Dieses Blog durchsuchen

Willkommen

Viel zu spät begreifen viele die versäumten Lebensziele:
Freude, Schönheit der Natur, Gesundheit, Reisen und Kultur,
Darum, Mensch, sei zeitig weise!
Höchste Zeit ist's! Reise, reise!

Zitat
Wilhelm Busch

Geocaching

profile for vunds

Samstag, 14. Juli 2018

Filerimus Gipfel Tag 4 Rhodos

Vic wurde nach meiner Diagnose nicht von einer Allergie heimgesucht vielmehr von unbekanntem Getier. Und weil ich mich solidarisch zeige habe ich den Stechmücken meinen Körper über Nacht hingegeben. Jetzt sehen wir beide aus wie Nadelkissen, Vic aber schlimmer.

Nach einem wiederholt spartanischen Frühstück ging es an die Planung was wir mit dem angebrochenem Tag so anstellen. Vic entdeckte im Rother Wanderführer eine ansprechende Tour. Es sollte auf ein Gipfelplateau gehen, dort befindet sich ein Kloster. Unterwegs sollten uns alte Bunker aus dem zweiten Weltkrieg begegnen. Und oben auf dem Plateau sollten Pfauen ihr Unwesen treiben. Ausserdem war der Weg so ganz und garnicht für den Massentourismus ausgelegt. Soweit der Plan. (Für Ortskundige es geht um den Filerimus Gipfel)

Nach einem kurzen Versorgungsstopp um Trinkwasser zu bunkern ging es endlich los. Die Navigation ist auf Rhodos nicht ganz einfach. Ortsschilder sind oft nicht vorhanden oder schwer lesbar. Wer nicht permanent auf der Karte den Weg im Blick hat landet überall, aber nicht dort wo er hin möchte. Vic meisterte aber die Navigation wie immer verdammt gut.

Meine Aufgabe bestand darin nicht an angesagten Ausfahrten vorbei zu düsen und suizidgefährdeten Zweitradfahrern auszuweichen. Ersteres gelang mir nicht so gut, zum Punkt Zweiradfahrer ich habe alle verfehlt. Und das ist auf Rhodos wirklich Krass alles was zwei Räder hat wird ohne Rücksicht auf Verluste zum zweck des Überholens in den Gegenverkehr gelenkt, ohne Helm natürlich. Obwohl der bei dieser Fahrweise auch nichts mehr bringt.
Und so fanden wir den Einstiegspunkt der Wanderung ohne Lenker im Kühlergrill und begannen den sehr steilen Anstieg auf den Filerimus Gipfel.
Der Weg bestand aus einem zugewuchertem Trampelpfad, genau nach unserem Geschmack. 
Aber das Wetter macht uns echt zu schaffen, 35° Grad und die Luftfeuchtigkeit ist wieder enorm hoch. Schon im Stehen läuft der Schweiß. Und der Weg geht steil bergauf. Schatten ist eher Mangelware.
Dafür sehen wir den ersten Bunker aus deutscher Produktion im Zweiten Weltkrieg. Wahrscheinlich gab es hier früher auch jede Menge Stacheldraht. Aber den Part übernimmt die allgegenwärtige Stechpalme die unseren Weg überwuchert.
















Und so schleppen wir uns schwitzend den Berg hinauf. Jegliche Vegetation am Wegesrand hat augenscheinlich nur die Aufgaben unsere Beine zu zerschreddern. Ja und wir wissen das lange Hosen ein Muss sind für solche Touren sind, aber es ist zu heiß für lange Hosen. Und ja wir wissen auch das vom Wandern auf Rhodos zu dieser Jahreszeit abgeraten wird. 












Immer nach dem Motto lerne Leiden ohne zu Klagen, klage nicht kämpf, kämpften wir uns durch das Dickicht. Und der Tripp wurde durch tolle Ausblicke belohnt. Und wir wollten der Natur von Rhodos näher kommen. Und so war es auch, mehr Kontakt mit der Vegetation geht nicht. Bis aufs Blut.














Das soll keineswegs anklagend klingen denn, den Weg den wir gingen haben wir uns selbst ausgesucht. Und es war toll. 
Nach kurzer Zeit erreichten wir wieder die Asphaltstraße, ja man könnte hier bequem mit dem Auto hochfahren. Aber ohne die tollen Ausblicke, den engen Kontakt mit der Vegetation und Salzkristallen auf dem Hemd.













