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Viel zu spät begreifen viele die versäumten Lebensziele:
Freude, Schönheit der Natur, Gesundheit, Reisen und Kultur,
Darum, Mensch, sei zeitig weise!
Höchste Zeit ist's! Reise, reise!

Zitat
Wilhelm Busch

Geocaching

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Dienstag, 6. August 2013

Zombie Apokalypse Wanderung

Ich werde ja gerne für verrückt erklärt weil ich einen immer gepackten Flucht, ich meine Trekkingrucksack im Schrank stehen habe. Doch es ist passiert was ich immer vorhergesehen habe. Die Zombie Apokalypse nahte, und zwar in Form eines Nachbarschafts Grillfest. Ich sah schon vor meinem geistigen Auge wie mir Stammtischparolen förmlich das Gehirn aussaugen.
Ich musste flüchten am besten mit guten Freunden um eine neue friedliebende Gesellschaft im Wald zu gründen. Vic wurde aus sicherheits- und arbeitstechnischen Gründen nach Spanien evakuiert, da Sonnenlicht den Zombies schadet. Sollten wir mit dem Aufbau einer neuen Zivilisation erfolgreich sein wird sie zurückgeholt.
Da so eine Flucht spontan schwer geplant werden kann lief auch nicht alles glatt.
Aber erst einmal zum Anfang. Ich holte mit unserem Trabant Micha und Nils ab und vor meiner Haustür packten wir den letzten Kram zusammen. Dabei stellt sich heraus das Micha nicht alles in seinem Rucksack unter bekommt, also holte ich noch einen großen Rucksack aus meinem Ausrüstungsdepot. Nach einigem hin und her zurren war das Equipment verstaut und wir konnten bei bestem Wetter los wandern, ich meine flüchten.
Für mich ist die Flucht/Wanderung ein Ausrüstungstest zum Beispiel kommt mein neuer Trekking Rucksack Fjällraven Abisko zum Tragen und ich möchte in einer Hängematte mit Tarp schlafen. Um auf einer längeren Tour nicht von Ausrüstungsmängeln überrascht zu werden bietet sich unsere Zweitageswanderung förmlich an.
Total entspannt brachen wir auf und folgten immer der Innerste, von der Bischofsmühle bis nach Himmelsthür. Leider wurden wir auf dem Weg immer von Radfahrern gestört aber bald sollte es in den Wald gehen.
In Himmelsthür angekommen machten wir noch einen kurzen Abstecher zu Jens und Bert aus dem Trabi Club. Die versorgten uns noch mit isotonischen Getränken in Form von zwei Hopfenkaltschalen. Bevor wir bei der Gastfreundschaft versacken machten wir uns auf zum Osterberg. Jens und Bert konnten uns auf der Flucht leider nicht begleiten, sie wollten ihre Familien nicht zurücklassen und Kinder hätten wir nicht mit versorgen können.
























































Nach einem kurzem Aufstieg sind wir endlich im kühlen Wald angekommen, das Wetter ist super aber gelegentlich ein wenig zu warm um mit einer 18,2 Kg Schrankwand auf dem Rücken durch die Lande zu laufen. Um so dankbarer waren wir für die schattenspendenden Bäume und den Duft von Freiheit und Moos.
Doch wir waren nicht allein im Wald. An einer schönen und schattigen Stelle wurden wir überfallen.
Nicht vom Räuber Hotzenplotz oder anderen fiesen Gestalten, nein es waren Mücken. Zu Tausenden stürzten sie sich wie Stukas mit einem lauten Summen auf uns. Spontan fiel mir ein, meine Beine habe ich ja mit Insektenschutz eingerieben wegen der Zecken. Doch die Schwachpunkte in der chemischen Abwehr von Insekten wurden mit Einstichen frequentiert. Meine Mitwanderer hatten keinen Insektenschutz aufgelegt und wurden deshalb übel zugerichtet.
Mit schnellen Schritten folgten wir dem Waldweg auf eine Lichtung mit total schöner Aussicht über Hildesheim und Emmerke. Da hier die Sonne wieder schien waren auch die Mücken wech und wir beschlossen eine kleine Pause einzulegen.









































Nils versorgte uns mit super leckeren Landjägern vom Schlachter. Und als ich das Ding aß schämte ich mich fast für meine Supermarktlandjäger im Rucksack, aber die werden noch ihre Daseinsberechtigung haben.
























