Moderne Medien können Segen und Fluch zugleich sein. Als Vic mich heute weckte weil sie Hunger hatte und so wie so schon seit zwei Stunden wach war, blickte ich auf mein Handy. Die App BIWAPP hatte ganze Arbeit geleistet. Wetter und Katastrophen Warnungen aus meiner Heimatstadt ohne Ende.
Das Hochwasser kommt. Als Althelfer im Katastropheschutz ein Komisches Gefühl. Ich sitze im Atlantischen Ozean auf einer Wüsteninsel und die Heimat geht unter.
An dieser Stelle viele Grüße an meine Kameraden die wieder einmal großes leisten, in Gedanken bin ich bei euch.
Und das ist der Fluch an den neuen Medien. Dieses Ereignis überschattete den heutigen Tag ein wenig. Ständig Kontrollierten wir die Sozialen Medien um auf den neusten Stand zu sein. Doch warum? Unsere bleibe ist nicht unmittelbar betroffen, nur der Keller wird wahrscheinlich einiges an Wasser gesehen haben. Währe es nicht besser nichts zu wissen? Ändern oder gar Helfen können wir von Lanzarote aus nicht. Eine Antwort auf die Fragen habe ich nicht wirklich, es regt aber zum nachdenken an.
Und da hier nicht nur negatives im heutigen Post erscheinen soll, geht es weiter mit unserem Roadtrip über Lanzarote.
Da wir nur sieben Tage auf der Insel sind wollen wir natürlich so viel Facetten wie möglich kennenlernen. Was bietet sich da mehr an als ein Roadtripp von Süd nach Nord.
Wir hatten ein Ziel festgelegt aber eigentlich auch nicht. Unser Ziel war es einfach so viel Eindrücke zu sammeln wie möglich. Also geben wir Dahli unserem Mietwagen die Sporen und preschten los. Bis zur ersten großen Steigung da war Ende mit preschen zu wenig PS. also langsam weiter. Aber die Schnecke kann bekanntlich mehr über den Weg erzählen als der Hase.
Unser erster Stopp war in Uga, nicht nur weil der Name lustig klingt. Es handelt sich um ein typisch Kanarisches Dorf das vom Tourismus weitesgehend verschont blieb. Dort hielten wir spontan und flanierten ein wenig durch die Gassen um den Kanaren Spirit zu fühlen.
Danach ging es weiter nach nach Tinaju, also so war der Plan eigentlich. Vic sagte noch hier musst du abbiegen. Verträumt wie ich nun mal so bin fuhr ich einfach gerade aus weiter. Was auf unseren Reisen übrigens keine Seltenheit darstellt, trotz super Navigation von Vic biege ich gern mal zu früh oder spät ab. Daraus ergeben sich aber immer wieder interessante Gegebenheiten. Oder verkehrswiederige Wendemanöver.
Und so landetet wir anstatt in Tinaju in Yaiza. Klingt doch fast genau so.
Wie es der Zufall wollte vielen mir beim durchfahren der Ortschaft mehrere verlassene Gebäude auf. Da wir ja total auf diesen Lost Place Kram stehen, war klar hier müssen wir halten und schauen ob wir in die Gebäude kommen. Wieder einmal eine typische Situation für unsere Urlaube. Das Abenteuer findet nicht wir, das Abenteuer findet uns.
Leider war ein unbemerkter Zugang nicht zu finden. Und es gab da ein verlassenes Hotel was sicherlich sehr viel spannende Geschichten zu erzähle hätte. Aber den Ärger mit der Guardian Civil gehen wir lieber aus dem Weg.
Spontan schauten wir in unserer GPS ob es vielleicht einen Geocache in der nähe gab. Und den gab es. Er führte uns zu einem Friedhof, was Vic natürlich freute. Für Neulingen auf meinem Blog. Vic schaut sich gern Friedhöfe in fremden Ländern an. Hintergrund der Geschichte, wir wollen die Kultur eines Landes erleben. Und zum Leben gehört der Tod wie die Butter aufs Brot.
Was uns sehr erstaunte waren die vielen Deutschen Grabtafeln.
Nach diesem kleinen Abstecher ging es weiter nach La Isleter, dabei handelt es sich um eine Halbinsel von Lanzarote.
Auf dem Weg nach La Isleter durchquerten wir auch den Nationalpark. Und was wir dort sahen war schlimm. Nationalparks verbindet man ja eher mit Natur und Beschaulichkeit. Zumindest war das meine Interpretation bisher. Hier ist aber Jahrmarkt. Hunderte von Kamelen tragen Touristen durch die Berge, tausende Autos stehen Schlange vor dem Zugang des Nationalparks. Nur im vorbeifahren sind wir von den Gegebenheiten angewidert. Aus diesem Grund meiden wir auch den Parque Nacional de Timanfaya.
Bis auf eine Küstenwanderung darf man den Park nicht ohne Führung betreten. Und die Führungen sind Viehtrieb mit Menschen, nein danke.
Wobei ich anmerken möchte das besonders Schützerswerte Landstriche auch einer touristischen Reglementierung bedürfen. Aber hier kann ich das nicht ganz nach nachvollziehen.
Nachdem wir den Touristen Stau überwunden haben sind wir auch ohne Probleme auf der Halbinsel La Isleta angekommen.
Hier ist es wirklich schön. Der Atlantik schlägt mit seinen harten Wellen an das Ufer und wir genießen einfach dieses Naturschauspiel. Wir fühlen uns ganz klein im Angesicht der Kraft des Atlantiks.
Der Rettungsring scheint nur wegen irgendwelcher EU Richtlinien dort zu stehen. Denn wer in diese Brandung bei diesen Klippen fällt braucht keinen Rettungsring, der braucht ein Wunder.
Und das war unser kleiner Roadtrip auf Lanzarote.
Wir haben uns einfach mal treiben lassen wie ein Blatt im Wind. Und das kann ich euch nur empfehlen. Macht nicht zu viele Pläne, die dann schief gehen und nur Enttäuschungen produzieren. Erfreut euch an dem was am Wegesrand liegt. Leben findet im hier und jetzt statt, danach kommt nur das Erdloch oder wie auf den Kanaren ein 1x2 Meter großes Betonfundament gestapelt auf mehrere Etagen.
In dem Sinne gute Nacht Liebes Tagebuch
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Höchste Zeit ist's! Reise, reise!
