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Viel zu spät begreifen viele die versäumten Lebensziele:
Freude, Schönheit der Natur, Gesundheit, Reisen und Kultur,
Darum, Mensch, sei zeitig weise!
Höchste Zeit ist's! Reise, reise!

Zitat
Wilhelm Busch

Geocaching

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Donnerstag, 20. September 2012

Fazit und Ankunft in Hamburg Tag 15

Nach dem Frühstück packten wir die restlichen Sachen beisammen und checkten um 11:00 aus dem Hotel aus. Da unser Flug erst um 16:45 ging beschlossen wir noch einmal in die Hauptstadt Santa Cruz zu fahren. Es hat sich nicht wirklich gelohnt die Stadt ist laut und hektisch. Eigentlich besteht sie aus einem großen Spielplatz für Touristen.


Wir beschlossen nach einer halben Stunde doch zum Flughafen zu fahren und uns dort ein schönes Plätzchen zu suchen. Fanden wir aber nicht. Trotzdem haben wir die zeit gut mit lesen über die Bühne bekommen.
Der Check in verlief auch ohne Problem außer das meine Schuhe mal wieder durch den Röntgen Apparat fahren durften. Ich glaube mittlerweile leuchten die sogar im Dunkeln.

Fazit zum Hotel Hacienda San Jorge

Das Hotel ist nur bedingt zu empfehlen. Es überzeugt mit einer sehr schönen Gartenanlage. Wenn man über das Hotelgelände geht. Bemerkt man nicht die Größe des Areals. Alles hat einen dörflichen Charakter. Auch die freilaufenden Enten und Hoteleigenen Katzen sorgen für eine friedliche Atmosphäre. Auch die Zimmer sind Geräumig und gut ausgestattet. Es gibt einen Kühlschrank und eine kleine Single Küche. Schlaf und Wohnküche sind getrennt. Der Balkon hat eine ausreichende Größe um bequem zu zweit mit Tisch abends ein Gläschen zu heben.
Jetzt kommt das dicke aber.
Zum einen ist die Lage nicht sehr ansprechend. Es handelt sich um einen Ort der komplett touristisch erschlossen ist. Da geht ein wenig das Feeling verloren wenn man nur von Hotels umgeben ist. Auch die Strandnähe hat nicht nur Vorteile. La Palma ist keine reine Badeinsel und Strände sind rar. Daraus folgt das die wenigen Strände von Touris und einheimischen gleichermaßen überlaufen werden. Da Vic und ich nicht die Strandgänger sind störte der Rummel ein wenig.
Kommen wir zu unserem speziellen Zimmer. Seitlicher Meerblick, verbaut mit Aussicht auf die Altglascontainer verkehrsgünstig an der Hauptstraße gelegen. Unterhaltungsprogramm durch gegenüberliegende Disco wurde täglich gewährleistet. Die Lage war Grauenhaft.


Es gab auch bessere Zimmer im Hotel die einen schönen Ausblick hatten und auf der Verkehrsabgewanten Seite gelegen haben. Nur nicht für uns.
Eine Reihe von Zimmer lag sogar direkt über einem Kühlagregat, die Pechvögel hatten permanentes Brummen unter ihnen 24 Std lang.
Allein schon die Gefahr wieder in so einem Zimmer zu landen verhindert das wir das Hotel je wieder aufsuchen werden.
Und dann gab es ja noch das essen. Gerade als Vegetarier muss man bei einem essen in Büfett Form Abstriche machen. Dieses mal gab es aber für Vic die schlechteste Hotel Verpflegung die wir je hatte.
Ich kann nicht Klagen, oder sagen wir mal so ich könnte schon aber man darf die drei Landestypischen Sterne nicht außer acht lassen und das ein Buffet kulinarische grenzen kennt. Was ich aber bemängele ist die Einfallslosigkeit der Speisen. Ein Beispiel: erste Tag, Krabben und Muscheln mit Soße als Nudelauflauf. Klingt lecker. Am nächsten Tag gab es Krabben mit Muscheln in Soße mit Reis (alles schon vermengt). Danach gab es das selbe mit Nudeln nur ohne Auflauf. Und so wurde das geschmackserlebnis doch arg eingeschränkt. So wurde mit allen Speisen verfahren. Man hatte eigentlich immer drei Grundgeschmacksrichtungen in anderer Optik. Auf Dauer wird das eintönig.
Eigentlich ist das Hotel keine weiterempfehlung.