Hier noch ein kleiner Abstecher zu meiner Ausrüstung, ich hatte ein Craghopper Outdoorhemd an es ist ultraleicht schnelltrocknend angenehm zu tragen und mit "No Bite" dauerhaft behandelt. Das soll Insekten vom Hemd abhalten. Funktioniert leider nur bedingt, ich hatte einen fetten Stich direkt am Schulterblatt der durch das Hemd ging.












Aber wir sind ja nicht wehleidig auch wenn unsere Mückenstiche langsam den Anschein erwecken das in absehbarer Zeit ein Alien raus springt.
Wir konnten schon unseren Lagerplatz in der Ferne sehen und marschierten fröhlich durch hüfthohes Gras. Wir überquerten noch eine kleine Anhöhe und kamen an den Giesener Teichen an.







Hier pausierten wir kurz um Wasser zu filtern und
uns auf einem kleinem Plateau oberhalb des Teiches unser Lager einzurichten, mit den schweren Rucksäcken war der Aufstieg gar nicht so einfach. Aber wir sind alle ohne den Weg wieder runterzurollen angekommen.












































































Wir warfen erst einmal unser Gerödel ab und relaxten auf Michas Isomatte mit Blick auf die schöne Natur.
Standesgemäß holte jeder von uns eine Flasche Wein aus dem Rucksack und wir saßen einfach nur da und genossen den Ausblick. Dies taten wir nicht ohne ständig zu betonen wie schön das hier ist.








































































Doch Männer im Wald werden durchaus zu ernsten Menschen wenn sie unter sich sind. Wer hier auf ein Gespräch über Titten und Bier hofft ist fehl am Platz.


Wir schwiegen meistens und in so einer Phase lies Micha die Bombe platzen. Er wird bald Papa und so entwickelten sich die Gespräche in Richtung Zukunftspläne und Immobilien.
Das ganze konnte aber nicht von Statten gehen ohne immer wieder zu betonen wie schön es hier ist. Ja ja die Mittdreißiger unter sich, aber schön war es.
Um die Ehre der Männer zu retten mussten wir bei Anbruch der Dunkelheit auch unser männermäßiges Camp einrichten. Ich spannte meine Hängematte und das Tarp auf. Um morgens einen besseren Blick auf die Natur zu haben puzzelte ich noch den Trekkingstock so hin das ich einen schönen Panoramablick beim Erwachen hatte.


























Nils ist wirklich mit einem Wurfzelt gewandert und hatte wenig Probleme mit dem Aufbau, ich mit meinem Tarp Setup schon. Mein Tarp hat zu viele Ecken und ich zuviel Wein. Micha entschloss sich unter freien Himmel zu schlafen. Bei dem Wetter eine gute Wahl ich liebe es auch unter den Sternen zu nächtigen. Doch die Hängematte wird mein Favorit, obwohl viel Zweifel bestanden.













Wir stellen leider fest das eine Flasche Wein pro Person zu wenig ist, also fingen wir an zu kochen. Ich hatte den Jungs im Vorfeld ein warmes Abendessen zugesichert.
















































































Ich brachte den Pinguin Benzinkocher in Position und begann mit vorheizten und Co.
Das Essen für den Abend bestand aus:
- 500 Gr. Nudeln
- vier Supermarkt Landjäger
- Zwei Lauchzwiebeln
- drei Knoblauchzehen
- Zwei Tüten Maggi Fix Spagetti Bolognese Arabiata


Ich kochte also vor meinen Mittwanderern so hin und beim Umrühren des randvollen Topfes kam was kommen musste. Richtig ich kippte den Topf vom Kocher, unser Glück war ein fest verankerter Windschutz für den Kocher so das wir nur ein paar Nudeln und wenig Soße einbüßten. Als erfahrener Outdoorkoch ergänzte ich die Soße durch Wasser.








Das Essen wurde aufgeteilt und es hat allen geschmeckt und es ist jeder satt geworden. Auf jeden Fall blieb nichts übrig. Hätte ich unser gesamtes Essen in der Natur verteilt wäre wahrscheinlich von mir nichts übrig geblieben.
Jetzt ließen wir den Abend bei einem kleinen Feuer ausklingen. Um die schöne Natur nicht mit einem Flächenbrand zu belästigen holte ich meinen Hobokocher raus und platzierte ihn auf drei Steinen um genügend Abstand zum Waldboden zu bekommen. Der Kocher Windschutz diente als Reflektor für die Wärme.


Bei männermäßigen mitdreißiger Gesprächen und der ständigen Betonung auf die Schönheit der Natur ließen wir den Abend ausklingen.


