung geht auf. Wir sind dem Dessert Devil in den Rücken gefallen. Er sucht am Horizont wieder die Gegend ab und wir verschwinden hinter meterhohen Dünen im Laufschritt. Unseren Ausbruchsversuch über die Linke Flanke konnte er nicht vorhersehen. Im Eiltempo flogen wir über den Wüstensand und entdecken endlich den total überfüllten Strand. Noch nie waren wir über Massentourismus so glücklich. Unter einem Baum am Strand ruhten und sammelten wir uns erst einmal. Jetzt viel eine Tonne Last von unseren Schultern. Wie groß die Gefahrenlage wirklich war wird sich nicht mehr klären lassen. Wir fühlten uns aber sehr bedroht.
Vic und ich sind wirklich das Dream Team in Krisensituation. Wir funktionieren wie ein Uhrwerk, alle Zahnräder greifen ineinander. Jeder von uns hatte Stress aber keiner hat den anderen damit belastet, es ging nur um die Situation und das überstehen. In solchen Momenten lernt man sich erst richtig kennen. Und da das nicht der erste Mist ist den wir erleben wusste ich schon vorher auf Vic ist Verlass.
Am Auto gab es noch ne Kippe und dann mit Bleifuß weg von diesem Ort. Unterwegs kauften wir noch zwei Six Packs Bier um unsere Erlebnisse Therapeutisch zu behandeln.
Wieder auf dem sicheren Balkon angekommen offenbarte sich bei Vic eine Mega offene Blase am Fuß.


Sie hatte gestern schon eine kleine, die haben wir mit Wandertauglichen Gel Blasenpflaster vorher getapt. Das Pflaster hat sich aber komplett bei unserem Wüstentrip aufgelöst. Morgen ist wahrscheinlich ein Ruhetag für die Füße. Mal schauen.
Jetzt gibt es nur noch eine Dusche um den Sand aus allen Körperöffnungen zu entfernen und das Abendessen.
Soviel zum gemütlichen durch die Wüste schlendern. In den Bergen trifft man keine Psychopaten die einen über eine Stunde verfolgen.