Zu La Palma

La Palma ist eine Wunderschöne Insel. Die vielen Gegensätze von der Landschaft bis zum Klima auf so engen Raum üben eine absolute Faszination aus. Für Menschen die den ganzen Tag am Meer rumhängen um danach auf die Partymeile zu wollen ist es wahrscheinlich nicht der richtige Urlaubsort.
Für den Wanderer der die Natur zu schätzen weis hat die kleine Insel viel zu bieten. Die 14 Tage haben nicht ausgereicht um alles zu erkunden und kennenzulernen.


Man kann das alles nicht in Worte fassen, also Wanderstiefel einpacken und rüber Fliegen. La Palma ist eine absolute weiterempfehlung.

Gesamtfazit

Es war ein Super Urlaub mit kleinen abstrichen im Bezug auf das Hotel. Aber alles im allen sind wir sehr zufrieden und bereuen unsere heutige Abreise. Die zeit ging viel zu schnell vorbei. Und diesen Text habe ich gerade im Flugzeug verfasst verrückte Technik.
PS: Als der Pilot gerade das Wetter von Hamburg durchgesagt hat (10 °C und Regen) bekam ich spontan Fernweh.

In Hamburg angekommen

Unsere Reise nach Deutschland verlief ohne weitere Probleme, der Flug war ruhig und Vic hat auch alles gut überstanden. Nur bei der Gepäckausgabe warteten wir 45 Minuten auf unsere Koffer/Rucksäcke. Obwohl das nicht ganz stimmt. Das Gepäckband lief an und drei Taschen darunter mein Rucksack liefen als erstes vom Band. Dann lief das Band ohne Koffer 15 Minuten einfach so rum. Ich habe mich schon als Opfer des Mobs gesehen weil ich meinen Rucksack habe und die anderen warten mussten. Vic hatte aber ihre Tasche auch noch nicht.
Nach 45 Minuten hatten wir unsere sieben Sachen zusammen und gingen zum 800 Meter entfernten Motel One in Hamburg. Es ist ein kleiner Kulturschock und auch Kälteschock wir haben immerhin fast 20°C Unterschied. In der Lobby hingen nur Schlipsträger rum.
Vic und ich gönnten uns erst mal ein Dosenbier aus La Palma vor dem Hotel.
Einchecken lief ohne Probleme und wir tranken noch zwei Cocktails in der Lobby.


Dabei konnten wir drei Schlipsträger beobachten. Einer war total besoffen und quatschte nur Müll einer sagte gar nichts und der andere sprach ruhig und besonnen. Alle sprachen sich mit sie an. Mal sehen wer morgen sein Job verliert.
So jetzt gibt es ein Dosenbier auf dem Zimmer und morgen geht unser Zug endlich nach Hildesheim in die Heimat.
Und zum letzten mal
Gute Nacht Liebes Tagebuch

Dienstag, 18. September 2012

Abschied ist ein scharfes Schwert Tag 14


Heute war wieder ein ganz ruhiger Tag. Wir haben kurzfristig entschlossen den Tag mit faulenzen zu verbringen. Da liegt es nah das Frühstück mit einem Sekt zu begleiten. Da der kostenlose Sekt am Buffet aber eher Essig als gutem Stoff ähnelt beschlossen wir im Supermarkt noch eine Flasche zu kaufen. Der Markt im Hotel hat aber keinen Sekt unter anderem auch keine Kippen. Sehr merkwürdiger Laden. Also gingen wir in den örtlichen Supermarkt kauften ein Fläschen und waren schweißgebadet wieder im Hotel. Die Luftfeuchtigkeit ist heute wieder sehr hoch und jede Bewegung veranlasst die Poren sich zu öffnen und alles nass zu schwitzen. Insgesamt hatten wir immer Glück mit dem Wetter. Es war zwar heiß aber die Luft war Trocken und angenehm. Die letzten zwei Tage hingegen dominierte das Jungle Klima.
Nach dem Essen waren wir übrigens noch bei den Schildkröten. Wir haben vor einiger zeit herausgefunden das man die mit Blütenblätter aus der Hand füttern kann.
Vic fütterte die Schildkröten und dank moderner Technik filmte ich genau in dem Augenblick als die alte Schildkröte Vic in den Finger biss.

YouTube Video

Da konnte ich mir ein lachen nicht verkneifen. Und da man nicht gern allein lacht war eine halbe Stunde später das Video auf Youtube und in 4000 Km Entfernung lachten schon die ersten Menschen mit.
Nach dem wir den Sekt gekauft hatten brauchten wir bloß noch ein Plätzchen um ihn genüsslich herunter zu kippen. Auf das Zimmer konnten wir nicht da die Zimmerreinigung bevorstand.
Da das Hotel über eine schöne Gartenanlage verfügt machten wir uns an



den Wasserspielen breit und schlürften gemütlich einen Sekt in Anwesenheit der hauseigenen Enten.