Nach und nach zogen sich alle zurück, ich war der Letzte weil ich noch gewartet habe bis das letzte Holz im Hobokocher verglimmt war.
Danach zog ich mich auch zurück in die Hängematte, es war am Anfang doch etwas ungewohnt und das Schaukeln beruhigte mich in keinster Weise. Doch nach wenigen Minuten im warmen Schoß des Schlafsackes fühlte ich mich pudelwohl.
Die Nacht wahr ein wenig unruhig, das ist aber für mich normal. Die ungewohnte Umgebung, die Geräusche der Natur und so weiter. Das ist im Zelt genauso.
Ich bin überrascht wie gut ich in der Hängematte geschlafen habe. Nächtliches Umdrehen in Seitenlage kein Problem. Auch morgens keinerlei Anzeichen von Rückenschmerzen. Da habe ich am Boden schon viele unschöne Erlebnisse gehabt.
Am schönsten war das Erwachen, ich konnte direkt aus der Hängematte auf die Hänge der Giesener Berge schauen, ohne mich ungeschützt zu fühlen. Ich wurde mit einem Nebel-Sonnen-Spiel beglückt. Fotos können das Erlebnis nur bedingt wiedergeben.


Leider drückte Mutter Natur mir so auf die Blase das ich mein schwingendes Eigenheim mit einem weinenden Auge am morgen verlassen musste.
Als ich so wach war genoss ich einfach die Ruhe und den Ausblick auf das total schöne Nebelschauspiel an den Hängen und pilgerte um unser Lager rum.
Da ich ja in einem sozialen Beruf arbeite wurde ein Klischee schnell erfüllt. Ich brauchte meinen Kaffee. Da Nils und Micha noch schliefen wollte ich das super laute Benzin Aggregat nicht anwerfen, ich entschied mich für den Hobokocher. Eine Handvoll Holz und die Tasse auf den Kocher. Das gefilterte Teichwasser versetzt mit Instand Kaffee und Kaffeeweißer siedete vor sich hin und war in der Kulisse ein Hochgenuss der Kaffee Kultur.





Dieser kulinarische Hochgenuss hat wohl auch Micha und Nils geweckt. Die bekamen ihren Kaffee aber vom Benzinkocher. Schmeckte wahrscheinlich genau so himmlisch wie meine Plörre.
Es war einfach super in der Natur aufzuwachen, der Tau auf den Gräsern der Nebel an den Bergen. Die aufgehende Sonne und gute Freunde an meiner Seite. Wenn ich das mit einem Wort beschreiben müsste wäre der Wortlaut nur, "SCHÖN".
Da das Wildcampen nur bedingt gesellschaftlich anerkannt ist brechen wir früh morgens unsere Zelte ab und begeben uns in Richtung Heimat.
Ganz wichtig ist uns keine Spuren zu hinterlassen. Die verschüttenden Nudeln wurden genauso wie unser Müll eingesammelt. Auch unsere Feuerstelle in Form von einem Hobokocher ist im Nachhinein nicht sichtbar. Die Asche wurde verstreut und eine Bodenbelastung gab es nicht. Das sollte aber für jeden Naturfreund eine Selbstverständlichkeit sein. Wir hinterlassen nur platt gelegenes Gras, und das richtet sich wieder auf.
Relativ unspektakulär laufen wir querfeldein auf die Panzerstraße zu. Mit kurzen Beinkleidern ist das im zeckenverseuchtem Gebiet sehr vernünftig, eher nicht.


Wir erspähten noch eine weibliche Person mit Hund und dachten uns, toll da wo die läuft gibt's einen Weg. Und wir laufen hinter her, wenn man verwegen aussieht und in der Gegend mehrere Einbrüche gemeldet wurden ist das unklug. Die arme Frau flüchtete vor uns, und ich Kann es ihr nicht verübeln.
Wir wollten wirklich nur auf den Beton. Leider gab es keine Kommunikation mit der Hundeführerin.
Der Rest ist nicht weiter erwähnenswert wir waren sehr schnell wieder in der Zivilisation und auf halber Strecke trennten sich unsere Wege. Ich ging den Rest allein nach Hause. Dort erfreute ich mich an einer Eiskalten Cola und einer Dusche. In dem Atemzug entfernte ich noch drei blinde Passagiere in Form von Zecken aus meiner Haut.