Und ab hier beschlossen wir über die Asphaltstraße abzusteigen. Irgendwie verließ uns die Motivation weiter hoch zu gehen und es wäre nur noch ein kleines Stück gewesen. Ich denke wir wollten unseren Weg nicht mit hunderten anderen Menschen teilen die oben an der Sehenswürdigkeit auf uns warten würden.















Ich entdeckte noch eine eingefasste Quelle auf der anderen Straßenseite, mit Wasserhahn. In Gedanken übergoß ich schon mein Haupt mit kalten Quellwasser um vom Berg zu rufen „Ist das geil oder was“.
Doch als ich den Wasserhahn betätigte kam wie in einem schlechtem Film tatsächlich nur heiße Luft aus der aufgeheizten Wasserleitung.














Und noch ein Kuriosum war zu entdecken. Wir sahen einige im typisch griechischen Militär Tarnmuster gestrichene Welblechhütten. Durch einen Spalt konnte ich hineinschauen, sie waren gefüllt mit Sandsäcken. Und Hochwasser ist hier mit Sicherheit nicht zu erwarten. Wird vielleicht doch noch eine türkische Inversion erwartet und diese Sandsäcke dienen der schnellen Befestigung des strategisch gut gelegen Berges. Wir werden es nie erfahren und steigen ab.


























Und unterwegs befand sich noch eine total schöne Kapelle an der wir Halt machten. Auch als nicht religiöse Menschen schauen wir uns solch Bauwerke anderer Kulturen gern an.

Wir treffen ja auch immer wieder lustige Leute unterwegs und so sollte es auch heute wieder sein.
Als wir die Serpentinen im Tran der Hitze hinabstiegen fiel uns eine Familie auf die in einem Gebüsch hockte. Es war der einzige schattenspendende Ort auf dieser Piste. Eine Frau trat an uns heran und fragte wie weit der Weg noch zum Kloster sei. Dank guter Orientierung und GPS schätzten wir den Weg auf 5-6 km über die Asphaltstraße, erwähnten noch das es wenig Schatten gibt. Nach kurzer Verabschiedung machten wir uns weiter Berg ab.

Und dort stellten wir nach einer Kurve fest, wir sind schon wieder am Ausgangspunkt unserer Wanderung. Die Familie ist nur ca. 500 Meter gekommen ohne zu wissen wie es weiter geht. Ist ja auch nicht schlimm. Aber man sollte sich auch vor kurzen Trips einfach mal die Mühe machen und  sich informieren. Uns belustigte die Situation auch wenn wir zu den Abbrechern gehörten. (Allerdings über den schweren Pfad, nicht über Asphalt)














PS: Mittlerweile kann ich Klospühlungen Weltweit reparieren. Egal welches System ich habe die Lösung für jede Laufende Spülung. Seilzugsysteme aus Palmenblättern oder Beschwerungen mit Lavagestein kein Problem.

Genug geschwafelt für heute. Morgen warten ein Lost Place auf uns.

Gute Nacht liebes Tagebuch














Freitag, 13. Juli 2018

Das Schmetterlingstal Tag 3 Rhodos

Heute ging es in das berühmte Schmetterlingstal auf Rhodos. Ich hatte im Vorfeld sehr gemischte Gefühle was den Ausflug anging. Die Bilder aus dem Internet sehen schon sehr verlockend aus. Ein eng geschnittenes Tal mit Bachlauf und kleinen Wasserfällen. Aber das Besondere an dem Tal sind die Schmetterlinge, wie der Name schon sagt.
Tausende von Schmetterlingen waren in diesem Tal beheimatet und es wurde zu einer Touristenattraktion. 
Ständige Besucherströme haben den Tag Nacht Rhythmus der kleinen Falter so durcheinander gebracht das sie einfach ausstarben. Mittlerweile ist fast ausschließlich der russische Bär zu bestaunen. Andere Arten sind verschwunden.
Das Tal beherbergt einzigartige Akazienbestände die so nur hier existieren. Das besondere Harz der Bäume dient den Schmetterlingen als Nahrung und das gepaart mit Schatten und Wasser im Tal macht diese Umgebung zu einem einzigartigen Ökosystem mit der idealen Lebensgrundlage für Schmetterlinge.
Dieses Ökosystem wollte ich sehen, erleben und spüren bevor es der Mensch endgültig zerstört. Da beginnt aber das Dilemma, da ich auch wie tausende Andere in das Ökosystem eindringen werde ich plötzlich zum Teil des Problems. Egal welche Moralvorstellungen mich auf dem Weg begleiten.
Es gab noch einen zweiten Punkt warum ich das Ziel skeptisch betrachtete. Wenn dort so viele Menschen rumlaufen um ganze Schmetterlingspopulationen auszulöschen, dann sind dort verdammt viele Menschen und die stören auch mein Bedürfnis im Bezug auf Naturerlebnisse. Wir haben den Tripp dann doch unternommen. Aber mit einem schlechten Gewissen.