Die Wasserspiele haben sich außerdem als passabler Sektkühler erwiesen. Er wurde zwar nicht Kühler aber auch nicht wärmer.




Als die Flasche leer war gingen wir auf das Zimmer tranken noch eine Weinschorle und lasen unsere Bücher. Danach gab es noch einen kleinen Mittagsschlaf und wir gammelten einfach so rum.




Abends beschlossen wir Essen zu gehen das Essen im Hotel kann Vic ja kaum ernähren und auch ich habe Bock auf Abwechslung. Ich kann mich über das essen nicht wirklich beschweren aber auch mich überkam die Lust nach fastfood.
Vic hatte eine Pizza Magharita und ich habe noch nie gesehen wie eine Pizza einen Menschen so glücklich machen kann.
Bei mir gab es Cordon Bleu mit Pilzen Pommes und Reis. Komische Mischung, und geschmacklich wahrlich keine Offenbarung. Aber Vic war glücklich.
Nach dem essen verabschiedeten wir uns noch von den Geocachern.
Wir fingen schon einmal an das gröbste zu packen denn um 12 Uhr müssen wir morgen aus dem Hotel raus sein. Mit einem lachenden Auge schauen wir in die Heimat und mit einem weinenden Auge schauen wir zurück auf einen genialen Urlaub. Aber alles hat einmal ein Ende.
Unser Flug geht morgen um 16:45 Uhr Ortszeit und wir landen gegen 22:00 Uhr Deutscher zeit.
Wir verbringen noch eine Nacht in Hamburg da kein Zug mehr nach Hildesheim fährt. Aber Donnerstag hat uns die alte Heimat wieder. Im Flugzeug werde ich noch die Zeit nutzen um ein Fazit zu schreiben.
Gute Nacht liebes Tagebuch

Position:Calle de los Cancajos,Breña Baja,Spanien

Der Pool Tag 13

Nachdem die Insel uns so viel Aktion gebracht hat haben wir heute einen ruhigen Tag eingelegt. Wir mussten noch einen kleinen Einkauf im Örtlichen Supermarkt tätigen und schlenderten so durch die Gassen. Heute war es verdammt heiß, das Thermometer zeigte 28 °C im Schatten und es gab keine Wolke am Himmel. Es war auch sehr schwül so das jede Bewegung zu einem Schweißausbruch führte. Das war doch die richtige Gelegenheit mal den Pool auszuprobieren. Wir waren in der Tat noch nie im Meer (außer das unfreiwillige Bad gestern) und im Pool. Uns schreckten immer die anderen Kampf Pool Lieger ab. Wenn man von denen umzingelt ist und ständig hinter einer Bildzeitung heimlich beäugt wird macht das keinen Spaß.


Doch heute war die Zeit reif um den bezahlten Service, Pool zu nutzen. Als Vic und ich so im Pool rumdümpelten, meinte Vic man schmeckt den Schweiß total auf den Lippen die Haut ist total salzig. Da musste ich doch sehr schmunzeln denn wir Badeten in einem Meerwasser Pool.
Als wir uns genügend abgekühlt hatten ging es nicht auf die Pool Liegen um wie das gewöhnliche Volk dem Verfall von Gehirnzellen durch UV Strahlung zu frönen.
Wir gingen auf unseren schattigen Balkon (Vorsicht Ironie) um den schönen Ausblick bei guter Literatur zu genießen.


Aber vorher braute ich uns noch einen Kaffee. Das ist nur möglich weil Vic vor einiger Zeit ein Paar instand Kaffeepulver Tüten vom Frühstück mit gehen lassen hat. Warmes Wasser können wir auf der kleinen Herdplatte im Zimmer kochen.
Wir gönnten uns ein gutes Buch schlürften Kaffee und relaxten. Als ich das Buch "Inside Anonymous" von Parmy Olson zu Ende gelesen habe war ich kurz davor mein Facebook Account zu löschen (es geht um eine Hacker Gruppe).
Da es nach deutscher Zeit schon nach vier war und Vic total unterhopft aussah holte ich zur Beruhigung erst mal zwei kalte Dorada aus dem Kühlschrank.
Mit ein bisschen Bier und weiterer Literatur genossen wir weiter den Tag.
Beim Abendessen wurde Vic wieder mit einem Überangebot an Speisen überhäuft, so das sie nur ein paar Kartoffeln mit Karottenstreifen zu sich nahm. Diesmal habe ich es sogar Fotografiert.