Zitat
Wilhelm Busch
Mittwoch, 26. Juli 2017
Dienstag, 25. Juli 2017
Lanzarote Tag 4 Hotel Atlante del Sol Lost Place
Warum ist Lanzarote eigentlich eine Mondlandschaft? Die Erklärung ist relativ einfach. Auf 795 Quadratkilometern befinden sich rund 300 Vulkankrater die mal mehr oder weniger aktiv waren. Von 1730-1736 wurde die Insel von schweren Vulkanausbrüchen gebeutelt. 10 Dörfer wurden von der Lava ausgelöscht. Angeblich gab es keine Todesopfer. Ein Priester schrieb in seinen Aufzeichnungen das die Bevölkerung 6 Jahre lang kein Sonne aufgrund der Vulkan aktivitäten zu Gesicht bekam. Übrigens war das auswandern in der Zeit der Großen Vulkanausbrüche der Bevölkerung bei Todesstarfe verboten. Die letzte große Vulkanausbruch fand 1824 statt. Und noch heute sind die Vulkane aktiv. Im Nationalpark gibt es stellen an denen Fleisch über Löcher im Boden gegerillt wird. So präsent ist die Vulkanische Aktivität auf Lanzarote.
Jetzt aber genug mit dem Bildungsauftrag. Heute soll es wieder auf Lost Place Tour gehen. Wir wollen das Hotel Atlante del Sol erkunden. Genauer gesagt sollte das einmal ein Hotel werden, aber es wurde nie fertig gestellt. Ist aber dennoch nicht ganz verlassen.
Wir hatten gestern mit Google Earth und unserer Landkarte einen perfekten zugang zum verlassenen Ort erstellt. Aber auf den Kanaren ist das so eine Sache mit der Planung.
Eine Baustelle versperrte uns die Zufahrt zum verlassenen Hotel. Aber wir sind ja flexibel, Route mit der Karte schnell umgeplant und die nächste Baustelle versperrt uns den Weg.
Die stimmung im Auto, was übrigens auf den Namen Dahli hört heitzt sich empfindlich auf. Nicht das es draußen schon heiß genug währe.
Ich entschloss in einer Seitenstraße zu Parken, ruhen und sammeln. Karte noch mal studieren und Satelietenbilder konsultieren. Das Ergebnis wurde nicht besser, es gab keinen Zugang mit dem Auto.
Mein nächster Vorschlag war wir schlagen uns einfach zu Fuß die Paar Kilometer querfeldein durch die Wüste.
Die Reaktion von Vic war folgende, "DU HAST DOCH EINEN VOGEL". Ganz unbegründet war der Einwand nicht. Die Sonne brennt wie Sau, Schatten gibt es auf der Strecke überhaubt nicht. Dazu schlagen uns immer wieder Windböen ins Gesicht. Das ist nicht weiter schlimm aber der Wind transportiert sehr viel Sand. Wir werden quasie Sandgestrahlt.
Ohne das Thema auszudiskutieren schultern wir unsere Rucksäcke mit ordentlich Wasservorat und begaben uns in die Wüste zu einem Hotel das es nie gab.
Unterwegs bemerkten wir das uns tatsächlich ein Auto folgte. Und es überholte uns auch. Es war ein Mietwagen. Und da wir uns stätig im Spurenlesen bilden, bemerkte Vic schnell der verliert Flüssigkeit. Wahrscheinlich die Ölwanne. Auf unseren Bildern sind nur die einfachen Passagen des Weges zu sehen. Selbst ich währe den rest mit den Mietwagen nicht gefahren (siehe Gestern)
Aber etwas Kurioses gab es noch in der Wüste, ein Schild das vor dem Baden im Meer warnt.
Weiter ging es durch die Hitze und den Staub. Wir passierten ein weiteres Schild wir befinden uns in einem Vogelschutzgebiet. Witzigerweise sehen wir auf unserer ganzen Tour nur einen Vogel und der war Tot, wahrscheinlich durch die Hitze. Der Hintergrund des ausgerufenen Vogelschutzgebietes scheint aber ein anderer zu sein. Die Inselregierung hat viele Hotel bauten in den 70` und 80´ versucht zu verbieten (meiner Meinung zu Recht). Und wen das Juristisch nicht funktionierte wurde ein Schutzgebiet für Tiere ausgerufen. Ob da Mafjiöse Struckturen auch noch eine Rolle spielen überlasse ich der Fantsie des Lesers.
Das Hotel, was nie eins für zahlende Gäste war, rückt immer näher. Mit jedem Schritt durch das Geröll sind wir motivierter das Areal zu erkunden.
Ab hier lasse ich einfach mal Bilder sprechen.
Ja, hier haben sich nicht zahlende Gäste eingemietet. Das erkunden des Gebäudes wahr sehr spannend. Auch wenn wir immer Angst hatten das uns ein Stein auf den Kopf fällt aber das ist das Blogger Risiko. Mehr bewegte Bilder wird es bald auf meinem Youtube Kanal geben.
Gute Nacht Liebes Tagebuch
Jetzt aber genug mit dem Bildungsauftrag. Heute soll es wieder auf Lost Place Tour gehen. Wir wollen das Hotel Atlante del Sol erkunden. Genauer gesagt sollte das einmal ein Hotel werden, aber es wurde nie fertig gestellt. Ist aber dennoch nicht ganz verlassen.
Wir hatten gestern mit Google Earth und unserer Landkarte einen perfekten zugang zum verlassenen Ort erstellt. Aber auf den Kanaren ist das so eine Sache mit der Planung.
Eine Baustelle versperrte uns die Zufahrt zum verlassenen Hotel. Aber wir sind ja flexibel, Route mit der Karte schnell umgeplant und die nächste Baustelle versperrt uns den Weg.
Die stimmung im Auto, was übrigens auf den Namen Dahli hört heitzt sich empfindlich auf. Nicht das es draußen schon heiß genug währe.
Ich entschloss in einer Seitenstraße zu Parken, ruhen und sammeln. Karte noch mal studieren und Satelietenbilder konsultieren. Das Ergebnis wurde nicht besser, es gab keinen Zugang mit dem Auto.
Mein nächster Vorschlag war wir schlagen uns einfach zu Fuß die Paar Kilometer querfeldein durch die Wüste.
Die Reaktion von Vic war folgende, "DU HAST DOCH EINEN VOGEL". Ganz unbegründet war der Einwand nicht. Die Sonne brennt wie Sau, Schatten gibt es auf der Strecke überhaubt nicht. Dazu schlagen uns immer wieder Windböen ins Gesicht. Das ist nicht weiter schlimm aber der Wind transportiert sehr viel Sand. Wir werden quasie Sandgestrahlt.
Ohne das Thema auszudiskutieren schultern wir unsere Rucksäcke mit ordentlich Wasservorat und begaben uns in die Wüste zu einem Hotel das es nie gab.
Unterwegs bemerkten wir das uns tatsächlich ein Auto folgte. Und es überholte uns auch. Es war ein Mietwagen. Und da wir uns stätig im Spurenlesen bilden, bemerkte Vic schnell der verliert Flüssigkeit. Wahrscheinlich die Ölwanne. Auf unseren Bildern sind nur die einfachen Passagen des Weges zu sehen. Selbst ich währe den rest mit den Mietwagen nicht gefahren (siehe Gestern)
Aber etwas Kurioses gab es noch in der Wüste, ein Schild das vor dem Baden im Meer warnt.