Gute Nacht liebes Tagebuch

Position:Lugar Lomoquiebre,Playa de Mogán,Spanien

Gran Canaria Tag 3 Hochzeitstag und Pico de las Nieves

Heute sollte nicht nur ein besonderer Tag sein, unser dritter Hochzeitstag. Sondern auch ein sehr lustiger und verrückter Tag. Was als nervig begann endete mit einem Happy End und einem breitem Grinsen im Gesicht.
Aber von Anfang an. Der Tag begann wie immer um 8:30 Uhr und wir machten uns bereit zum Frühstück. Nach dem Frühstück hatten wir noch einen Termin bei dem TUI Onkel der uns unmündigen Touristen betreut. Es geht um die gebuchte Halbpension + von der hier vor Ort niemand etwas weis. Sie beinhaltet die Getränke zum Abendessen. Das sehr Freundliche Hotelpersonal konnte uns am Vortag nicht weiterhelfen also sollte es in die nächste Instanz gehen. Kein schönes Unterfangen am Hochzeitstag. Aber was muss das muss.
Wir saßen also bei dem TUI Michael im Raum und lauschten seinen Verkaufsgesprächen bei einem anderen Pärchen. Nach dem er seine Abschlüsse in der Tasche hatte widmete er sich uns. Das ganze lief sehr freundlich ab, und wir schilderten unser Anliegen.
Dann kippte das Gespräch ein wenig. Vic erzählte von unserer Buchung und das wir nichts in den Papieren bezüglich der HP + stehen haben. Darauf hin sagt der TUI Michael, wir bieten HP+ hier im Hotel gar nicht an. Im übrigen sprach der Typ auch nur Frauen an, das konnten wir im Gespräch vorher schon beobachten. Der schöne TUI Michael erhoffte sich wohl so einen besseren Zugang zu den Kunden zu bekommen. Bei Vic Biss er aber auf Granit. Sie erwähnte noch das in der Beschreibung des Hotels von HP + die rede ist. Und dann kam ein in der konstruktiven Gesprächsführung, kontraproduktives Argument. Das Totschlag Argument. Etwas unsanft wurde der TUI Reisekatalog auf den Tisch verfrachtet, mit den Worten dann zeigen sie mir doch wo das steht. Natürlich in dem wissen das in der Beschreibung nichts zu finden ist. Wir hatten vor der Buchung übrigens einen anderen Katalog, nicht von TUI und dort war die HP+ beschrieben.
Aber TUI Michael zeigte sich einsichtig und wollte noch einmal mit der Zentrale telefonieren. Das kann aber ein paar Minuten dauern.
Vic und ich gingen erst einmal auf das Zimmer und rauchten eine. Wir entschlossen gleich einmal den Vorgang kurz und knapp an das Reisebüro unseres Vertrauens in Hildesheim zu Mailen und erhofften Hilfe. Vor Ort sah es nicht so rosig aus.
So die Mail war raus und wir machten uns erneut auf zum schönen TUI Michael.
Den unterbrachen wir beim Bubble spielen auf dem Handy, und bekamen die Nachricht die Zentrale hat sich noch nicht gemeldet. Aber sobald es was neues gibt bekommen wir eine Nachricht auf das Zimmer. Wir bedankten uns für "die Hilfe" und bekamen als Antwort
"Ich bedanke mich bei euch". Lange zeit habe ich drüber nachgedacht was er sich zu bedanken hat. Schlussendlich bin ich mir sicher er bedankte sich für die Bekanntschaft mit so Wundervollen Menschen wie uns. Aber morgens bin ich eh nicht ganz zurechnungsfähig.
Uns wurde das zu Bunt und wir beschlossen endlich unsere Wandertour zum höchsten Gipfel von Gran Canaria zu beginnen, der Pico de Las Nieves.
Auf dem Zimmer wurden die Ausrüstung zusammengerafft, die Stiefel geschnürt und los ging es mit Frau Bach (so haben wir unseren Mietwagen getauft) in Richtung Berg. Unterwegs scherzte ich noch das auf Gran Canaria die Straßen so gut ausgebaut sind. Doch das änderte sich zu meiner Freude schnell. Je weiter wir mit Frau Bach in das Landesinnere vorstießen desto enger und steiler wurden die Serpentinen. Auch die Leitplanken verschwanden prozentual zu den erfahrenen Höhenmetern. Unendlich große Bergmassive säumten das Panorama. Und wir mit unserem kleinen Polo mittendrin. Man hat immer im Hinterkopf das der kleinste Fehler und sei es nur das abrutschen der Räder vom Asphaltierten Straßenbelag dafür sorgen kann das wir Baranco Futter werden.
Ich liebe diesen Scheiß, wann ist man im Alltag mal so auf das wesentlichen konzentriert.
Vic und ich sind ein eingespieltes Team in solchen Momenten. Sie ist mein drittes Auge, während ich Fahre hat sie ein Blick auf die Umgebung und den Seitenstreifen. Außerdem navigiert sie für mich mit der Landkarte. So kann ich mich blindlings auf das Fahren konzentrieren. Wir Vertrauen uns gegenseitig und das sorgt dafür das wir unsere Ziele immer unbeschadet erreichen.
Nach ca. 1,5 Stunden Fahrt durch eine Atemberaubende Landschaft erreichten wir den Ausgangspunkt unserer Wanderung (Rastplatz Lianos de la Pez).

Frohen Mutes machten wir uns auf den Weg zum Gipfel. Unterwegs sammelten wir noch einen Geocache ein und es ging immer weiter durch sehr schöne Kiefern Wälder. Bald wurden die Bäume weniger und die steinige Umgebung übernahm die überhand. Da wir ja wieder den Rother Wanderführer mithaben gab es unterwegs auch eine Verwirrung. Keine Verirrung. An einem Steinmännchen sollten wir halb rechts abbiegen. Doch da gab es nichts zum abbiegen also folgten wir weiter den zahlreichen Steinmännchen die als Wegmarkierung auf den Kanaren sehr beliebt sind.

Dies wurde mit dem Gipfel belohnt. Unterwegs gab es immer wieder super Ausblicke und Atemberaubende Natur. Ich kann nur sagen total schön. Ich muss an dieser stelle Bilder sprechen lassen da mir die Worte fehlen.





