Auch ein wenig Routine hat sich eingespielt, der Kellner bringt mittlerweile die Obligatorische kleine Flasche Weißwein zum essen ohne zu fragen. Routine kann auch was gutes mit sich bringen.
Nach dem essen trafen wir noch unsere Geocacher bekannten Corinna und Karsten. Am Brunnen mit den Schildkröten quatschten wir noch einige zeit.
Wieder auf dem Zimmer gab es guten einheimischen Wein und das Tagebuch.
Eigentlich sollte hier jetzt Schluss sein, doch Vic entdeckte ein neues Kreuzfahrtschiff am Horizont. Ich wollte schon länger über dieses Phänomen berichten, habe es aber immer wieder verdrängt.
Ihr wundert euch bestimmt warum im Reise-Blog kein Wort über eine Städte Tour verloren wurde. Das hat zwei Gründe. Es gibt nur eine große Stadt (Santa Cruz) und wir vermeiden gern Urbanes gebiet.


Aber die Lage in Santa Cruz ähnelt ein wenig der Landung in der Normandie. Täglich legt ein Fettes Kreuzfahrtschiff in Santa Cruz an und schickt die gesamte Touri Armee auf das Festland. Diese stürmen dann alle Sehenswürdigkeiten in Rekordzeit und danach werden sie wieder auf das Stahlungetüm verfrachtet. Ich nenne es Blitz Tourismus, soviel zeit wie nötig und so wenig aufwand wie möglich um zu sagen ich war auf La Palma und 20 anderen Inseln in sieben Tagen.
Wir können nach 13 Tagen noch nicht sagen das wir die Insel kennen.
Außerdem braucht es Zeit diese geballten Eindrücke, die die Insel vermittelt zu verarbeiten. Dazu muss man einfach mal sitzen und wie ein Schwamm alles aufsaugen. Und das große Aha wird erst in einiger zeit kommen. Als wir auf über 2000 Metern über normal Null saßen und über die Wolken schauten war das verdammt beeindruckend. Doch aus Erfahrung weiß ich das der große Knall im Kopf erst zu Hause einsetzen wird. Wenn der Alltag auf die aufgesaugten Eindrücke trifft.


Auf solche Erlebnisse kann die Maritime Touri Army nicht zurückgreifen.
Gute nacht liebes Tagebuch

Position:Calle de los Cancajos,Breña Baja,Spanien

Montag, 17. September 2012

The Beach Tag 12

Heute sind wir wieder vor dem Wecker wach, die Busse drehen ihre Runden und Altglas wird entsorgt. Was für ein Super Start in den Tag. Aber eigentlich passt das frühe aufstehen ganz gut denn wir möchten heute einen besonderen Geocache heben.
Das Frühstück haben wir auch schnell über die Bühne gebracht und los ging es an die Playa Nogalis.
Das hört sich nach Strandurlaub an war es aber nicht. Doch worum geht es eigentlich ?
Der Geocache führt uns an besagten Strand. Dann kommt man an eine Klippe am Meer.


In dem Augenblick wo sich die Wellen zurückziehen rennt man um die Klippe und landet an einer kleine Bucht und das natürlich ohne nass zu werden. Soweit die Theorie.
Und so sah die Praxis aus.
Wir machten uns mit unserem Gefährt in voller Wanderkluft auf zum Strand. Vorher haben wir die Tiden Prognosen gelesen und waren bestens vorbereitet.


Über viele Serpentinen (wie überraschend) gelangten wir zum Parkplatz mitten im nirgendwo. Da alle schönen Dinge auf La Palma hart erarbeitet werden müssen, ging der Weg zum Strand natürlich über steile Treppen etliche Höhenmeter Bergab. Wir passierten noch eine Höhle, die wir auf dem Rückweg erkunden wollten.


Am Strand angekommen waren wir begeistert. Schwarzer feiner Vulkansand Fette Brandung und nicht mal eine Handvoll Menschen vor Ort. Das waren auch alles einheimische . Zwischenzeitlich hatte ich das Bild im Kopf wie die gefräßige dicke Engländerin von gestern hier die Treppen runterstolpert.


Wir waren mit schweren Wanderstiefeln Rucksack GPS usw. etwas Overdressed zwischen den Nudisten. Aber wir hatten ja eine Mission. Und das Klettern in Felsen war nicht ausgeschlossen.
Die Brandung war verdammt stark und das Schild vor dem Abstieg verhieß auch nichts gutes.