Nach kurzer Fahrt erreichten wir den Parkplatz vom Schmetterlingstal. Und der erste Anblick bestätigte meine Befürchtungen. Schon der Parkplatz ist brechend voll. Mit Mühe und Not ergatterten wir noch einen Parkplatz. 
Der Eintritt in das Tal ist übrigens nicht kostenlos, es gibt mehrere Kassenhäuschen auf dem Pfad. Der Eintritt kostet pro Person schlanke 5 Euro. 
Nach dem wir brav unsere Karte in einer Menschenschlange gekauft haben ging es weiter über enge eingezäunte Pfade. Dicht an dicht gedrängt schoben wir uns mit der Masse durch das Tal. Schön ist anders und ich war kurz davor mich auch für das Aussterben zu entscheiden.
Das Tal an sich ist auch ganz schön und bietet tolle Fotomotive, ich Fotografiere keins davon. Ständig wird man angerempelt und ich kann das Spektakel schwer genießen. 
Ich schleppe übrigens auch mein schweres Fotostativ mit durch die Gegend um Wasserfälle zu fotografieren. Doch ich finde keinen Meter Platz um es aufzustellen.


















Die russischen Bären sind aber schön anzuschauen. Mit geschlossenen Flügeln sind sie am Baum sitzend perfekt getarnt. Im Flug wird die schöne rot satte Farbe der Tiere zur Geltung gebracht. Und schon wird man wieder angerempelt und die Faszination wird geschmälert.





















Wir schlängeln uns mit der Karawane weiter das Tal bergan. Wie ein gigantischer Tausendfüßler zerschneiden wir das Tal. Die Eintrittskarten muss man immer bereithalten da sie beim Passieren des Tals immer wieder vorgezeigt werden müssen. Wir sind das Tal von unten noch oben und wieder zurückgelaufen. Den Gang zur Kapelle haben wir aber nicht mehr gewagt. Es ist einfach zu voll hier. 


















Es gibt mehrere Eingänge um die Tour gegebenenfalls abzukürzen. Wir waren eine gute Stunde hoch und runter unterwegs.

Die Temperaturen sind schon extrem, bzw. das Klima ganz anders als auf den Kanaren. Es ist bei 32° Grad unheimlich schwül, was körperlich verdammt anstrengend ist. Auf den Kanaren sind wir bei gleichen Temperaturen unterwegs gewesen und es war deutlich angenehmer. Aber das ist Jammern auf sehr hohem Niveau.

Wir belohnten uns nach der Tour noch mit einem Eis, das es nach Vics Angaben bei uns nicht mehr gibt. Ich habe auch einen Verdacht warum, es war so künstlich das es in Deutschland aufgrund der Inhaltsstoffe als Industrieabfall eingestuft wurde. Aber es war erfrischend und damit das beste Eis auf der Welt in diesem Moment. Genieße die kleinen Dinge im Leben.

Nach der Tour hatten wir noch eine weitere Tagesaufgabe, Einkaufen. Klingt trivial ist es aber nicht. Es gibt in unserer Umgebung zig kleine Läden aber die sind unverschämt teuer und vor allem auf Touristen ausgelegt. Aber über Google Maps haben wir einen Lidl ausfindig gemacht und uns auch gleich mit Google navigieren lassen. Habe ich schon erwähnt das unsere Landkarte, eine Wander- und Fahrradkarte, das schlechteste Kartenmaterial ist was ich je gekauft habe. 

Und so fanden wir unseren Lidl dank Google Maps sehr zügig. Obwohl man sagen muss 28 Km zum nächsten Supermarkt ist schon sportlich. Auf dem Weg waren 6 Tankstellen, zig Autowerkstätten aber nur eine Einkaufsmöglichkeit. Andere Länder andere Bedingungen. Übrigens kostete unser Einkauf weniger als die Hälfte im Lidl, im vergleich zum Touri Laden bei uns um die Ecke.