Weiter ging es durch die Hitze und den Staub. Wir passierten ein weiteres Schild wir befinden uns in einem Vogelschutzgebiet. Witzigerweise sehen wir auf unserer ganzen Tour nur einen Vogel und der war Tot, wahrscheinlich durch die Hitze. Der Hintergrund des ausgerufenen Vogelschutzgebietes scheint aber ein anderer zu sein. Die Inselregierung hat viele Hotel bauten in den 70` und 80´ versucht zu verbieten (meiner Meinung zu Recht). Und wen das Juristisch nicht funktionierte wurde ein Schutzgebiet für Tiere ausgerufen. Ob da Mafjiöse Struckturen auch noch eine Rolle spielen überlasse ich der Fantsie des Lesers.
Das Hotel, was nie eins für zahlende Gäste war, rückt immer näher. Mit jedem Schritt durch das Geröll sind wir motivierter das Areal zu erkunden.
Ab hier lasse ich einfach mal Bilder sprechen.
Ja, hier haben sich nicht zahlende Gäste eingemietet. Das erkunden des Gebäudes wahr sehr spannend. Auch wenn wir immer Angst hatten das uns ein Stein auf den Kopf fällt aber das ist das Blogger Risiko. Mehr bewegte Bilder wird es bald auf meinem Youtube Kanal geben.
Gute Nacht Liebes Tagebuch
Labels:
Reiseberichte
Standort:
Playa Blanca, 35580, Spanien
Montag, 24. Juli 2017
Lanzarote Tag 3 Laguna de Janubio und Lost Place
Der Morgen begann heute mit einer unangenehm juckenden Hand, bei genauerer Betrachtung war sie auch noch geschwollen. Irgend ein mutiertes Tier hat mich in der Nacht atackiert und gebissen. Aber wir sind ja auf alles vorbereitet und so begann der Tag anstatt mit Kaffee, mit kortisonhaltiger Creme. Man gönnt sich ja sonst nichts.
Beim Frühstück führte mein Brötchen dann noch ein Eigenleben, je mehr man darauf kaute, um so mehr wurde die Masse im Mund. Das zeugt von Qualität. Zum Glück darf ich für eine Firma gerade ein Produkt testen das mit Ernährung zu tun hat. Das wird mir noch sehr nützlich sein. Mehr wird aber noch nicht verraten.
Im Großen und Ganzen ein gelunger Morgen. Der Tag wird aber um so besser werden, es wird mal wieder alles anders als geplant.
Kurze Rückschau. Beim Studieren der Landkarte gestern Abend ist mir eine kleine Anomalie aufgefallen. In direkter Meernähe gab es einen sehr großen See. Unsere Karte gibt an das dort eine Salzgewinnungsanlage zu sein scheint. Ohne groß drüber nachzudenken beschlossen wir gestern einfach, dort fahren wir hin. Ohne Erwartungen, sich einfach treiben lassen, mal sehen was der Tag so bringt.
Und genau mit diesem Gedanken machten wir uns heute auf den Weg. Und dank des ungenauen Kartenmaterials landeten wir plötzlich auf einer Schotterpiste. Ich drücke es mal so aus, der Mietvertrag für unser Auto verbietet das Nutzen solcher Pisten. Das spornte an die Karre besser heile zu lasssen als wir stur nach Karte weiterfuhren. Aber es hat sich mehr als gelohnt.
Ein Ellen langer schwarzer Sandstrand erwartete uns. Und das Beste an der Sache, wir waren dort ganz allein und konnten den Wellen beim Brechen am Ufer zu schauen. Anhand von wenigen Spuren im Sand wussten wir das exakt drei Stunden vor uns ein Mann mittleren Alters mit seinem in die Jahre gekommenden Hund dort spazieren war, barfuß natürlich. Ansonsten pure Vulkanlandschaft und Natur. Nur die Spuren eines Hundetieres, die so groß waren wie Klodeckel im Sand verunsicherten uns doch ein wenig. So fangen Horrofilme an, romantischer Strand, einsamkeit. CUT und das sympathische Wanderpärchen wird vom Werwolf zerfleischt.
Nach dem Strandbesuch machten wir uns auf um die Relikte der Salzgewinnungsanlage einmal genauer anzuschauen.
Das Konzept ist so einfach wie genieal. Windmühlen pumpen Meerwasser in kleine Becken. Dort verdunstt dank Sonnenennergie das Wasser und feinstes Meersalz bleibt übrig. Einfach und ökologisch. Das dieser Teil der Anlage nicht mehr genutzt wird erkennt man gut am Hotelessen, es fehlt Salz.
Dieser Teil der Location war schon sehr interessant, doch es sollte uns noch etwas Besonderes erwarten.
Ganz in der Nähe war noch ein verlassenes Gebäude das wir uns natürlich genauer anschauen mussten. Wir haben ja eine Vorliebe für sogenannte Lost Places.
Doch was faziniert uns eigentlich an diesen Ruinen. Das ist ganz einfach zu erklären. Die Lost Places erzählen eine Geschichte, eine Geschichte der niemand mehr zuhört. Außer wir als Entdecker. Oft ist die Geschichte unklar oder von Myten behaftet. Aber es gibt die Geschichte und wir sind ihr auf der Spur.
Auf dem Weg zum Gebäude kamen wir an einer alten Garage vorbei. Dort befand sich ein alter geländegängiger Transporter komplett ausgebrannt. Hier hat niemand versucht das Fahrzeug zu löschen.
Doch was ist geschehen? Wir werden es nie erfahren. Doch ein wenig Detektivarbeit haben wir schon versucht zu leisten. Auf jeden Fall ist der Wagen nicht in der Garage abgebrannt. Keine Rußspuren an den Wänden und der Sand unter dem Wagen weist keine Verglasung auf die bei großer Hitze ensteht. Ganz im Gegenteil zur Frontscheibe, die durch die große Hitze geschmolzen ist.
Doch warum schleppt man so ein Wrag in die Garage, soll hier etwas versteckt oder gar vertuscht werden. Auch das werden wir nie erfahren. Spannend ist es alle mal.
Wir gehen weiter zum Gebäude.
Der Zweck dieses Gebäudes bleibt uns auch verborgen. Ist es eine alte Unterkunft für Arbeiter der Salzgewinnungsanlage? War hier einmal eine Strandbar die aufgrund der Einsamkeit Pleite ging? Auch das werden wir nie erfahren, aber es steckt eine Geschichte hinter diesem Ort.