Es war eine Kurzweilige Tour, die aber viel Spaß gemacht hat, und darum geht es bei solchen Aktionen ja. Die Ausrüstung hat den Test bestanden, auf den Fotos ist mir noch aufgefallen das ich das Tragesystem meines Rucksackes neu einstellen muss. Der Wasserfilter hat super Funktioniert wir haben insgesamt ca. 10 Liter gefiltert und jeder hatte zum Start drei Liter mit im Rucksack. Bei den Temperaturen ein



sinnvoller Ausrüstungsgegenstand. Ich freue mich schon auf die nächste Tour.

Gute Nacht Liebes Tagebuch

Montag, 5. August 2013

Gran Canaria [Reisevorbereitung]

In den letzten Jahren bereisten wir diverse Inselgruppen von den Balearen über die Kanaren, und die wunderschöne Insel Madeira war mit dabei.
Dieses Jahr soll es nach Gran Canaria gehen, wir haben mal das Hirngespinst entwickelt einmal auf jeder Kanarischen Insel gewesen zu sein.
Doch wie planen wir Chaoten so eine Reise ?
Es beginnt natürlich mit der Zielfindung. Es wird eine Insel näher betrachtet und bereits während der letzten Winterausläufern beschließen wir da geht es hin.
Dann Gerät das Vorhaben in Vergessenheit und der Sommer steht vor der Tür. Das geplante Ziel ist schon lange über den Haufen geworfen und neue Ziele werden definiert. Dabei stellen wir immer wieder fest das das Reiseziel überhaupt nicht mit unseren Bedürfnissen übereinstimmt. (Das ist meistens der Zeitpunkt wo wir beschließen unsere Lieblingsinsel La Gomera erneut aufzusuchen.)
Unser Urlaub rückt also immer näher und wir sind uns uneinig. Nur die Insel steht grob fest.
Da kommt wie jedes Jahr das Reisebüro Harborth ins Spiel. Man kennt sich bereits und unsere Reisebedürfnisse. Eigentlich ist es ganz einfach, kein Massentourismus gutes Hotel Meerblick Kanaren. Mit viel Geduld werden für uns mehrere Hotels rausgesucht. Mit einem Stapel Katalogen geht es dann nach Haus und die Internet Recherche beginnt.
Wir durchsuchen mehrere Internet Portale wie Holidaycheck um Hotelbewertungen zu überprüfen. Eine besondere Herrausforderung ist das Filtern von Fake Bewertungen und notorischen Nörglern. Das betrifft meistens die Altersgruppe 55-67.
Sollte das Hotel diesen Test bestanden haben geht es weiter mit Google Earth. Die Umgebung wird mit Satellitentechnik Zentimeter für Zentimeter überprüft und jeder Mangel im Bezug auf Lage und Umgebung geprüft. Wer jetzt an die NSA denkt irrt. Wir sind nur Gründlich und machen unsere Ergebnisse öffentlich und das mit Absicht.
Während dieses Prozesses fallen viele Hotels durch und es geht wieder in das Reisebüro. Dieses Jahr ist eine Ausnahme es gab drei Hotels zur Auswahl und wir konnten uns wirklich für eins entscheiden. Wir haben aber auch einige Abstriche gemacht. Gran Canaria bietet einfach zu viel "Perversen Tourismus"(Zitat Michel L.)
Wer denkt das ist das Ende des Informationswahnes der irrt schon wieder.
Ich informiere mich weiter über die Insel in diversen Foren. Als Beispiel für diese Reise dient http://www.gran-canaria-insider.info/. Dort findet man einige Tips zu Ausflügen schöne Ecken und die Stimmung auf der Insel. Weiterhin Besuche ich regelmäßig das Nachrichtenportal http://www.kanarenexpress.com/. Spätestens an dem Punkt habe ich das Gefühl schon einmal vor Ort gewesen zu sein.
Jetzt beginnen die Vorbereitungen für das Geocaching.
Hierbei handelt es sich um eine Schnitzeljagd 2.0 bei der versteckte Tupperdosen mit Logbuch als Inhalt mittels GPS Gerät gesucht werden. Diese Dosen liegen meistens an sehr schönen Orten die nie in einem Reiseführer erwähnt werden. Die Cachebeschreibungen enthalten oft gute Informationen und Fotos über die entsprechende Region.
Geocache Übersicht Gran Canaria
Ein Mietwagen ist übrigens Pflicht auf den Kanaren. Ein reiner Hotelurlaub kommt für uns nicht in Frage. Die Inseln bieten so viel schönes aber um es zu entdecken muss man mobil sein. Organisierte Ausflüge sind für uns ein No Go. Den Wagen Mieten wir bereits von Deutschland aus und holen ihn direkt am Zielflughafen ab. Das ist oft sogar günstiger als vor Ort. Sobald wir im Auto sitzen beginnt der Urlaub. Wir können es überhaupt nicht Leiden nach vier Stunden Flug im Touribomber den nächsten Touribomber über Land zu nutzen.
Orientierung
Da wir uns ja in unbekannter Umgebung auch Orientieren müssen, benötigen wir natürlich Kartenmaterieal. Dieses Jahr habe ich die Kompass Karte von Gran Canaria gekauft. Wir benutzen sie zum Wandern und zur allgemeinen Orientierung auf der Insel. Leider ist dies Karte im Maßstab 1:50000 und deshalb zum Wander viel zu grob. Eine Topo Karte im Maßstab 1:25000 währe das Mittel der Wahl. Nur kenne ich keine Deutsche Bezugsquelle für derartiges Kartenmaterieal. Die Kompasskarten stehen auch gerade im Bezug auf die Kanaren sehr in der Kritik was die Genauigkeit betrifft.






