Da bei uns ja immer noch etwas passieren muss, ist das auch heute wieder so. Vic wurde im Schmetterlingstal vermutlich total zerstochen. Beine und Arme sind überseht mit Einstichen. Da aber abends noch extrem tränende Augen dazukamen liegt eine allergische Reaktion sehr nahe. Vielleicht eine Reaktion auf eine Pflanze oder ähnliches. Wir schauen mal wie das morgen aussieht. 

Wir lassen den Abend noch mit schrecklicher Musik aus dem Nachbarhotel ausklingend. Wir vermuten das dort ein Treffen von hörgeschädigten Menschen stattfindet. Anders lässt sich die Lautstärke nicht erklären


Gute nacht liebes Tagebuch




Donnerstag, 12. Juli 2018

Oldtimer Hotel Rhodos Tag 2 (Nirvana Beach)

Die Brandung bricht lautstark am Steinstrand, ein Vogel den ich mal wieder nicht bestimmen kann trällert sein Lied. Es ist 04:30 deutscher Zeit. Also 05:30 auf Rhodos, und wir sind wach, unglaublich. Aber eine sanfte Meerbrise lockt uns auf den Balkon. Die Aussicht ist wunderbar und wir haben Hunger. Frühstück gibt es leider erst ab 07:30.




























Also dümpeln wir sinierend auf dem Balkon rum und warten bis zur Raubtierfütterung.

Genug Zeit sich ein paar Gedanken bezüglich des Hotels Nirvana Beach zu machen. Drei Sterne landestypisch und unser Zimmer hat einen tollen Ausblick. Was will man mehr. Vielleicht seinen Wein Abends nicht aus dem Zahnputzbecher trinken. Das Steckdosen dynamisch verbaut sind, sprich sie fallen aus der Wand ist auch nicht so wild. So gibt eher die Steckdose als das Ladekabel nach, total praktisch. Und der Druckpunkt der Lichtschalter ist auch variabel um sie aus allen Lebenslagen problemlos zu bedienen, ja sie fallen auch ab. Und der fehlende Wasserdruck in der Dusche hilft Wasser zu sparen, das entspricht total meinem ökologischen Bewusstsein.
















Das Hotel ist halt ein Oldtimer und wir mögen Oldtimer. Allein das Gefühl wenn ich wie ein Special Forces Soldat die Eingangstür unseres Zimmer durch massiven Druck meiner Schulter öffne ist einfach unbezahlbar.

Aber es gefällt uns hier irgendwie. Vielleicht weil wir wirklich Oldtimer lieben. 

Nach einem sehr spartanischen Frühstück machten wir uns satt und glücklich auf zum Strand. Kilometerweit war kein Mensch zu sehen, auch die Kitesurfer waren wohl noch im Tiefschlaf. Wir entdeckten die Überreste eines alten Bunkers. Rhodos wurde aufgrund einer drohenden Invasion der Türkei an den Küsten mit allerlei Bunkern ausgestattet.
Leider haben mir die Bunker gegen eine türkische Invasion nicht geholfen. Mein Handy hat sich über Nacht in ein türkisches Mobilfunknetz eingewählt (Die Türkei ist 17 Km Luftlinie von uns entfernt) das wird teuer da nicht mehr EU, danke Erdogan.































Nach dem Strandspaziergang machten wir uns auf eine günstige Einkaufsmöglichkeit zu finden. Leider war meine Einschätzung von gestern mit wenig Tourismus um uns herum so was von falsch. Es gibt nur Hotels, Ferienwohnungen und Touri Abzock Minimärkte. Mal als Referenz, ein Stück Butter hat 4,50 Euro gekostet und ein Glas Nutella soll 6 euro Kosten. Das ist uns alles zu teuer. Da wir morgen wieder auf Tour sind  suchen wir uns einen Discounter.