Was wir aber ganau wissen ist, dass man sich solchen vermeintlich verlassenen Gebäuden mit Vorsicht nähern sollte. Oft lassen sich Aussteiger oder Obdachlose illegal in solchen Bauten nieder. Und sie sind nicht sonderlich erfreut über touristischen Besuch der mit der Kamera durch ihr Schlafzimmer läuft. Wir sind vorsichtig und finden erste Hinweise das hier vor einiger Zeit eine oder mehrere Personen gewohnt haben müssen.
Und plötzlich rutscht uns das Herz in die Hose. Wir hören eindeutige Geräusche aus dem Gebäude, es ist sehr verwinkelt und wir haben keinen Überblick über den Grundriss. Dort könnte sich sonst wer verstecken. Unsere Sinne sind geschärft, die Ohren gespitzt. Langsam arbeiten wir uns um das Gebäude, infiltrieren seitlich die Zugänge. Und das ist wieder so ein Moment wo ich zutiefst mit Vic verbunden bin. Unsere Kommunikation läuft ohne Worte, ein Blick reicht und jeder weiss was zu tun ist.
Und plötzlich ohne Vorwahrnung springt mir der Übeltäter ins Gesicht, eine alte Bastmatte die im Gebäude durch den Wind Schritte simuliert. Wir sind erleichtert und erkunden weiter das Areal.
Ich entdeckte noch ein altes Kinderdreirad. Welche Geschichte steckt wohl hinter diesem Gefährt?
Was macht ein Kind in dieser unwirklchen Gegend? Und vor allem wie kann man mit diesem Spielzeug ohnen ebene Fläche überhaubt fahren?
Fragen über Fragen. Aber diese Fragen sind es, die uns immer wieder zu solchen verlassenen Orten treibt. Wir wollen die Geschichte sehen und fühlen, auch wenn es keine Antworten gibt.
Das der Tag uns so ein tolles Abenteuer gibt war nicht geplant, aber uns findet das Abenteuer egal wo wir sind.
Eine weitere abenteuerliche Episode spielte sich abends im Hotel ab. Ich wollte mir den Lost Place Staub unter der Dusche abspühlen und Vic war in der Zeit noch eine Flasche Wein im Supermercado gegenüber vom Hotel für den Abend besorgen.
Plötzlich hämmert es wie verrückt an der Hoteltür, ich ignorierte es in der Hoffnung, dass es sich um Wartungsarbeiten handelt. Doch das penetrante Hämmern an der Tür wurde immer intesiver. Ich dachte Vic hat den Hotelschlüssel vergessen und stieg pudelnass aus der Dusche nur mit einem Bademantel bekleidet und öffnete leicht genervt die Tür.
Doch da stand keine Vic sondern ein Spanier mit sehr rudimentären Englischkenntnissen. Aufgebracht war der auch noch. Mit Wasser im Ohr und meinen auch nicht sehr guten Englischkenntnissen interpretierte ich, dass er sich über die Musik auf unserem Balkon letzten Abend beschweren wollte. Mit einem abfälligen "Si, Si" nickte ich alles ab und schloss wieder die Tür. Also weiter duschen. Plötzlich kam Vic wieder zur Tür rein. Und ich hörte nur, Stephan bleib mal im Bad. Und dann fand eine Völkerwanderung durch unser Zimmer statt.
Hintergund der Geschichte war, bei unseren Nachbarn hatte die Eingangstür eine Fehlfunktion. Sie konnten das Zimmer nicht mehr verlassen. Unter Anderem war mittlerweile auch der herbeigerufene Techniker mit im Zimmer eingeschlossen. Nur der Mann des Pärchens konnte sich aus einem Fenster zwängen und wollte uns fragen ob sich der Rest der Bewohner aus dem Zimmer nebenan über unseren Balkon evakuieren kann.
Kommunikation ist manchmal doch nicht so einfach. Aber Vic sorgte dafür das alle wohlbehalten vom Nachbarbalkon auf Unseren klettern konnten.
So, morgen setzen wir in Sachen Lost Place noch einen drauf, seid gespannt.
Gute Nacht Liebes Tagebuch
Beim Frühstück führte mein Brötchen dann noch ein Eigenleben, je mehr man darauf kaute, um so mehr wurde die Masse im Mund. Das zeugt von Qualität. Zum Glück darf ich für eine Firma gerade ein Produkt testen das mit Ernährung zu tun hat. Das wird mir noch sehr nützlich sein. Mehr wird aber noch nicht verraten.
Im Großen und Ganzen ein gelunger Morgen. Der Tag wird aber um so besser werden, es wird mal wieder alles anders als geplant.
Kurze Rückschau. Beim Studieren der Landkarte gestern Abend ist mir eine kleine Anomalie aufgefallen. In direkter Meernähe gab es einen sehr großen See. Unsere Karte gibt an das dort eine Salzgewinnungsanlage zu sein scheint. Ohne groß drüber nachzudenken beschlossen wir gestern einfach, dort fahren wir hin. Ohne Erwartungen, sich einfach treiben lassen, mal sehen was der Tag so bringt.
Und genau mit diesem Gedanken machten wir uns heute auf den Weg. Und dank des ungenauen Kartenmaterials landeten wir plötzlich auf einer Schotterpiste. Ich drücke es mal so aus, der Mietvertrag für unser Auto verbietet das Nutzen solcher Pisten. Das spornte an die Karre besser heile zu lasssen als wir stur nach Karte weiterfuhren. Aber es hat sich mehr als gelohnt.
Ein Ellen langer schwarzer Sandstrand erwartete uns. Und das Beste an der Sache, wir waren dort ganz allein und konnten den Wellen beim Brechen am Ufer zu schauen. Anhand von wenigen Spuren im Sand wussten wir das exakt drei Stunden vor uns ein Mann mittleren Alters mit seinem in die Jahre gekommenden Hund dort spazieren war, barfuß natürlich. Ansonsten pure Vulkanlandschaft und Natur. Nur die Spuren eines Hundetieres, die so groß waren wie Klodeckel im Sand verunsicherten uns doch ein wenig. So fangen Horrofilme an, romantischer Strand, einsamkeit. CUT und das sympathische Wanderpärchen wird vom Werwolf zerfleischt.
Nach dem Strandbesuch machten wir uns auf um die Relikte der Salzgewinnungsanlage einmal genauer anzuschauen.
Das Konzept ist so einfach wie genieal. Windmühlen pumpen Meerwasser in kleine Becken. Dort verdunstt dank Sonnenennergie das Wasser und feinstes Meersalz bleibt übrig. Einfach und ökologisch. Das dieser Teil der Anlage nicht mehr genutzt wird erkennt man gut am Hotelessen, es fehlt Salz.
Dieser Teil der Location war schon sehr interessant, doch es sollte uns noch etwas Besonderes erwarten.
Ganz in der Nähe war noch ein verlassenes Gebäude das wir uns natürlich genauer anschauen mussten. Wir haben ja eine Vorliebe für sogenannte Lost Places.