Auf unseren anderen Reisen hatten wir Topo Karten der Marke Tour und Trail im Maßstab 1:40000. Die Karten sind etwas Dettalierter aber weisen auch viele Ungenauigkeiten auf, beziehungsweise es fehlt einiges.








































Kompass Karte im Maßstab 1:50000




















Tour und Trail Karte im Maßstab 1:40000


Die Kompass Karte läßt sich schwer Händeln, die Größe macht es schwierig einen Kartenausschnitt passend für eine Wanderung zusammen zu Falten.

Wir nutzen ergänzend zum Kartenmaterieal ein Garmin GPS Gerät mit den Digitalen Karten vom OpenStreetMap Projekt.
Speziell für Wanderer und Reiter gibt es Karten zum Kostenlosen Download für GPS Geräte auf der Internetseite http://www.wanderreitkarte.de/
Es handelt sich um ein Open Source Projekt und lebt von den Daten die Nutzer Sammeln. Ich finde das sehr Sympatisch. Leider fehlen mir die Kenntnisse um mich aktiv an diesem Projekt zu beteiligen.
Auch hier sind die Karten nicht zuverlässig und weisen Mängel auf. Aber diese Karten sind oft Detalierter als kommerzielle Karten. Hier werden karten von Wanderern für Wanderer erstellt, oft ist der kleine Trampelfad der in keinem Reiseführer erwähnt wird aber wichtig für die Wegführug ist eingezeichnet.
Kleine Anekdote am Rande, Letztes Jahr haben wir uns in der Calderra auf La Palma verlaufen bzw. haben eine Abzweigung verpasst. Unser GPS zeigte nur einen Brei aus Höhenlinien an.
Lobend sollte aber erwähnt werden das die OpenStreetMap Karten ständig Aktualisiert werden. Und ich spreche hier nicht von Jahren sonder von wöchentlich bis Monatlich.
Man sollte sich nie auf ein Elektrisches System zur Orintierung verlassen. Die Batterien können Lehr werden, es können Sofware Fehler auftreten oder Äußere Umstände zerstören das Gerät. Eine Karte gehört immer mit auf Tour.
Dazu gehört natürlich auch die Fertigkeit mit Karte und Kompass zu navigieren. Ich beherrsche den Umgang mit Karte und Kompass aber viele Feinheiten sind verloren gegangen. Das wird dieses Jahr aufgefrischt und zwar vor dem Urlaub.

Kommen wir zu meinem Lieblingsthema, der Wanderführer. Auch wir gehören zu den unzähligen Rother Anbetern, die sich immer wieder das kleine rote Buch kaufen und dann verfluchen. Warum kaufen wir es doch immer wieder ?