Als wir kurz vor dem Gipfel waren sahen wir schon die Militärstation und den Abhör-Gnubbel.

Doch als wir die Zufahrtsstraße erreichten traf Vic und mich der Schlag. Am Gipfel ist ein Getränke und Aloe Vera Händler. Und Massen an Autos fahren hoch zum Gipfel. Hätten wir mal die Rother Beschreibung zu Ende gelesen, da wurde drauf hingewiesen.



Wir sind 1,5 Stunden durch die Berge marschiert um dort oben zu stehen und die anderen fahren einfach hoch.

Was die Auto Wanderer nicht hatten ist das geniale Naturschauspiel und den Glücksmoment den Gipfel zu erreichen. Da setzten Glückshormone ein und Hunger. Wir verzogen uns in eine schattige Ecke und genossen Müsliriegel, des Trecker Koks. Schnelle und anhaltende Energie.
Vic hatte übrigens zum ersten mal ihre neuen Wanderschuhe an und mehrere Probleme mit Versenschlupf, Druckstellen am Schaft und so weiter. Das lag an mangelnden Kenntnissen der Schnürsenkel Führung eines High Tech Stiefels und die Dinger sind einfach nicht eingelaufen. Aber am Berg gab es ja dieses zu kaufen.

(Wurde nicht erworben, lernen durch Schmerz)
Nach einigen Fotos ging es an den Abstieg. Wir beschlossen den Rother alternativ Weg zurück zu laufen. Der war zwar länger aber dafür abwechslungsreicher was die Landschaft an ging. Einige Passagen waren so rutschig und steil das wir auf allen Vieren runter sind. Total schön eins mit dem Berg zu sein. Ohne Probleme erreichten wir unseren Ausgangspunkt der Wanderung und machten uns auf den Rückweg. Wir waren schon ein wenig erschöpft aber total Glücklich über unsere heutige Bergtour. Das kann man schwer beschreiben, körperlich im Eimer und im Kopf ist Jahrmarkt.
Eins habe ich noch vergessen zu erwähnen, wir fanden Gran Canarias ältesten Geocache (2001) ich musste dafür zwar eine waghalsige Kletterpartie einlegen aber es hat sich gelohnt. Immerhin hatte der Cache eine Terrain Wertung von 4,5 (5 ist das Maximum).
Die Rückfahrt über die Serpentinen verlief ohne Probleme und war aufregend schön.
Kurz vor dem Hotel hielten wir noch vor dem Supermarkt um eiskaltes Bier zu kaufen. Das haben wir uns verdient.
Als wir unser Hotelzimmer betraten latschte ich mit meinen Stiefeln auch gleich über eine Nachricht von der Rezeption die auf dem Boden lag. Wir sollen uns dort melden. Verschwitzt und dreckig denkt man sich natürlich, erst mal ein Bier genehmigen.
Als wir uns zwei Tropical und eine Dusche genehmigt hatten las ich auch mal meine Emails und unser Reisebüro des Vertrauens hatte schon heute Mittag geantwortet. Es wird sich um alles gekümmert. Skeptisch und erleichtert nehmen wir die Nachricht zur Kenntnis.
Auf dem weg zum Abendessen schlenderten wir noch an der Rezeption vorbei. Und es geschehen noch Wunder, unser Zimmer Pass wird auf HP+ umgeschrieben. Alles ohne Probleme. Das liegt aber an unserem Reisebüro und nicht am schönen TUI Michael.
Noch viel schöner wurde es beim Abendessen wir wollten eigentlich nur ein Glas Weiß Wein und ein Glas Rot Wein stattdessen bekam jeder eine Flasche und auf Rückfrage dürfen wir die angefangenen Flaschen mit auf das Zimmer nehmen. Wie geil ist das denn.
So genug für heute. Das Gipfelerlebnis und der Positive Ausgang bezüglich der HP+ haben uns einen geilen Tag beschert. Heute Abend Regnet es sogar

und beim Abendessen tropfte es auf Vic durch das Dach. Aber egal was sind schon ein paar Wassertropfen im Tropischen Klima. Uns geht es Sau gut und ich glaube es liegt an der Gipfelluft.

Gute Nacht liebes Tagebuch

Position:Lugar Lomoquiebre,Playa de Mogán,Spanien