Doch was faziniert uns eigentlich an diesen Ruinen. Das ist ganz einfach zu erklären. Die Lost Places erzählen eine Geschichte, eine Geschichte der niemand mehr zuhört. Außer wir als Entdecker. Oft ist die Geschichte unklar oder von Myten behaftet. Aber es gibt die Geschichte und wir sind ihr auf der Spur.
Auf dem Weg zum Gebäude kamen wir an einer alten Garage vorbei. Dort befand sich ein alter geländegängiger Transporter komplett ausgebrannt. Hier hat niemand versucht das Fahrzeug zu löschen.
Doch was ist geschehen? Wir werden es nie erfahren. Doch ein wenig Detektivarbeit haben wir schon versucht zu leisten. Auf jeden Fall ist der Wagen nicht in der Garage abgebrannt. Keine Rußspuren an den Wänden und der Sand unter dem Wagen weist keine Verglasung auf die bei großer Hitze ensteht. Ganz im Gegenteil zur Frontscheibe, die durch die große Hitze geschmolzen ist.
Doch warum schleppt man so ein Wrag in die Garage, soll hier etwas versteckt oder gar vertuscht werden. Auch das werden wir nie erfahren. Spannend ist es alle mal.
Wir gehen weiter zum Gebäude.
Der Zweck dieses Gebäudes bleibt uns auch verborgen. Ist es eine alte Unterkunft für Arbeiter der Salzgewinnungsanlage? War hier einmal eine Strandbar die aufgrund der Einsamkeit Pleite ging? Auch das werden wir nie erfahren, aber es steckt eine Geschichte hinter diesem Ort.
Was wir aber ganau wissen ist, dass man sich solchen vermeintlich verlassenen Gebäuden mit Vorsicht nähern sollte. Oft lassen sich Aussteiger oder Obdachlose illegal in solchen Bauten nieder. Und sie sind nicht sonderlich erfreut über touristischen Besuch der mit der Kamera durch ihr Schlafzimmer läuft. Wir sind vorsichtig und finden erste Hinweise das hier vor einiger Zeit eine oder mehrere Personen gewohnt haben müssen.
Und plötzlich rutscht uns das Herz in die Hose. Wir hören eindeutige Geräusche aus dem Gebäude, es ist sehr verwinkelt und wir haben keinen Überblick über den Grundriss. Dort könnte sich sonst wer verstecken. Unsere Sinne sind geschärft, die Ohren gespitzt. Langsam arbeiten wir uns um das Gebäude, infiltrieren seitlich die Zugänge. Und das ist wieder so ein Moment wo ich zutiefst mit Vic verbunden bin. Unsere Kommunikation läuft ohne Worte, ein Blick reicht und jeder weiss was zu tun ist.
Und plötzlich ohne Vorwahrnung springt mir der Übeltäter ins Gesicht, eine alte Bastmatte die im Gebäude durch den Wind Schritte simuliert. Wir sind erleichtert und erkunden weiter das Areal.
Ich entdeckte noch ein altes Kinderdreirad. Welche Geschichte steckt wohl hinter diesem Gefährt?
Was macht ein Kind in dieser unwirklchen Gegend? Und vor allem wie kann man mit diesem Spielzeug ohnen ebene Fläche überhaubt fahren?
Fragen über Fragen. Aber diese Fragen sind es, die uns immer wieder zu solchen verlassenen Orten treibt. Wir wollen die Geschichte sehen und fühlen, auch wenn es keine Antworten gibt.
Das der Tag uns so ein tolles Abenteuer gibt war nicht geplant, aber uns findet das Abenteuer egal wo wir sind.
Eine weitere abenteuerliche Episode spielte sich abends im Hotel ab. Ich wollte mir den Lost Place Staub unter der Dusche abspühlen und Vic war in der Zeit noch eine Flasche Wein im Supermercado gegenüber vom Hotel für den Abend besorgen.
Plötzlich hämmert es wie verrückt an der Hoteltür, ich ignorierte es in der Hoffnung, dass es sich um Wartungsarbeiten handelt. Doch das penetrante Hämmern an der Tür wurde immer intesiver. Ich dachte Vic hat den Hotelschlüssel vergessen und stieg pudelnass aus der Dusche nur mit einem Bademantel bekleidet und öffnete leicht genervt die Tür.
Doch da stand keine Vic sondern ein Spanier mit sehr rudimentären Englischkenntnissen. Aufgebracht war der auch noch. Mit Wasser im Ohr und meinen auch nicht sehr guten Englischkenntnissen interpretierte ich, dass er sich über die Musik auf unserem Balkon letzten Abend beschweren wollte. Mit einem abfälligen "Si, Si" nickte ich alles ab und schloss wieder die Tür. Also weiter duschen. Plötzlich kam Vic wieder zur Tür rein. Und ich hörte nur, Stephan bleib mal im Bad. Und dann fand eine Völkerwanderung durch unser Zimmer statt.
Hintergund der Geschichte war, bei unseren Nachbarn hatte die Eingangstür eine Fehlfunktion. Sie konnten das Zimmer nicht mehr verlassen. Unter Anderem war mittlerweile auch der herbeigerufene Techniker mit im Zimmer eingeschlossen. Nur der Mann des Pärchens konnte sich aus einem Fenster zwängen und wollte uns fragen ob sich der Rest der Bewohner aus dem Zimmer nebenan über unseren Balkon evakuieren kann.
Kommunikation ist manchmal doch nicht so einfach. Aber Vic sorgte dafür das alle wohlbehalten vom Nachbarbalkon auf Unseren klettern konnten.
So, morgen setzen wir in Sachen Lost Place noch einen drauf, seid gespannt.
Gute Nacht Liebes Tagebuch
Sonntag, 23. Juli 2017
Lanzarote Tag 2 Playa Blanca
Nervt dich dein Leben, dein Job ist die vermeintliche Hölle und so wie so ist alles Doof. Dann schau dir folgendes Bild einmal genauer an. In diesem Kostüm steckt ein armer Mensch (hoffentlich werden keine Tiere dafür missbraucht) der bei 40 Grad in der Sonne Touris am Eingang eines Hotels zuwinkt. Ich denke der arme Vogel hat den Arschkarten Award gewonnen. Übrigens haben wir die Tierschutzorganisation PETA schon informiert, wir rechnen morgen mit einer groß angelegten Befreiungsaktion für den armen Vogel.
Aber kommen wir zu unserem heutigen Tag und warum die Playa Blanca auf Lanzarote doof ist.
Die Strapazen der Anreise von gestern haben ihre Spuren hinterlassen aber wie gewohnt dient der erste Tag im Urlaub der Aklimation. Also begannen wir den Tag mit einem ausgiebigen Frühstück und da es für lau auch noch Sekt gab gönnten wir uns noch ein Gläschen. Übrigens war der Frühstückssaal heute wieder total überfüllt. In der Praxis bedeutet das, man steht mitten in Menschenmassen und Fokusziert wie ein Adler mögliche Ziele in Form eines freien Tisches.