Der Rother Wanderführer (Rother ist der Verlag, die entsprechenden Führer werden von unterschiedlichen Autoren verfasst) hat oft eine schöne Auswahl an Wandertouren unterschiedlicher Schwierigkeitsgrade. Es wird für die jeweilige Wanderung ein Höhenprofil angegeben sowie die Gezeiten und der Schwirigkeitsgrad. Soweit so gut.
Mir fehlen immer noch die Km Angaben, Gehzeiten sind zwar aussagekräftiger als Km. Aber gerade in Verbindung mit einem GPS sind die Entfernungen als Angabe sehr wichtig.
Aber unser größter Kritikpunkt sind die Wegbeschreibungen. Diese strotzen vor Deteils und beim lesen vor Ort hat man das Gefühl schon 20 Km zurückgelegt zu haben, aber es wird gerade mal der Einstieg beschrieben.
Klare aussagekräftige Angaben sind wichtig, vor allem nachhaltige Hinweise .
Eine Auskunft über ein Haus mit Kläffenden Hunden ist unnötig, die können auch gerade Gassi gehen. (Erlebt auf La Palma)
Es mag sein das Vic und ich eher einen minimalistischen Blick besitzen, Dennoch würden wir uns mehr Qualität in der Wegbeschreibung als Quantität wünschen.
Um eigene Touren zusammenzustellen ist der Rother aber Hilfreich. Und man sollte die einfachen Touren meiden, denn diese sind meistens total überlaufen.
Unser Tipp eigene Touren mit einer Karte planen und den Rother als Inspiration nutzen.
Wir freuen uns schon sehr auf den Urlaub auch wenn ich Gran Canaria mit sehr gemischten Gefühlen betreten werde, Stichwort "perverser Tourismus"
PS:Koffer kann man auch einen Tag vorher packen.

Montag, 22. Juli 2013

Thermarest Prolite 4 [Isomatte]


Ich habe für Viktoria eine neue Isomatte gekauft. Die Kriterien waren simpel Komfort, rucksacktauglich, und kompatibel zu unserem Leicht-Trekking-Zelt.
Durch den Globetrotter Sommerschlussverkauf bin ich auf die Thermarest Prolite 4 in der Größe Regular gestoßen.



Es handelt sich um eine auslaufende Serie die durch die Thermarest Prolite Plus ersetzt wurde. Aber der Preis von ca. 50 € und die Erfüllung aller Anforderungen überzeugte mich diesen Ausrüstungsgegenstand zu kaufen. Man bedenke das Isomatten in diesem Segment locker das doppelte und mehr kosten.
Der Kauf von auslaufenden Serien beinhaltet noch einen großen Vorteil. Sehr oft werden Produkte auf den Markt geworfen und der Kunde ist der Materiealtester. Häufen sich die Reklamationen wird nachgebessert. Im Laufe einer Produktserie werden zahlreiche Änderungen vorgenommen und man kann davon ausgehen das die letzte Produktserie die Ausgereifteste in diesem Segment ist. Bis eine neue Produktionslinie auf den Markt kommt und das Spiel von vorn beginnt. Dieser Kritik musste sich auch die Firma Thermarest in einschlägigen Outdoorforen stellen. Eigentlich spricht das gegen eine Firmenpolitik doch die eingeschränkte lebenslange Garantie auf Verarbeitungsfehler entschädigt dafür. Vor allem wenn man bedenkt das diese Praxis auch bei nicht Outdoorfirmen Standard ist und hier der Kunde mit einem fehlerhaften Produkt sitzengelassen wird. Übrigens gängige Praxis bei vielen Elektronik und Software Herstellern.
Aber kommen wir zur Isomatte. Ausgeliefert wird die Prolite nicht im Packsack sondern ist zusammengerollt in eine Folie eingeschweißt, der Packsack ist mit eingerollt. Das Packmaß ist dementsprechend größer als das eigentliche Packmaß im Packsack. Ich sehe das als Vorteil, da die Hersteller von einer Lagerung der Matten im Packsack abrät. Und vor dem Verkauf werden die Isomatten ja auch gelagert.























Nach dem Auspacken wird von der Firma Thermarest empfohlen die Matte prall mit dem Mund aufzublasen und mindestens einen Tag gefüllt zu lagern. Damit soll sichergestellt werden das der integrierte Schaumstoff sich zukünftig komplett entfalten kann und die "Memory Funktion" des Schaumstoffes aktiviert wird.
Die längere Lagerung sollte im halb gefüllten und ausgerollten Zustand erfogen.
 Bei längerer Lagerung im Packsack (nicht empfohlen) wird diese Memory Funktion negativ aktiv, so dass nach der Lagerung sich die Matte nicht vernünftig selbstbefüllt.
Einige Benutzer haben dies nicht berücksichtigt und waren von der selbstaufblasenden Funktion der Isomatte sehr enttäuscht.
In meinem Test hatte die Matte nach 30 Minuten eine Dicke von 3,2 c, nach wenigen Atemstößen ergab sich eine Dicke von 3,6 cm. Sollte man die kleinen Ausbuchtungen auf der Matte mit berücksichtigen kommt man auf das Maß von ca. 3,8 cm. Am Rand wird dieser Wert nicht erreicht.


Doch was hat diese Isomatte was andere bisher nicht hatten (beziehungsweise als die Isomatte auf den Markt kam).