Als wir so am Strand Langstiefelten (im wahrsten Sinne des Wortes) dauerte es nicht lange und eine Welle erwischte uns, wir standen Plötzlich bis zu den Knien im Wasser. Das ist bei den Temperaturen recht angenehm nur hätte ich mir lieber vorher die Schuhe ausgezogen. In einem anderen Blog habe ich mal gelesen das es auf La Palma wahrscheinlicher ist von einer Welle weggespült zu werden als an Steinschlag zu sterben. Scheint was dran zu sein.
Jetzt boten wir für die wenigen Strandgäste ein noch lustigeres Bild, Bergwanderer am Strand dazu noch nass.
Wir gingen unbeirrt weiter zu unserer Klippe, nur Vics Schritte waren ein wenig schwer. Die Welle hatte ihr Gemeinerweise gleich ein Zentner Sand mit in die Stiefel gespült.
An der Klippe stellten wir fest das da kein vorbeikommen ist, noch nicht einmal schwimmend. Das Meer würde uns verschlingen und dann mit einer Welle wieder an die Klippe spucken. Keine schöne Vorstellung. Scheiß Seegang.


Da die Füße eh schon nass waren stellte sich Vic in die Brandung um zu testen wie weit man Theoretisch kommen würde. Feststellung nicht sehr weit. Wir setzten uns an den Strand zogen die nassen Schuhe aus und badeten unsere Füße offiziell im Meer.


Wir beobachteten die Wellen und genossen einfach das am Strand sein. In der Hoffnung die Brandung wird irgendwann schwächer warteten wir einfach ab. Als die Wellen aber bereits zu unserem Sitzplatz kamen mussten wir doch einsehen, das wird schlimmer und nicht besser.


In nassen Stiefeln gingen wir enttäuscht wieder bergauf. Aber da gab es ja noch die kleine Höhle. Man musste einen Schotterweg runterrutschen und befand sich im Berg. Und dort befand sich eine kleine Lagune mit blauem Wasser. Das konnte man nur im Licht der Taschenlampe erkennen, denn es war dunkel in der Höhle. Welche Überraschung.


Nach endloser Treppensteigerei waren wir wieder am Parkplatz. Da der Tag noch jung war fuhren wir zu einem Aussichtspunkt mit Geocache. Vor Ort mussten Koordinaten berechnet werden und dann begann die suche nach der Dose. Doch wir fanden nichts, heute ist nicht unser Tag. Aber die Aussicht ist schön. Frustriert haben wir beschlossen den Strand noch einmal aufzusuchen, vielleicht hat sich die Brandung ja beruhigt und Poseidon hat Mitleid mit uns. Wieder am Parkplatz kletterten wir einige Stufen bergab und konnten den Strand sehen. Verdammte Axt, die Brandung ist noch stärker als vorher. Irgendwo muss der Titel "gefährlichster Strand La Palmas" ja herkommen.


Also wieder zurück zum Hotel. Unterwegs kaufte ich noch 5 Schachteln Kippen und zwei Schokoriegel an der Tankstelle für schlanke 7 € das ist doch ein Geschäft. Nur die Kippen schmecken nach Kamelmist.
Im Hotel bekämpften wir die aufkommende Müdigkeit mit einem Kaffee auf dem Balkon.
Die Wanderstiefel hängen jetzt zum trocknen an der Balkonbrüstung und wir lassen den Abend gemütlich ausklingen.
Gute Nacht liebes Tagebuch
PS: Jeden Abend genießen wir ein zweifelhaftes Schauspiel vom Balkon. Die Einheimischen können nicht einparken. Hier werden Poller angefahren, andere Autos gerammt oder einfach in eine LKW große Parklücke mit zwanzig Zügen eingeparkt. Das ist besser als jeder Film. Gerade wurde wieder ein Poller gerammt.