Auf dem Rückweg hatten wir noch eine Begegnung der griechischen Art. Im Schatten einer Bushaltestelle pausierten wir bei einer Zigarette. Plötzlich kam von der anderen Straßenseite ein alter Grieche auf uns zu. Wir nannten ihn Liebevoll „Oppi“ und er begann uns seine Geschichte zu erzählen. Dabei schenkte er Vic zwei Hibiscusblüten. Und Oppi erzählte was das griechische Herz  hergab. Wir verstanden leider rein gar nichts. Plötzlich wird man in den Arm genommen, wir lachen gemeinsam und lauschen dem wundersamen Mann. 
Wir konnten noch etwas von einer Geburt heraushören oder aufgrund seiner Körpersprache erahnen. Und er zeigte uns seinen Ehering. Und wieder wurden wir in den Arm genommen.

Uns passierte an der Bushaltestelle eine Gruppe Touristen und Oppi wurde etwas unsanft zur Seite gedrängt. Er schimpfte wie ein Rohrspatz und wandte sich im selben Atemzug wieder zu uns um uns lachend seine Geschichte zu erzählen die wir nicht verstanden.
















Wir verabschiedeten uns freundlich und gingen mit einem großem Fragezeichen aus dieser Begegnung. Aber es war eine sehr schöne Begegnung. Darum reisen wir. Andere Menschen und Kulturen kennenlernen. Man muss nicht die Worte verstehen, ein Lachen und eine Blume sagen mehr als tausend Worte.

Den Rest des Tages verbrachten wir mit am Strand rumgammeln, ich meine akklimatisieren und Fotos von unseren Füßen machen.

Morgen geht es auf Tour, wir besuchen das Schmetterlingstal. Als Naturpädagoge bin ich sehr gespannt, aber auch zwiegespalten ob ein Besuch wirklich gut ist. Dazu  morgen mehr.



Gute Nacht Liebes Tagebuch









Mittwoch, 11. Juli 2018

Rhodos Anreise Tag 1

Wie zur Hölle konnte das passieren. Wir sind auf Rhodos gestrandet. Der am besten touristisch erschlossenen Insel Griechenlands. Klingt genau nach unserem Traumziel.
Aber zurück auf Anfang. Eigentlich wollten wir nach El Hierro der kleinsten kanarischen Insel. Doch die Anreise in unserem verfügbaren Zeitrahmen sollte mal satte 2,5 Tage in Anspruch nehmen.
Ein neuer Plan musste her. Und damit haben wir wieder ein wenig das Reisebüro Harborth in Hildesheim aufgemischt. Aber Steve kennt uns, und gern werden wir mit den Worten:“ Wo soll es dieses Jahr nicht hin gehen“ begrüßt.
Alternativ sollte es an die Algarve in Portugal gehen. Da wollten wir schon immer mal hin. Doch wie es der Zufall wollte traf ich nach über zwei Jahren einen alten Freund wieder (hier unser Treffen) der an der Algarve mit seinem Camper war. Das Urteil viel vernichtend aus, zu viel Menschen auf zu wenig Raum. 
Steve aus dem Reisebüro hat auch schon vorgearbeitet und einige Unterkünfte herausgesucht. Alle waren nicht so wie wir uns das vorstellten. Ruhig mitten in der Pampa, aber wir waren ja mal wieder sehr spät mit den Reisevorbereitungen dran.
Ist es eigentlich normal das man 4-5 Besuche im Reisebüro braucht um ein Ziel zu finden? Es liegt nicht am Reisebüro, jedes Andere hätte uns seit Jahren schon aus er Kartei geschmissen. Muss also doch an uns liegen.
Der nächste Vorschlag von Steve war Rhodos. In der Befürchtung auf dem heimischen Balkon zu versauern stimmten wir sofort zu.
Die Welt ist groß und warum nicht mal spontan sein. Auch eine Unterkunft wurde schnell gefunden, das Nirvana Beach Hotel. Klein direkt am Meer nur wenig Tourismus in unmittelbarer Umgebung nähe zum Flughafen (das kann Vor- und Nachteile haben). 
Und uns war mittlerweile alles egal wir wollten wech, Abenteuer erleben raus aus dem Hamsterrad. 















Und so ging es heute morgen los, mit dem Taxi zum Bahnhof, mit dem Zug zum Flughafen und schon sind locker zwei Stunden vergangen.