Bietet sich ein Ziel wird angegriffen. Wir sind gut darin.
Nach dem Frühstück wollten wir aber nicht unsere kostbare Lebenszeit mit dem verdummen am Pool verbringen, also beschlossen wir die nähere Umgebung zu erkunden. Ein bisschen Geocachen war auch mit eingeplant.
Es gibt in Playa Blanca auch den einen oder anderen schönen Ausblick wie wir festellten. Der Rest besteht leider nur aus Bettenburgen. Aus unserer Sicht natürlich.
Tapfer schlugen wir uns zu Fuß durch den Verkehr Richtung Hafen. Die Idee hatten leider nicht nur wir und in einer Touri Karawane bewegten wir uns Richtung Meer. Und hier der erste Punkt der mich an der Playa Blanca stört. Das Verkehrsaufkommen ist unwahrscheinlich hoch. Den Tod auf einem Zebrastreifen zu finden ist auf den Kanaren generell sehr hoch, einfach mal eine Straße zu überqueren kann in Touri Hochburgen zum persönlichen Mount Everest werden.
Aber wir haben überlebt und erreichten den kleinen Hafen. Vorher haben wir an den Überresten alter Windmühlen die für die Salzgewinnung zuständig waren einen Geocache gefunden.
Innerlich frage ich mich wie viele der Touristen an diesem historischden Bauwerk vorbeilaufen und sich denken, wann wird hier mal aufgeräumt. Als wir das Gelände verließen vielen uns noch zwei Kinder mit Smartphone auf. Nicht diese typischen Kinder die ständig in Sozialen Netzwerken unterwegs sind, die suchten etwas. Ich sprach sie auf Englisch an und fragte ob sie auch Geocacher sind. Sichtlich verunsichert bestätigten sie das. Ich gab noch den entscheidenden Tipp wo der Cache liegt. Und wech waren sie. Kurze zeit später liefen die beiden uns noch einmal über den Weg und bedankten sich höflich auf Spanisch.
Total schön einfach mal so wie die Boote im Wasser rum zu dümpeln. Aber auch hier hielt es uns nicht lange. Die Welt ist groß und möchte entdeckt werden. Es soll noch einen sehr schönen Strand in der nähe geben. Den wollen wir uns natürlich auch einmal anschauen. Obwohl bei nähreher Betrachtung der Lage, in der wir uns befinden ein schöner Strand eher unwahrscheinlich erscheint. Die Befürchtung bewahrheitete sich natürlich.
So kommen wir zum Entschluss, die Playa Blanca ist nichts für Menschen wie uns. Wir suchen eher die Abgeschiedenheit je weniger Menschen desto besser. Das hätte ich auch vorher wissen müssen aber dieses Jahr ist alles anders. Siehe Tag eins.
Wir verbrachten den Tag noch mit der Planung für morgen und der Einahme von schlechten Essen am Abend.
Ein kleines Fazit:
Erfreut es wirklich Menschen wenn sie zu Beginn ihres Urlaubes von einem künstlichen Vogel begrüßt werden? Ist das Kollektive rumliegen an künstlich angelegten Gewässern auch Pool genannt der ausgleich für ein Jahr harte Arbeit? Fragen über Fragen. Für uns kommt so etwas nicht in Frage und Morgen geht es endlich in die staubige Vulkanlandschaft von Lanzarote. Wir werden schwitzen und dreckig sein aber wir werden Dinge erleben und sehen die der breiten Masse entgeht. Mehr verrate ich natürlich noch nicht das müsst ihr Morgen wieder nachlesen. Und es wird die Woche noch ein paar Besonderheiten geben, ein Lost Place eine Höhle usw. also dran bleiben.
So weit die Füße tragen
Gute Nacht liebes Tagebuch
Freitag, 21. Juli 2017
Lanzarote Tag 1 Anreise
Wir sind wieder unterwegs, um genauer zu sein sitzen wir gerade auf Lanzarote und versuchen die Eindrücke unserer Anreisen in Schriftform festzuhalten.
Dieses Jahr hatte für uns eine Menge höhen und Tiefen und ein kleiner Tiefpunkt bestand aus der Tatsache keinen gemeinsamen Urlaub zu bekommen. Unser Projekt „The seven Ilands“ sollte dieses Jahr ins Stocken geraten.
Für die Neulinge auf meinem Blog, das Projekt „The seven Ilands" ist angelehnt an die „Seven Summits“. Unter Bergsteigern ein sehr bekannter Begriff. Bei ihnen geht es darum die Sieben höchsten Berge der Welt einmal bestiegen zu haben.
Wir setzen da etwas niedriger an, da die Urlaubsplanung für uns ja schon schwierig genug ist, lassen wir die höchsten Berge der Erde einmal aus.
Bei dem Projekt „The seven Ilands“ geht es darum das wir auf allen Kanarischen Hauptinseln einmal zum Wandern waren. Ziele braucht der Mensch, auch wenn sie komplett irrational sind. Damit meine ich natürlich die Bergsteiger.
Wie durch ein Wunder konnte Vic es einrichten das wir tatsächlich sieben Tage dieses Jahr gemeinsame Zeit am Stück verbringen dürfen.
Das Ziel Lanzarote stand seit letztem Jahr schon fest. Leider war unser Zeitfenster sehr eng und die Sommerferien vielen in den Zeitraum.
Ohne wirkliche Planung buchten wir das für uns beste aus drei Angeboten unseres Reisebüros. Total untypisch für uns Reise Planungsvernatiker. Das könnte sich im Nachhinein rächen.
Ob das stimmt erfahrt ihr nur wenn täglich der Blog gelesen wird, kleine redaktionelle Anmerkung.
Kommen wir zum eigentlichen Reiseverlauf. Der war total unspektakulär. Vom einsteigen in das erste Öffentliche Verkehrsmittel bis zum Eintreffen im Hotel auf Lanzarote sind mal eben 11 Stunden vergangen. Das schlaucht minimal.
Positiv ist zu erwähnen das Vic ihrer Flugangst heldenhaft mit einem Glas Weißwein getrotzt hat. Beim Landeanflug auf Lanzarote forderte sie sogar meinen Fensterplatz ein um in purer Konfrontationstherapie stur aus dem Fenster zu schauen. Vor ein paar Jahren noch undenkbar. Ich bin stolz auf sie.
Bei der Mietwagen Abholung gab es noch einen kleinen Wermutstropfen unabhängig davon das die Karre mal wieder total unmännlich und häßlich ist. Wir mussten 45 Minuten anstehen bevor wir die Papiere hatten, obwohl wir nur vier weitere Kunden vor uns hatten. Das Nervt einfach nur.