Position:Calle de los Cancajos,Breña Baja,Spanien

Sonntag, 16. September 2012

On the Road Tag 11




Heute morgen wachten wir etwas gerädert auf. Vor unserem Fenster fährt ein Reisebus nach dem anderen lang und die Gastronomen von gegenüber kippen in die Altglaskontainer unter unserem Fenster die Produkte von einer durchzechte Nacht. Man liebe ich die Zeit vor der Mülltrennung. Da hat der Restmüll wenigstens das Klimpern der Flaschen verhindert.
Heute haben wir uns spontan entschlossen die Insel mehr mit dem Auto zu erkunden. Als Anhaltspunkt dienten uns drei Geocaches. Außerdem wollten wir für den fall einer Wiederkehr auf La Palma einige Hotels abchecken. Im Reisebüro können sie mir viel erzählen.
Man verstehe uns nicht Falsch unser Hotel ist ganz in Ordnung, sobald man den Tourimüll ringsherum auf Vulkangestein Niveau zurückbombt. Das würde sich auch gut in die Insel integrieren.
Unser erstes Ziel sollte ein Geocache sein, der eine gigantische Aussicht auf die Caldera del Taburiente ermöglichen sollte. Vic navigierte mal wieder besser als Tom Tom und Co. Und wir fanden die Auffahrt zum Aussichtspunkt. Genau an der stelle hatten wir uns schon mal mehrfach verfahren auf dem Weg zu einem anderen Ziel.
Wir fuhren ganz gemütlich mit Sonne im Gemüt durch total romantische Kiefernwälder. Bis plötzlich ein Grenzübergang erschien. So mit Schranke und Wachhäuschen. Bewaffnetet Posten waren nicht zu erkennen. Wir hielten am Wachhäuschen und trafen die spanische Eva Braun. Wir erklärten ihr das wir nur Englisch verstehen und zeigten uns lieber Kooperativ, so ein Scharfschütze hat genug Versteckmöglichkeiten in einem Kiefernwald.
Sie plapperte aber nur in Spanisch und wir erklärten ihr wieder das wir kein Spanisch können. Außer Bier bestellen. Sie wiederholte ihr Anliegen noch drei mal, auf Spanisch. Nur brachte uns dieser Crash Kurs in der Landessprache auch nicht weiter.
Was wir aber verstanden, sie hat die macht über den Grenzposten und nur sie kann eine Genehmigung für den Weg erteilen. Es ist nicht so das wir uns der Landessprache verweigern. Ganz im Gegenteil, Floskeln wie Danke guten Tag und einige Zahlen sollten immer Präsent sein wir sind hier ja nicht in Deutschland. Hier stießen wir aber an unsere Grenzen.
Eva verteidigte ihren Grenzposten bis zum letzten Mann. Und wir drehten lieber um.
Warum uns die Weiterfahrt verweigert wurde, oder doch nicht wissen wir nicht. Auf La Palma fahren wir immer nach dem Motto, es ist befahrbar also ist es auch eine Straße.
Weiter geht es zur Westküste, auf zu einem neuen Geocache. Der lies sich auch schnell finden und wir wurden nur von einem Esel beobachtet. Nur eins ist in der Sonne La Palmas schwierig, rechnen. Wir mussten die Koordinaten für den Cache vor Ort berechnen und trotz Taschenrechner lagen die Ko,s in der Botanik. Mehrfaches nachrechnen brachte dann den Erfolg. Das war nicht so spannend hier also schnell weiter.
Unser weiterer weg sollte in ein kleines Dorf Jenseits des Massentourismus führen. Das Örtchen hieß La Bombilla.


Am Ort angekommen stellten wir fest das wir an einer Station für den Geocache vorbeigefahren sind, also kehrt marsch und wieder den Berg rauf. Und am Aussichtspunkt sammelten wir die Infos und es ging wieder an die Küste nach L a Bombilla. Als Vic die zufahrt sah meinte sie nur las uns hier Parken. Doch wenn es Befahrbar ist .....
Wir fuhren einen kleinen Schotterweg hinab und waren direkt am Meer. Kleine Hütten zäumten den weg und Touristen schienen hier Mangelware zu sein. Sehr gut. Der Weg war eine Mischung aus Offroad und schlecht gepflegter Straße.


Als wir dachten hier geht es nicht mehr weiter parkten wir das Fahrzeug und gingen zu fuß weiter. Ziel war ein Leuchtturm. Der Leuchtturm stand standesgemäß an der Küste und wir konnten ein grandioses Wellenschauspiel genießen. Die Wellen brechen sich an der schroffen Küste und erzeugen meterhohe Gischt.


Hier holten wir uns die benötigten Infos für unseren Geocache und gingen Richtung Ziel.


Immer an der schroffen Küste entlang, gelangten wir zu einem verlassenen Steinstrand. Dort stellten wir fest, wir kehren besser um und holen das Auto.
Mit dem Auto ging es durch ein Bananenplantagen Labyrinth. Und wir fanden einen kleinen Sandstrand und Bar. Hier hingen nur die einheimischen ab. Wir flanierten ein wenig um dann über Felsbrocken zu unserer Tupperdose im Geröll zu gelangen.
Hier mussten wir ein wenig suchen um den Cache zu finden doch echte Profis hält nichts auf.
Wir beschlossen auf dem Rückweg zum Hotel noch einmal an der Touri Info zu halten um die Sache mit Eva Braun und ihrem Berg zu klären.
Dort sind wir auf einen sehr netten Englischsprachigen Menschen gestoßen der erklärte uns das von morgens bis Nachmittags der Verkehr am Aussichtspunkt per Genehmigung geregelt wir. Nach 16 Uhr darf aber jeder rauf fahren.
Als wir dann rauf fuhren macht das Sinn. Uns sind einige Reisebusse entgegengekommen und die Straße ist verdammt schmal. Auch die Parkplätze sind auf dem Gipfel Mangelware. So muss der Zustrom geregelt werden. Und nach 16 Uhr müssen alle Rentner wieder im Bett sein und alle anderen können auf den Berg.