Doch ich hatte viele Bedenken auf dem Weg zum Flughafen. Unsere Koffer hatten zu viel Gewicht (15 Kg hatten wir frei) und ich wollte gestern Abend noch schnell unsere Zugtickets ausdrucken. Und wann versagt ein Drucker, genau wenn man ihn dringend braucht. 
Über die Tui App konnte ich zwar unsere Zugtickets als PDF auf dem Handy speichern, ob das so gültig ist war mir aber nicht klar. Und ich habe schon einmal mit elektronischen Bahntickets große Probleme gehabt. Im Endeffekt hatte ich schmarotzender Schwarzfahrer, der über seine Kreditkarte den vollen Preis bezahlt hat ein Inkassobüro am Arsch. Aber das ist eine andere Geschichte. 
Der Heilige Christopherus (Schutzpatron der Reisenden) hielt die Hand über uns und die Zugtickets wurden ohne Murren akzeptiert und die drei Kilo Übergepäck am Flughafen interessierte niemanden.  















Aber dann wurden wir am Check in, mit fast wehleidigen Augen angeschaut. Wir müssen sie leider umbuchen hieß es. Und ich wusste wo Jing ist, ist auch Jang, jetzt haut uns das Schicksal einen aufs Auge.
Es ging weiter, „Hätten sie etwas dagegen wenn wir sie auf den Notausgang umbuchen?“
Selbst Vic in ihrem durch Flugangst gelähmten Körper entwickelte so etwas wie ein Lächeln. Der Notausgang ist in der Holzklasse der Jackpot, Beinfreiheit ohne ende. Dafür zahlen Menschen einen Aufpreis beim Fliegen und wir werden höflich gefragt ob wir die Plätze nehmen würden. Jetzt ist nicht nur Christopherus sondern auch Fortuna mit auf Tour. 
Das man am Notausgang auch eine gewisse Verantwortung im Notfall hat, nämlich das Öffnen der Luke ist uns egal. Eigentlich hatte die Fluggesellschaft genau die richtigen dort platziert. Katastrophen erfahren und stressresistent Reisende.
Der Flug verlief sehr ruhig, man vergas uns beim Getränke Service aber Vic hatte gut vorgesorgt. Dieser Flugzeugfrass der Holzklasse ist echt übel und teuer. Aber Vic zauberte aus ihrem Handgepäck eine Packung Tuck Kekse, frische Tomaten und Gurke. Genau das richtige für einen überklimatisierten Raum wie ein Flugzeug. Die Flugbegleitungen schauten uns immer sehr ungläubig an als wir unsere Rohkost verzehrten. Immerhin machten wir ihr schmutziges Geschäft mit überteuerten Fertigfrass kaputt. Ich hoffe das macht Schule, nehmt Obst und Gemüse mit auf eure Flüge.















Nach der Landung betraten wir zum ersten mal griechischen Boden und alle Formalitäten wie Mietwagen finden und zum Hotel düsen waren nur noch reine Routine.


Jetzt will ich nur noch den Wellen lauschen und hoffe das ich den Blogeintrag hochgeladen bekomme.
Leute die meinen Blog schon länger lesen wissen, morgen ist akklimatisieren angesagt. Umgebung checken, Einkaufsmöglichkeiten usw.. Und es wird ein Spezial zu unserem Hotel geben. Wo Licht ist ist auch Schatten.


Gute Nacht Liebes Tagebuch 





Sonntag, 24. Juni 2018

Erste Outdoor Übernachtung dieses Jahr

Meine Berufliche Neuausrichtung hat nicht unbedingt mehr Freizeit zur folge. Aber ich Liebe meine Tätigkeit. Und ich habe jetzt die Möglichkeit mir eine Auszeit zu nehmen wenn ich es für richtig halte. Und so ging es spontan ab in den Wald relaxen, klettern und Freunde treffen.

Sonntag, 17. Juni 2018

Zertifizierter Naturpädagoge

Es ist geschafft. Nach 1,5 Jahren Fortbildung an der Waldwerk Akademie habe ich heute nach einem anstrengenden Prüfungswochenende das lang ersehnte Zertifikat bekommen.
Es war eine wirklich tolle Zeit. Ich habe nicht nur jede menge Wissen erworben, sondern auch noch viele tolle Menschen kennenlernen dürfen. Einige waren Dozenten andere sind mittlerweile Arbeitskollegen. Aber ganz besonders bleibt mir unsere tolle Truppe in Erinnerung. Unterschiedlicher hätten wir nicht sein können, aber die Liebe zur Natur und unser bestreben dies professionell an die Gesellschaft weiterzugeben hat uns eng verbunden.
Danke an unsere Mentoren: Simone Flor und Lars Rudolph