Thermarest hat die selbstaufblasenden Isomatten als Erstes weltweit vermarktet, diese bestanden aus Nylonhüllen gefüllt mit Schaumstoff die mit einem Ventil verschlossen sind. Bei Öffnung des Ventils dehnt sich der Schaumstoff aus und die Matte füllt sich mit Luft. Um die endgültige Füllung zu erreichen muss mit dem Mund oder entsprechenden Pumpen nachgefüllt werden.
Die Prolite unterscheidet sich von den Vollschaummatten durch ausgestanzte Schaumteile im Inneren. Dadurch wird erheblich Gewicht gespart aber der selbstaufblasenden Effekt gehemmt.
Da man gerade beim Trekking und Camping genug Zeit für sich und seine Isomatte hat ist dieser Punkt zu vernachlässigen.




















Im Gegenlicht sieht man die ausgestanzte Schaumstruktur

Da es sich hier um eine Isomatte handelt besitzt sie natürlich auch einen Isolationswert. Dieser wird als R-Wert bezeichnet, je höher der R-Wert desto höher die Isolationsfähigkeit. Die Firma Thermarest gibt einen Wert von 3,2 an. Dies entspricht einer Kälteabschirmung bis - 5 Grad Celsius. Der Wert ist aber eher ein Richtwert, da das Kälteempfinden von Menschen sehr unterschiedlich ist.
Kommen wir zu den Maßen der mumienförmigen Isomatte.

Das Bild unten zeigt leider eine falsche Perspektive und wird bald ausgetauscht die Maße stimmen aber.






















































































Die Textur und Struktur der Oberfläche





















Das Ventil


Die technischen Details im Überblick

Länge: 182 cm.
Breite am Kopfteil: 49 cm.
Breite am Fußteil: 37 cm.
Dicke am Rand aufgeblasen: 3,6 Cm.
Gewicht: 741 Gramm mit Packsack

Alle Werte selbst nachgemessen, es können kleine Ungenauigkeiten im mm. Bereich enthalten sein.

R-Wert: 3,2 (ca. -5 Grad Celsius) persönliches Kälteempfinden beachten.

Packmaß: 17x30 cm.

Farbe: Signal Orange

Fazit
Die Isomatte macht einen wertigen Eindruck. Und die technischen Spezifikationen im Vergleich zum bezahlten Preis sind meiner Meinung sehr gut. Natürlich geht es noch kleiner, leichter und isolierender. Doch für Menschen die nicht ständig das Neueste vom Markt benötigen ist diese Matte eine klare Kaufempfehlung. Da es ein Auslaufmodell ist bekommt man es zur Zeit sehr günstig.
Die Matte ist ausreichend dimensioniert für Bauch- und Seitenschläfer. Der Isolationswert ist für drei Jahreszeiten ausreichend. Für mehr Isolation kann die Matte mit anderen Isomatten wie zum Beispiel Evazote kombiniert werden. Der Praxistest im Zelt folgt im August.








Dienstag, 14. Mai 2013

Novasol Ferienhaus Otterndorf

Auch wenn dieser Beitrag weniger in die Outdoor Schiene passt habe ich mich entschlossen auch etwas zum Thema Ferienhäuser beizutragen.
Ich habe das zweifelhafte Vergnügen mindestens einmal im Jahr beruflich in Ferienhäusern untergebracht zu sein. Das sind Häuser für Gruppen, bis ca. 14 Personen.
Dieses Jahr hat es mich nach Otterndorf verschlagen, ein kleines Kaff an der Nordsee. Nicht weit von Cuxhaven gelegen.
Das Haus wird über die Kette Novasol vermietet und lässt sich in jedem Reisebüro Mieten. Wir haben die 10 Personen Ausführung der Häuser gewählt.

Rahmenbedingungen
- 6 Reisende
- 8 Tage Verweildauer
- Anreise mit eigenem Fahrzeug
- Selbstversorgung

Erster Eindruck

Das Ferienhaus liegt in einer Ferienhaus Siedlung, mit angegliederten Campingplatz. Das ganze Areal ist mit einem Kanalsystem durchzogen, so das jedes Haus Anbindung an das Gewässer hat. Die Häuser sind im schwedischen modernen Holzhaus Stil gehalten. Parkplätze sind vor jeden Haus vorhanden.
Der erste Positive Eindruck wird ein wenig getrübt durch die angelegte Kulturlandschaft und das einem der Nachbar beim frühstücken auf der Terrasse auf das Butterbrot schauen kann. Da bin ich ein wenig speziell, ich bevorzuge doch eher naturbelassene Landschaft und wenig Kontakt zu Nachbarn.