Aber auch das ging vorbei und wir konnten unseren weißen Citroen C3 Picasso in Empfang nehmen.
Vic Navigierte uns wieder Souverän zum Hotel. Wir machen das übrigens immer noch Klassisch mit der Karte anstatt mit einem Navi. Leider stimmte unser Kartenmaterial nicht mit der Realität überein, das immer wieder kehrende Dilemma auf den Kanaren. Doch anhand der GPS Koordinaten und unserem GPS Gerät fanden wir das Hotel doch noch sehr schnell. Ein GPS Gerät ist übrigens nicht mehr als eine Elektronische Karte, eine Wegführung haben unsere Geräte nicht.
Doch der Kurze Abstecher in das innere von Playa Blanca zeigte uns das etwas bei der Planung schief gelaufen sein muss.
Der Abgrund tat sich auf, die Hölle des Massentourismus zeigte hier seine schaurige Fratze. Unser Standort ist ein großer Griff ins Klo. Unsere Schuld hätte man wissen können.
Egal wir checkten erst einmal ohne Probleme in unserem Chiki Miki Hotel ein und fühlen uns ein wenig deplatziert mit Bergstiefeln und Zip Off Hosen. Wenigstens wurden wir zum Sektempfang eingeladen. Da haben wir schon andere Erfahrungen machen dürfen.
Wenn ein Trupp aufgetakelter Möchtegern Strandschönheiten am Empfang steht und eincheckt wird denen quasi die Prikkelbrause in den Hals geschüttet. Während wir mit unseren Ranzigen Rucksäcken nicht mehr beachtet werden. Alles schon erlebt gut das ich mir nichts aus Sekt mache. Champagner sollte es schon sein.
Beim betreten des Zimmer waren wir sehr positiv überrascht, gute Ausstattung sauber toll. Der Blick vom Balkon erschreckend, was sich aber noch ändern wird.
Wir haben einen Zentralen Blick auf die Straße und direkten Einblick in die Lobby des Nachbarhotels. Für die Stimmung sorgt eine Wasserpumpe direkt unter unserem Balkon die uns wahrscheinlich Rhythmisch in den Schlaf wiegen wird. Ich darf nicht mehr so nachlässig bei meinen Recherchen sein.
Aber egal wir freuen uns auf Lanzarote zu sein unsere Kräfte sind am Ende wir haben eine Unterkunft was will man mehr.
Einen Pflichttermin haben wir noch, Trinkwasser kaufen und zwei Bier und Käsechips haben sich auch noch in den Einkaufswagen geschmuggelt.
Wir genoßen danach das kalte Bier und senierten über unsere Lage auf dem Balkon. Schönreden kann man sich alles, taten wir auch. Aber unsere Sichtweise wird sich noch ändern.
Nach dem Bier haben wir das Abendbrot in Anspruch genommen. Ganz toll da wird auf Restaurant gemacht mit Tische zuweisen und so obwohl man dann doch am Büfett steht. Hintergrund es gibt nicht für alle Hotelgäste genug Sitzplätze. Es heist Schlange stehen und warten bis ein Platz frei ist und dann darf man sich am Buffet anstellen. Für uns als Wanderer nach einem anstrengenden Tag total suboptimal. Mein Zelt ist mir oft Sympathischer als manches Hotel.
Das Essen war durchwachsen aber der Hunger treibt es rein. Danach machten wir noch einen Rundgang durch die kleine Hotelanlage. Und ab hier änderte sich die Meinung zu unserem Zimmer rapide. Alle „tollen“ Zimmer mit Blick auf den Pool und Garten wenn man es so nennen möchte haben ein großes Manko. Sie werden von der Animation rund um die Uhr beschallt und es wird viel mit Licht gearbeitet. Neonlichter werden willd durch die Gegend geworfen. Mir tut so etwas in den Augen weh, so könnte ich kein Tagebuch auf dem Balkon schreiben. Also ist unser Zimmer abseits des Mainstreams und guter Verkehrsanbindung gar kein so schlechter Fang.
Eine lustige Begegnung hatten wir aber noch, mit dem Wachmann. Als wir so durch die Anlage flanierten bemerkten wir recht schnell das wir beobachtet werden. Das ist so eine Superkraft von uns oder das Tier in uns wer weis das schon.
Der Wachmann folgte uns in seinen Augen unbemerkt. Aber und an dieser stelle möchte ich niemanden zu nahe treten den ich nicht kenne. Dieser Mensch war eine Karikatur eines Wachmannes aus einem Disney Film. Sehr alt etwas zu viel Bauch und einen überladenen Koppel mit einem riesen Schlagstock, Handschuhen und Handschellen. Interessanter weise war sein Equipment so angeordnet das er im Ernstfall Schlagstock, Handschuhe und Handschellen auf einmal ziehen kann weil alles mit einander verknotet war. Ich denke für die Sicherheit ist bei uns gesorgt. Und warum waren wir im Fokus dieses wahrscheinlich unterbezahlten armen Mannes?
Wir passen einfach nicht in das Bild dieses Hotels.
So genug für heute und genug negatives berichtet. Das kann sich morgen alles relativieren wenn ich ausgeschlafen bin.
Gute Nacht liebes Tagebuch
Dieses Jahr hatte für uns eine Menge höhen und Tiefen und ein kleiner Tiefpunkt bestand aus der Tatsache keinen gemeinsamen Urlaub zu bekommen. Unser Projekt „The seven Ilands“ sollte dieses Jahr ins Stocken geraten.
Für die Neulinge auf meinem Blog, das Projekt „The seven Ilands" ist angelehnt an die „Seven Summits“. Unter Bergsteigern ein sehr bekannter Begriff. Bei ihnen geht es darum die Sieben höchsten Berge der Welt einmal bestiegen zu haben.
Wir setzen da etwas niedriger an, da die Urlaubsplanung für uns ja schon schwierig genug ist, lassen wir die höchsten Berge der Erde einmal aus.
Bei dem Projekt „The seven Ilands“ geht es darum das wir auf allen Kanarischen Hauptinseln einmal zum Wandern waren. Ziele braucht der Mensch, auch wenn sie komplett irrational sind. Damit meine ich natürlich die Bergsteiger.
Wie durch ein Wunder konnte Vic es einrichten das wir tatsächlich sieben Tage dieses Jahr gemeinsame Zeit am Stück verbringen dürfen.
Das Ziel Lanzarote stand seit letztem Jahr schon fest. Leider war unser Zeitfenster sehr eng und die Sommerferien vielen in den Zeitraum.
Ohne wirkliche Planung buchten wir das für uns beste aus drei Angeboten unseres Reisebüros. Total untypisch für uns Reise Planungsvernatiker. Das könnte sich im Nachhinein rächen.