Oben angekommen machten wir einen kleinen Spaziergang zur versteckten Tupperdose und genossen den verdammt schönen Ausblick auf die Caldera.


Auf dem Rückweg fuhren wir einfach mal frei Schnauze und haben uns nicht verfahren. Immer durch kleine Gassen Berg auf und irgendwann sind wir wieder auf der Hauptstraße um nach Santa Cruz zu kommen. Auch diese Eindrücke von der Insel möchten wir mitnehmen, die Nebenstraßen.
Am Hotel angekommen holten wir noch Codes für das W-Lan (ein Code ist für 24 Std. Gültig und das kostenfrei) und genossen ein köstliches kaltes Dorada.
Beim Abendessen viel Vic noch eine eklige Engländerin auf. Die marschierte durch das Buffet und griff in alles mit der Hand um es sich in den Mund zu schaufeln. Diese Pottsau gibt es in England kein Besteck. Hier gibt es auf jeden fall Gabel und Löffel um Nahrung zu sich zu nehmen. Bei Bedarf habe ich noch einen Göffel bei mir.
Nun ja, wir verbringen den Abend noch auf dem Balkon hören der gegenüberliegenden Geburtstagsfeier zu und können zuschauen wie die Gastronomen ihren Müll entsorgen.
Gute Nacht liebes Tagebuch

Position:Calle de los Cancajos,Breña Baja,Spanien

Samstag, 15. September 2012

Sahara Route Tag 10

Heute ist schon Tag 10 angebrochen, man kann es nicht glauben. Die Zeit hat hier ihren eigenen Lauf. Alles läuft ruhig und entspannt, dem Klima entsprechend. Trotzdem weis ich nicht wo die Zeit geblieben ist. Es kommt mir so vor als ob wir gestern erst gelandet sind. Ein gutes Zeichen für mich im Urlaub ist die Zeitliche unorientierheit. Ich wusste heute nicht welchen Wochentag wir haben und die Uhrzeit ist auch nur noch ein grobe Schätzung zwischen Frühstück und Abendbrot.


Aber wir wollten heute ja wieder auf Tour, die Natur La Palmas Herausfordern. Da uns Mister Rother mit seinen Reiserouten auf den Sack geht haben wir beschlossen unsere eigene Route zu planen. Diesmal nach alter Schule, für uns. Wo sind Goecaches, da gehen wir hin und finden sie ohne Kompromisse.


Unser Start war das Refugio del Pilar. Von dort aus führte eine staubige karge Forststraße über einen Bergkamm. Das gehen war sehr angenehm da sich die Höhenmeter auf dem ersten Teilstück in grenzen hielt. Es gab auch hin und wieder schattige stellen durch den üppigen Kiefernwald. Unser erstes Ziel war ein Geocache an einem Wolkenfänger. Jetzt fragt man sich was zur Hölle ist ein Wolkenfänger. Doch Geocaching bildet, ein Wolkenfänger besteht aus vielen engmaschigen Netzen auf Gestellen. Dort setzt sich das Wasser der Wolken ab und wird in Regenrinne unter den Netzen gesammelt. Das dient der Trinkwasser und Löschwasser Gewinnung in großen höhen. Und wir sind hoch, auf
ca. 1400 Metern über Null.


Die kommen auf Ideen, ein Fischernetz auf dem Berg um Trinkwasser zu gewinnen. Doch die Idee ist nicht neu. Die Kiefer überlebt hier genau so seit Jahrhunderten. Nur haben die keine Fischernetze, die greifen das Wasser aus den Wolken mit ihren Millionen Kiefernnadeln ab. Klingt total schön nur wer schon einmal auf abschüssigen Boden bedeckt mit Kiefernnadeln gelaufen ist weiß, das Zeug rutscht. Es gibt auf La Palma Orte da könnte man bei dreißig grad mit Schiern eine Abfahrt wagen.


Den Cache haben wir schnell gefunden und wir gingen auf der Staubigen Piste weiter. bei jedem Tritt wurde eine kleine Staubwolke aufgewirbelt.
Der Planet brennt wieder doch diesmal sind wir gut im Tritt. Wir marschieren einfach


weiter, der weg ist leicht abschüssig. Und dann geht es leicht bergan. Jetzt weichen die Schattenspendenden Kiefern Lorberbäumen. Die sind außer zum Würzen von Speisen nicht nützlich, die geben nur wenig Schatten auf der Sahara Route. Immer wieder geht es knackig Berg auf und Berg ab. Wir wandern komplett auf dem Bergkamm.
Immer wieder können wir Blicke auf das Ost und West Tal der Insel werfen. Das ist total schön. Die Sonne brennt weiter. Wir Super Wanderer sind natürlich wieder zur Mittagszeit unterwegs.
Unser Ziel ist ein Geocache an einer Quelle, wir freuen uns schon auf die kalten Fluten aus einem stein um uns zu erfrischen und den Dreck aus dem Gesicht zu waschen. Außerdem müssen wir den weg 50 Höhenmeter absteigen. Das ging durch einen Märchenwelt aus Lorberbäumen und mit Moos bewachsenen Steinen.