Was mir besonders gut gefallen hat ist das jedes Ferienhaus ein eigenes Paddelboot besitzt. Auch Schwimmwesten für Erwachsene und Kinder sind vorhanden.


Leider war unser Ruderboot nicht vollständig, die Aufnahmen für die Ruder fehlten. Dies war auch bei unseren Nachbarn so. Damit ist das Boot für einen Laien nicht fahrbar. Ich habe es trotzdem genutzt, war aber kein Vergnügen.

Ausstattung
Das Haus verfügt über ein Schwimmbad, Sauna und Whirlpool. Das klingt im ersten Augenblick sehr verlockend, doch haben wir rund 200€ Nebenkosten für acht Tage und sechs Personen zahlen müssen. Der dauerhaft beheizte Pool saugt Energie ohne Ende. Die Sauna wurde nicht benutzt. Diese war auch kaputt, wir haben 10% Preisnachlass für die Defekte Sauna bekommen. Weiterhin verfügt das Haus über einen Kamin, den wir aber aufgrund des guten Wetters nicht nutzten.
Kommen wir zum wichtigsten, der Küche.
Alle elektrischen Küchengeräte wie Geschirrspüler, Herd, Mikrowelle, usw. Sind vorhanden. Nur das Küchen Equipment war ein Graus. Es gab nicht mal ein Küchenmesser, hätte ich nicht mein eigenes Küchenmesser dabei gehabt hätten wir alles mit einem Brotmesser schneiden müssen. Für ein Selbstversorger Haus ein No Go. Auch Tupperdosen sind nicht vorhanden.
Weiterhin sind die Töpfe und Pfannen in keinster weise für die Verpflegung von zehn Personen ausgelegt. Nicht nur die enge der Küche, auch die Ausstattung sorgen für viel Unmut bei der Nahrungsmittelzubereitung.

Die Zimmer
Wo soll ich da anfangen, mit einem Wort eng. In feinster Tetris Manier wurden so viel Schlafgelegenheiten in ein Zimmer gequetscht um eine maximale Raumausnutzung zu gewährleisten. Bei einigen Zimmern ließen sich nicht mal die Türen komplett öffnen ohne an ein Bett zu stoßen. Wer auf U Boot Feeling steht und sich gern hat kann hier glücklich werden. Für alle anderen ein Graus.

Fazit

Ich werde das Haus nicht weiterempfehlen. Die mangelnde Küchenaustattung und die enge sind für 10 Personen nicht geeignet. Selbst mit sechs Personen war es grenzwertig. Auch die hohen Nebenkosten sind für mich ein Ausschlusskreterium.

Samstag, 30. März 2013

Video zur Harztour

Als Abschluß zu unserer schönen Harztour hier ein Video das unbedingt mit Ton geschaut werden sollte.


Sonntag, 10. März 2013

Harz im Nebel Tag 3 und Fazit

Eigentlich wollten wir heute noch das Bergwerk besichtigen. Doch nach dem obligatorisch spartanischem Frühstück entschlossen wir uns zurück in die Heimat zu fahren. Schuld war das Wetter. Mittlerweile schneite es die ganze Zeit und wir machten uns sorgen um die glatten Straßen.



Fazit
Wir hatten eine schöne Zeit im Harz, leider war das Wetter nicht so schön. Aber es gibt ja dieses blöde Sprichwort mit der richtigen Kleidung und so.
Zum Hotel "Der Berghof am See" kann man sagen das die Lage einfach traumhaft ist. Wer den Harz erkunden möchte findet hier eine gute Ausgangslage. Die Zimmer sind einfach ausgestattet aber sauber. Wer hier Urlaub macht hällt sich sowie so nicht im Zimmer auf, sondern erkundet die Umgebung. Die Verpflegung ist für so ein Haus eher Mittelmaß zu gehobenen Preisen. Allgemein ist das Haus nicht ganz günstig.
Das Personal ist sehr engagiert und freundlich, wir haben uns gut aufgehoben gefühlt.
Ein kleiner Wehrmutstropfen bleibt. Die Nutzung des W-Lan ist kostenpflichtig (2 Euro für 2 Stunden).
Gerade in einer Region wo selbst der Handyempfang nicht gewährleistet ist sind solche Praktiken nicht mehr zeitgemäß. Auch die Zusatzoptionen zum Frühstück sind sehr überteuert.
Aber das Haus empfehlen wir gern weiter allerdings mit Einschränkungen.