Ob das stimmt erfahrt ihr nur wenn täglich der Blog gelesen wird, kleine redaktionelle Anmerkung.
Kommen wir zum eigentlichen Reiseverlauf. Der war total unspektakulär. Vom einsteigen in das erste Öffentliche Verkehrsmittel bis zum Eintreffen im Hotel auf Lanzarote sind mal eben 11 Stunden vergangen. Das schlaucht minimal.
Positiv ist zu erwähnen das Vic ihrer Flugangst heldenhaft mit einem Glas Weißwein getrotzt hat. Beim Landeanflug auf Lanzarote forderte sie sogar meinen Fensterplatz ein um in purer Konfrontationstherapie stur aus dem Fenster zu schauen. Vor ein paar Jahren noch undenkbar. Ich bin stolz auf sie.
Bei der Mietwagen Abholung gab es noch einen kleinen Wermutstropfen unabhängig davon das die Karre mal wieder total unmännlich und häßlich ist. Wir mussten 45 Minuten anstehen bevor wir die Papiere hatten, obwohl wir nur vier weitere Kunden vor uns hatten. Das Nervt einfach nur.
Aber auch das ging vorbei und wir konnten unseren weißen Citroen C3 Picasso in Empfang nehmen.
Vic Navigierte uns wieder Souverän zum Hotel. Wir machen das übrigens immer noch Klassisch mit der Karte anstatt mit einem Navi. Leider stimmte unser Kartenmaterial nicht mit der Realität überein, das immer wieder kehrende Dilemma auf den Kanaren. Doch anhand der GPS Koordinaten und unserem GPS Gerät fanden wir das Hotel doch noch sehr schnell. Ein GPS Gerät ist übrigens nicht mehr als eine Elektronische Karte, eine Wegführung haben unsere Geräte nicht.
Doch der Kurze Abstecher in das innere von Playa Blanca zeigte uns das etwas bei der Planung schief gelaufen sein muss.
Der Abgrund tat sich auf, die Hölle des Massentourismus zeigte hier seine schaurige Fratze. Unser Standort ist ein großer Griff ins Klo. Unsere Schuld hätte man wissen können.
Egal wir checkten erst einmal ohne Probleme in unserem Chiki Miki Hotel ein und fühlen uns ein wenig deplatziert mit Bergstiefeln und Zip Off Hosen. Wenigstens wurden wir zum Sektempfang eingeladen. Da haben wir schon andere Erfahrungen machen dürfen.
Wenn ein Trupp aufgetakelter Möchtegern Strandschönheiten am Empfang steht und eincheckt wird denen quasi die Prikkelbrause in den Hals geschüttet. Während wir mit unseren Ranzigen Rucksäcken nicht mehr beachtet werden. Alles schon erlebt gut das ich mir nichts aus Sekt mache. Champagner sollte es schon sein.
Beim betreten des Zimmer waren wir sehr positiv überrascht, gute Ausstattung sauber toll. Der Blick vom Balkon erschreckend, was sich aber noch ändern wird.
Wir haben einen Zentralen Blick auf die Straße und direkten Einblick in die Lobby des Nachbarhotels. Für die Stimmung sorgt eine Wasserpumpe direkt unter unserem Balkon die uns wahrscheinlich Rhythmisch in den Schlaf wiegen wird. Ich darf nicht mehr so nachlässig bei meinen Recherchen sein.
Aber egal wir freuen uns auf Lanzarote zu sein unsere Kräfte sind am Ende wir haben eine Unterkunft was will man mehr.
Einen Pflichttermin haben wir noch, Trinkwasser kaufen und zwei Bier und Käsechips haben sich auch noch in den Einkaufswagen geschmuggelt.
Wir genoßen danach das kalte Bier und senierten über unsere Lage auf dem Balkon. Schönreden kann man sich alles, taten wir auch. Aber unsere Sichtweise wird sich noch ändern.
Nach dem Bier haben wir das Abendbrot in Anspruch genommen. Ganz toll da wird auf Restaurant gemacht mit Tische zuweisen und so obwohl man dann doch am Büfett steht. Hintergrund es gibt nicht für alle Hotelgäste genug Sitzplätze. Es heist Schlange stehen und warten bis ein Platz frei ist und dann darf man sich am Buffet anstellen. Für uns als Wanderer nach einem anstrengenden Tag total suboptimal. Mein Zelt ist mir oft Sympathischer als manches Hotel.
Das Essen war durchwachsen aber der Hunger treibt es rein. Danach machten wir noch einen Rundgang durch die kleine Hotelanlage. Und ab hier änderte sich die Meinung zu unserem Zimmer rapide. Alle „tollen“ Zimmer mit Blick auf den Pool und Garten wenn man es so nennen möchte haben ein großes Manko. Sie werden von der Animation rund um die Uhr beschallt und es wird viel mit Licht gearbeitet. Neonlichter werden willd durch die Gegend geworfen. Mir tut so etwas in den Augen weh, so könnte ich kein Tagebuch auf dem Balkon schreiben. Also ist unser Zimmer abseits des Mainstreams und guter Verkehrsanbindung gar kein so schlechter Fang.
Eine lustige Begegnung hatten wir aber noch, mit dem Wachmann. Als wir so durch die Anlage flanierten bemerkten wir recht schnell das wir beobachtet werden. Das ist so eine Superkraft von uns oder das Tier in uns wer weis das schon.
Der Wachmann folgte uns in seinen Augen unbemerkt. Aber und an dieser stelle möchte ich niemanden zu nahe treten den ich nicht kenne. Dieser Mensch war eine Karikatur eines Wachmannes aus einem Disney Film. Sehr alt etwas zu viel Bauch und einen überladenen Koppel mit einem riesen Schlagstock, Handschuhen und Handschellen. Interessanter weise war sein Equipment so angeordnet das er im Ernstfall Schlagstock, Handschuhe und Handschellen auf einmal ziehen kann weil alles mit einander verknotet war. Ich denke für die Sicherheit ist bei uns gesorgt. Und warum waren wir im Fokus dieses wahrscheinlich unterbezahlten armen Mannes?
Wir passen einfach nicht in das Bild dieses Hotels.
So genug für heute und genug negatives berichtet. Das kann sich morgen alles relativieren wenn ich ausgeschlafen bin.
Gute Nacht liebes Tagebuch
Freitag, 7. Juli 2017
Char Cloth herstellen für Kurse und Seminare
Ich zeige wie man char cloth / Leinwandzunder für Seminare und Angebote in der Wildnispädagogig / Naturpädagogig ganz einfach vorbereitet und herstellt. Dieses mal ohne Bushcraften.
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Samstag, 27. Mai 2017
Savotta Happy Stove Hobo Kocher-erster Eindruck
Ich schaue mir den Savotta Happy Stove Hobokocher einmal etwas genauer an und teile meinen ersten Eindruck mit.
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