Man muss sich das so vorstellen. Du stehst am Anfang einer Leiter die 50 Meter bergab geht und als du runtersteigst wirft dir immer jemand Kiefernnadeln auf die Sprossen um deine Trittsicherheit zu testen.
Im Trippelschritt ging es Bergab in der Hoffnung eine kalte saubere Quelle zu finden.
Als wir die Quelle fanden waren wir total glücklich. Es gab einen Wasserhahn, doch eine böse Vorahnung traf ein. Die Mistquelle ist trocken. Wie sollte es auch anders sein, der Berg verzeiht nichts. Wasser haben wir zum Glück genug dabei.


Wir suchten noch den Geocache und fanden ihn auch. Wir pausierten noch ein wenig und ich schob mir noch eine Banane zwischen den Kiefer. Was für Marathon Läufer gut ist kann mir auch nicht schaden.
Jetzt geht es auf der Kiefernnadelnleiter wieder Berg auf. Und der Aufstieg geht schneller voran als gedacht.


Wieder auf der Sahara Route mussten wir feststellen das die Sonne sich gedreht hat und der letzte Schatten auf dem Trail im Urlaub ist.
Wir schleppten uns zufrieden auf der staubigen Piste zurück zum Auto. Doch der Rückweg
war echt kräfteraubend. Wir müssten etliche Höhenmeter bei todbringender Sonne zurücklegen.
Bei einer kurzen rast haben wir noch ein kleines Schauspiel beobachten können. Ein Mietwagen mit Touris ist den Wanderweg hochgefahren und nach dem sie einige Male aufgesetzt sind haben sie die Karre stehen lassen und sind zu fuß weiter. Keine Ahnung was die getrieben hat.
Wir gingen zurück zum Auto, dabei inhalierten wir noch jede Menge Feinstaub. Es sollte Warnschilder auf dieser Piste geben. !!Wandern gefährdet ihre Gesundheit!!


Wieder am Auto sind wir total fertig aber irgendwie glücklich. Wir haben unseren geplanten
Trail abgelaufen sind körperlich geschafft aber glücklich. Vielleicht hat die Sonne nur unser Gehirn verbrutzelt, aber es ist geil sich durch Dreck Staub und Hitze zu prügeln. Und die einzige Belohnung ist ein Ausblick den nur wenige Menschen genießen können. Man muss es sich verdienen schöne Dinge zu sehen.
Wir fuhren zurück zum Hotel unterwegs hielten wir noch um an einem Aussichtspunkt einen Cache zu heben und auch diesen fanden wir. Muss ich eigentlich auch nicht mehr erwähnen oder ?!
Wir mussten noch einkaufen, also ging es in der Nähe unseres Hotel in den Spar Markt natürlich verschwitzt Salz verkrustet und wohlriechend.
Mir war das alles egal ich wollte kaltes Bier. Als die Kassiererin so die Produkte einscannte
Klingelte ihr Telefon. Sie lachte freute sich und rannte aus dem Laden raus. Dort winkte sie jemanden und bewegte sich laut quatschend wieder an ihre Kasse und scannte weiter.
Verrückt?! Man stelle sich mal so eine Situation in Deutschland vor. Gewerkschaften hätten viel zu tun und Anwälte müssten die Situation klären können.
Scheiß drauf hier hatte jemand wahrscheinlich einen lieben Menschen am Telefon der an den anderen gedacht hat.
Sollte in Deutschland mal beim Aldi die Kassiererin mit dem Telefon in der Hand zur Straße rennen um ihrem Fernfahrer Freund zu winken, werde ich sie beglückwünschen.
Da kommen wir zu einem zentralen Thema. Natürlich sind alle Erfahrungen die wir auf La Palma machen Urlaubserfahrungen. Und man sieht seine Umgebung in einem ganz anderen Licht. Kein Wunder es scheint ja immer die Sonne.
Doch wir versuchen diese Eindrücke mit in die Heimat zu nehmen. Sie sollen uns beeinflussen. Die Kassiererin von Aldi bekommt trotzdem Lack wenn sie zu langsam ist, aber ein bisschen Kultur fließt von jeder Reise mit in uns.
Guten Nacht liebes Tagebuch


Position:Calle de los Cancajos,Breña Baja,Spanien